Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 12 (Oktober 1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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KOMii giDirtyjM© Nette Spiele für die Kindergesellschaft Mutti soll immer neue Spiele wissen, wenn die kleine Tochter Oesellschaft hat. Wie wäre es mit „Sprichwörter raten", vielleicht gefällt das den Kleinen. Eine der Mitspielenden muß das Zimmer verlassen, während die anderen Kinder ein Sprichwort beschließen. Es wird beispielsweise das Sprichwort: Kommt Zeit, kommt Rat! vereinbart. Die Kleine, die so lange draußen warten mußte, wird wieder hereingerufen und beginnt nun allgemeine Fragen zu stellen. Etwa „Wie gefällt es dir in der Schule?" worauf ihr geantwortet wird: „Es kommt vor, daß es mir auch nicht gefällt, aber meist bin ich sehr gerne dort." In dei Antwort auf die nächste Frage muß das Wort „Zeit" vorkommen, in der dritten Antwort wieder das Wort „kommt" und in der vierten das Wort „Rat". Durch leichte Betonung des Wortes muß der Ratenden der richtige Weg gewiesen werden. Errät sie es, so wandert ein anderes Kind hinaus, errät sie es nicht, so muß sie die Fragen in anderem Sinne nochmals stellen und es werden ihr neue Antworten, wieder unter Verwendung der zu ratenden Worte gegeben. Ein nettes Spiel, das Kinder zum Nachdenken anregt, ist das „Mimische Worträtsel raten". Zwei kleine Mädchen geben das mimische Worträtsel auf, indem sie durch Zeichen und Gebärden das Wort zu erklären suchen. Z. B. macht ein Kind die Bewegung des Pflückens von Blumen, das andere versucht durch Herumlaufen die Bewegung des Vogel Strauß anzudeuten; die Auflösung heißt: „Blumenstrauß". Selbstverständlich läßt sich das Spiel auch auf die einfachste Weise kleinsten Kindern anpassen. Von Pflanzen und Tieren Wißt Ihr, daß Pflanzen viel, viel älter werden, als wir Menschen. So ein Baum kann viele hundert Jahre werden und von Jahr zu Jahr wird er schöner. Er setzt im Frühling und im Herbst einen Ring an, den nennt man den Jahresring und an ihm kann man sein Alter erkennen. In Millstatt gibt es eine Linde, die soll tausend Jahre alt sein. Tannen und Fichten werden meist ungefähr dreihundert Jahre alt. In Konstantinopel soll es eine Platana geben, die über tausend Jahre alt ist. Das Interessanteste aber sind die japanischen Zwergbäumchen. Sie werden mehrere hunderte Jahre alt, sind eigenartig knorrig und verhuzelt und tragen winzig kleine Blätter und Beeren. Der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester. Er hat kein Gefühl für seine kleinen Vogelkinder und läßt die Eier ruhig von fremden Vögeln ausbrüten. Jetzt wißt Ihr, was das heißt, jemanden „ein Kuckucksei legen", das heißt, daß man eine Arbeit vollbringen muß, von der man gar keine Ahnung hat, wie man zu ihr kommt. Nicht nur wir Menschen haben im Sommer und Winter verschiedene Kleidung, auch die Tiere bekommen vom lieben Gott für den Sommer ein leichteres und für den Winter ein dichteres Fell, das sie vor Kälte bewahren soll. Am interessantesten ist das beim Hermelin. Im Winter hat es ein blütenweißes Fell und im Sommer ein bräunlichgelbes. Das ist ein besonderer Schutz, den es besitzt. Denn im Winter, wenn es über die schneebedeckten Halden huscht, wird es den Äugen des Jägers in seinem schneeigen Weiß kaum sichtbar. Im Sommer dagegen nimmt sein Fell die Färbung der bräunlichen Erde an. Allerlei Scherzfragen imimiiiiiiNiiimmiinimimiiimiiim.......m........mumm........iiiidiiuihiiiii.......iiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiii.........iiiimi Wie schreibt man 100 ohne Nullen, dafür mit vier Ziffern? * * * Genau ein Fuß lang, genau ein Fuß breit und doch kein Quadrat, was kann das sein? * * * Welches Eisen ist nicht zu den Metallen zu rechnen? * * * Welche Leser können nur im Herbste lesen? Antwort auf Frage 1: 'JO^/V * * Antwort auf Frage 2: Ein Schuh. * * * Antwort auf Frage 3: Das Felleisen. * * * Antwort auf Frage 4: Die Weinleser. Herausgeber, Eigentümer und Verleger: Emil Huttrer. - Für den Inhalt verantwortlich: Chefredakteur Hans Kolb, beide Wien I., Petersplatz 7. - Druck: Buchu. Kunstdruckerei Ernst Kronberger, Inzersdorf bei Wien, Triesterstraße 30, Tel. R 10-105 Entgeltliche Einschaltungen sind mit einem * bezeichnet.