Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 8 (Juni 1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 38 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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Gummizug im Rücken ausgezeichnet an, die Hosen besitzen einen tiefen Sattel und „strecken" dadurch die Gestalt. Im allgemeinen muß gesagt werden, daß die engen Hosen im sogenannten „Kanoncnrohrschnitt" wohl sportlicher und flotter wirken, aber die weiten Hosen sich als kleidsamer erweisen. Für die schlanke Gestalt ist das quergestreifte Ruderleibchen entzückend, die vollere Figur kleidet die Poloblusc in zarter Farbe und vor allem in weiß ungemein vorteilhaft. Das Pyjama nimmt oftmals kunstgewerbliche Vorbilder. Da gibt es große farbige Tupfen in Batikarbeit oder Malerei, lustige maritime Motive und vor allem chinesische Dessins, die sich nach wie vor im Modebild zu behaupten wissen. Die neuen Strandpaletots aus chinesisch gemustertem Kreton passen wohl auch zum einfarbigen Leinenkleid, ebenso wie das tief ausgeschnittene Strandkleid aus bunt gemustertem Baumwollstoff, das dem Abendkleid ungemein ähnlich ist. Die Strandkleider sind eine neue und interessante Bereicherung der Garderobe. Sie sehen mit einem kleinen englischen Kragen, hoch zum Halse reichend, sehr hübsch aus. Dafür geben sie den Rücken freigebig manchmal nur zu sehr — bloß und halten nur mit kleinen Trägern. Anknöpfelbare Capes schützen dann den Körper vor Sonnenbrand. Handwebeleinen eignet sich besonders für diese Art Kleider. Auch Frottestoffe sind sehr geeignet. Die Ergänzung der Strandgarderobe bildet der Bademantel, der sich vom einstigen Zweckgegenstand zu einem ungemein kleidsamen Garderobestück entwickelt hat. In Paletotform, mit tiefen Taschen und dem modernen Windstoßrevers präsentiert er sich in ebenso praktischer wie anmutiger Form. US lener )r\ vaiu)olinunöen Entwürfe: Architekt Otto R. Hellwig Kaminnische aus Holztapeten mit eingebauter Sitzbank, die als Reservebett dient, daneben ein frei gruppierter Tisch mit Sit/möbeln Eingebaute Schrankwand, die durch geschickte Ein«» teilung Raum für den Heizkörper ausspart. Ein* gebaute, von innen be# leuchtete Vitrine. Frei in den Raum,diesen teilend, ist eine Couch gestellt. Eine Sitzecke ist Willkür* lieh angeordnet. 38