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Jüdische Rundschau · 1908-07-24 · 7 (24.7.1908) · p. Seite 55

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IV (1908)
Issue
7 (24.7.1908)
Date
1908-07-24
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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No. 7 LITERATURBLATT 55 pionier Dr. Hillel Joffe schreibt ausführlich und mit genauer Sachkenntnis über Palästina und seinen sanitären Zustand. Es folgen noch weitere drei grössere und eine Reihe kleinerer Arbeiten. Auf Bachs Berieht über Auhagens Beiträge zur Kenntnis der Landesnatur und Land- Wirtschaft Syriens und auf das Rosenfeldsche Referat über Hermann Guthes Palästina wird man achten. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. In den Räumen des D. J. G. B. war heute der Ausschuss der Gesellschaft zur Förderung der Wissnnschaft des Judentums zu längeren geschäftliehen Beratungen versammelt. Der Geschäftsbericht konstatierte eine weitere Zunahme der Mitgliederzahh die z. B. über 1100 beträgt, sowie das Erscheinen mehrerer teils von der Gesellschaft herausgegebener, teils von ihr subventionierter Schriften, wie des 1. Bandes des Maimonideswerkes. der 2. Auflage der trefflichen Schrift von J. Eschelbacher. ״Das Judentum und das Wesen des Christentums“, der Vorträge von N. Porges über den französischen Bibelexegeten Joseph Bechor Schor und von J. G u 11mann über Kant und das Judentum. Diese beiden Vorträge gelangen demnächst zur Verteilung an die Mitglieder der Gesellschaft; sonst erhielten diese noch, ausser dem Jahrbuch 1908 den ersten Band der gesammelten Schriften von David Kaufmann s. A. Noch . im nächsten Herbst wird eine weitere wertvolle Schriifh ״Die Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter“ aus der Feder des Züricher Privatdozenten Dr. Caro erscheinen. In eimgehender Beratung verhandelte sodann der Ausschuss über die eigenen wissenschaftlichen Arbeiten der Gesell- Schaft, von deren erfreulichem Fortschreiten die einzelnen Kommissionen Kenntnis geben konnten, und nahm hierauf den Bericht des Berliner Universitätsprofessors Dr. N. M ü 11 e r über seine Katakombenforschungen in Rom, zu deren Ermöglichung die Gesellschaft dem verdienstvollen Gelehrten einen namhaften Betrag bewilligt hatte, entgegen. Lieber diesen Bericht werden wir demnächst ausführlicher referieren. Zum Schluss bewilligte die Versammlung noch eine Reihe von Subventionen für das kommende Geschäftsajhr, um das Erscheinen mehrerer für die Wissen- Schaft des Judentums verdienstlicher Arbeiten zu ermöglichen. D r. N a t!hi a n. Zur Ophirfrage wird der V. Z., geschrieben: Die sehr beachtenswerten Anschauungen des jüngst dahing’eschiedenen Dr. Eduard Glaser sind natürlich allen deinen nicht unbekannt, die der Aufhellung der Ophirfrage wissenschaftliches Interesse entgegen bringen. Trotzdem hat auch jene alte und weit verbreitete Theorie ihre Berechtigung, die das biblische Ophir in Rhodesia, im Hinterfand der Sofalaküstie sucht Es sind die dortigen Ruinen, d!ie man mit ihm in Verbindung bringt Vo|m Standpunkt dieser rhodesischen Ophirtheorie geht der folgende Hinweis aus. der jedoch in erster Linie die ja auch von dem Verfasser gestreifte Frage nach dem Alter und der Herkunft der rhodesischen Ruinen betrifft. Man dürfte sich erinnern, dass vor etwa 2% Jahren der englische Aegyptologe D. Randall - Maciver seine Ansicht über diesen Punkt bekannt gab, die geeignet erschien, die erwähnte rhodesische Opbirtlheorie stark zu erschüttern. Maciver. der drei Monate auf die Untersuchung einzelner jener Ruiinenstätten, u. a. Simbabyes, verwendet hatte, kam zu dem Schluss, dass ihre Entstehung über das 14. nachchristliche Jahrhumdert nicht zurückreiche, dass die aus ihnen sprechende Kultur keine Spur altsemitischen Ursprungs zeige, sondern einheimische Kaffernkultur sei. Auf solch jugendliches Alter deute auch die Tatsache, dass die tiefsten, also ältesten Schichten in Simbabye chinesisches Porzellan und arabisches /Glas aus dem späteren Miftelalltier enthielten. Maciver hat später ein Buch ״Mediaeval Rhodesia“ geschrieben und darin seine Anschauungen

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