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Jüdische Rundschau · 1907-01-25 · 3 (25.1.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
III (1907)
Issue
3 (25.1.1907)
Date
1907-01-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt der Jüdischen Rundschau Beilage zu Q jüdische Rundschau‘ jahrg. XII. No. 4 herausgegeben von Dr. Heinrich £0ew2. (? Redaktion: BERLIN N, W. 52, Melanchthonstrasse 4. Np. 3. Berlin, 10. Schebat 5667 —25. Januar 1907 Jahrg .III Die Juden Frankreichs und die grosse französische Revolution. (Fortsetzung.) In weiten Kreisen besonders Frankreichs wurde der Inhalt dieser Schriften durch Mirabeaus Arbeit ״Ueber Mendelssohn und über die politische Reform der Juden“ bekannt. ״Wollt Ihr,“ — so schreibt Mirabeau — ״dass die Juden bessere Menschen, nützliche Bürger werden! Verbannet aus der Gesellschaft jede erniedrigende Scheidung, öffnet ihnen alle Wege des Erwerbes und der Subsistenz; weit entfernt, ihnen Ackerbau, Handwerke, mechanische Kunst zu verbieten, ermutigt sie, sich darauf zu verlegen. Wachet, dass die Juden, ohne die geheiligte Lehre ihrer Väter zu vernachlässigen, die Natur und ihren Urheber, die Prinzipien der Ordnung, die Interessen des Menschengeschlechtes, der grossen Gesellschaft besser kennen lernen, von denen sie einen Teil bilden. Setzet die jüdische Schule auf gleichen Fuss mit der christlichen, in allem, was nicht Religion betrifft. Möge diese Nation, wie jede andere, die freie Uebung ihres Kultus haben, möge sie auf ihre Kosten so viel Synagogen und Rabbiner unterhalten, als es ihr beliebt. Mit einem Worte, möge sie in den Besitz aller Bürgerrechte gesetzt werden, und bald wird sie diese billige Verbesserung zum Range der nützlichsten Staatsbürger erheben. Die Verbesserung wird zugleich den Ueb'eln, die man ihnen angetafn, und den Fehlern abhelfen, deren sie sich gezwungener Weise schuldig gemacht haben.“ Während Mirabeau, dem Beispiele Dohms folgend, die Lösung der Judenfrage als eine rein volkswirtschaftliche Frage betrachtete, fasste sie der Priester Grdgoire vom reinen christlich-freiheitlichen Standpunkte aus auf. Die Königliche Gesellschaft für Wissenschaft und Künste in Metz hatte einen Preis für die beste Beantwortung der Frage ausgesetzt: ״Gibt es Mittel, die Juden glücklicher und nützlicher in Frankreich zu machen?“ Gregoire hatte den Preis Errungen. Und der Schluss der Abhandlung kennzeichnet seine den

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