Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- III (1907)
- Issue
- 18 (13.12.1907)
- Date
- 1907-12-13
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No.^ 18 LITERATUR BLA T T 151 Reden Friedenwalds sind inhaltsreich und formvollendet, und das gilt auch von der vorliegenden Schrift in reichem Masse. H. L. Die Musik-Mappe. Das zweite Heft des Jahrganges 1907/08 enthält einen sehr instruktiven Artikel von Albert Kellermann: ״Die altjüdische Musik und ihre Verwendung im modernen Gottesdienst“. Uns ist es aber fraglich, ob die beim Vorlesen aus der Thora angewendeten ״Melodien“ etwas anderes sind, als der bei seiner Konservierung durch musikalische Vorschriften übertrieben hervorgehobene althebräische Wortakzent, die Dialektmelodie, nicht die musikalische Melodie. Immerhin beansprucht der Artikel in der Musik-Mappe (Verlag: Berlin, W. Vobach) Beachtung. M. U. Sicus. i Notizen Die Juden 1a Hesse«. Nach einer statistischen Arbeit Dr. Arthur Ruppfins über die Juden im Qrossherzogtum Hessen, wohnten in hessischen Ortschaften unter 2000 Einwohnern 1828 23 367 und 1905 14 072 Juden, also eine Verminderung um 66 Prozent. Während 1828 noch fast zwei Drittel aller Juden Hessens in Orten mit weniger als 2000 Einwohnern lebten, traf dies im Jahre 1905 nicht mehr für em Drittel zu. Berensteinsche Bibliothek. Dezember dieses Jahres wird die an Seltenheiten so reiche Heb r a i c a und J u d a i c a, Bibliothek des bekannten Haager Oberrabbiners B. S. Berenstein (gest. 1893), durch die Buchhandlung Qebr. Levisson Firma D. Proops Jz. in Amsterdam zur Versteigerung kommen. Der Katalog umfasst ungefähr 2300 Nummern, worunter zirka 30 Hand- Schriften, 2000 Responsen, sowie Werke aus allen Zweigen der hebräischen und jüdischen Literatur. Ohne Zweifel wird diese Versteigerung für die vielen Sammler auf diesem Gebiete von grossem Interesse sein. Neue Ausgrabungen Im Orient. Über dieses Thema hielt Universitätspfarrer Dr. Bezold aus Heide!- berg in der Wiener ״Urania“ unter grossem Andrang des Publikums einen nicht nur sehr lehrreichen, sondern speziell vom jüdischen Gesichtspunkte ungemein interessanten Vortrag, der ganz neue Gesichtskreise eröffnete. Nachdem der Vortragende das Land Mesopotamien in kurzen plastischen Zügen geschildert hatte, gab er einen Überblick über die Reihe grosser Entzifferer der Keilinschrift, Grotefend, Rawlinson, Oppert. des Dreigestirns der Assyrologie, und die Unsumme von Genie und Fleiss, die dazu erforderlich war, um dann auf das angekündigte Thema überzugehen, das #r i» fesselnder Weise zu behandeln wusste. Delitzsch habe mit Babel