Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IV (1908)
- Issue
- 2 (27.3.1908)
- Date
- 1908-03-27
- Page
- Seite 15 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 2 LITERATURBLATT 15 weit; eine weitere Prüfung der Handschriften hat ergeben, dass sie wahrscheinlich aus dem 4.—6. Jahrhundert n. Chr. stammen und dass sie vermutlich aus der Bibliothek von Alexandria gerettet sind. Die erste Handschrift enthält das fünfte Buch Moses und das Buch Josua, und die Psalmen augenscheinlich vollständiger als in den. vatikanischen Handschriften. Es ist wahrscheinlich die älteste der Reihe. Eine andere Handschrift enthält die vier Evangelien; sie ist im 5. oder Anfang des 6. Jahrhunderts geschrieben. Eine sehr schlecht erhaltene Handschrift gibt die Apostelgeschichte und den Brief an die Epheser. Preisausschreiben. Zum1 Wettbewerb um ein: jüdisches Märchenbuch, der von der Jugendschriften - Kommission der Qrossloge für Deutschland VIII U. 0. B. B. ausgeschrieben war, sind 10 Sammlungen eingegangen. Die Kommission hat beschlossen, die Hälfte des Preises im Betrage von 250 Mk. dem Verfasser der Sammlung „Morgenröte4 Herrn Jacob Levy in. Köln zu gewähren. Ausserdem sind der Schriftstellerin Else Ury-Charlottenburg und dem Hauptlehrer Russ in Aurich für einzelne Märchen aus den von ihnen eingesandten Sammlungen kleinere Preise zuerkannt worden. Die Autoren der nicht .preisgekrönten Arbeiten werden ersucht, ihre Adressen der Qrossloge anzugeben, damit ihnen die Arbeiten zuriickgesandt werden' können. Bald nach. Erledigung unseres früheren Preisausschreibens hat uns ein hochherziger Freund unserer Bestrebungen die Summe von Eintausendfünf hundert Mark zur Prämiierung geeigneter Jugendschriften zur Verfügung gestellt und uns so' in die angenehme Lage gebracht, ein neues Preisausschreiben zu veranstalten. Es kommen diesmal drei Preise 'zur Verteilung: f ein' erster von siebenhundert, ein zweiter von fünfhundert und ein dritter von dreihundert Männer und Frauen aus nachbiblischer Zeit sowie die Schilderung kulturell: geschichtlich interessanter Perioden der jüdischen Geschichte. Arnch Bearbeitungen anderer Stoffe sind von der Bewerbung nicht ausgeschlossen. Die verschiedenen Biographien etc. sollen zu einem Band vereinigt werden. Ebenso können einzelne Erzählungen, diie sich dazu eignen, einem grösseren Bande gleichartiger Arbeiten einverleibt zu werden, mit einem Preise bedacht werden. Die Einreichung der Arbeiten hat bis zum 31. Januar 1909 an die Adresse des Herrn D. Wolff, Wilhelmstrasse 113, Berlin SW., zu erfolgen. Die Arbeiten sind mit einem Kennwort-zu versehen; dasselbe h# auf einem verschlossenen Briefumschlag wiederzukehren, der eine Karte mit dem Namen des Verfassers enthält. Die Prüfung der eingegangenen Arbeiten und die Zuerkennung der Preise wird durch eine Kommission erfolgen, welche die Jugendschriftenkommission der Qrossloge für Deutschland und des Verbandes der jüdischen I^ehrervereine im Deutschen Reich gemeinsam ernennen. Die Verteilung der Preise erfolgt bis spätestens Ostern 1909. Die -preisgekrönten Arbeiten bleiben Eigentum der Qrossloge, die für ihre- Verbreitung in geeigneter Weise Sorge tragen wird. Die Verfasser . übernehmen die Verpflichtung, die Arbeiten bis zum 11. August 1909 druckfertig herzustellen. Die Jugendschriften-Kommission der Grosslöge für Deutschland VIII U. O. B. B. Dr. I. E 1 b o g e n . Vorsitzender. Prüfungsordnung. An d;° Vereinigung jüdischer Religionslehrer Berlins ist wiederholt die Aufforderung herangetreten,! einen Prüfungsausschuss für jüdische Religionslehrer und -lehrerinrien zu. bilden. Die Zahl der Lehrpersonen ist nicht unbeträchtlich, denen es versagt war, sich auf normalem Wege durch Mark. Besuch eines Seminars die erförder- Erwünscht sind in erster Reihe | liehe Qualifikation zu erwarben. Für Biographien bedeutender jüdischer I Religionslehrerinnen fehlt es’'gänzlich