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Jüdische Rundschau · 1906-11-16 · 24 (16.11.1906) · p. Seite 200

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
II.1906
Issue
24 (16.11.1906)
Date
1906-11-16
Page
Seite 200 (sequence 8)
Language
German
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200 LITERATURBLATT N0. 24 dieser Stellung ausscheidet. Da das Werk auf dem Grundsatz aufgebaut ist, dass jede der drei in Betracht kommenden Konfessionen in gleicher Weise unter den Herausgebern vertreten ist. trat an Stelle des Ausscheidenden Herr Landesrabbinerstellvertreter Dr. S. Funk in Boskowitz als Herausgeber in die Redaktion ein. Mit ihm zusammen wird Herr Rabbiner Dr. Dr. Feuchtwang als Hauptmitarbeiter wirken. Die übrigen Herausgeber verbleiben nach wie vor als Vertreter des Protestantismus bezw. Katholizismus in ihrer Funktion, und die Redaktion wird bemüht sein, den wissenschaftlichen Plan des Werkes in seiner Gänze durchzuführen. Schon in dei nächsten Zeit werden weitere, bereits im Druck befindliche Hefte der zweiten Serie des Werkes, der MONUMENTA TALMUDICA, erscheinen und über nicht unwesentliche Punkte des Programms dieses Werkes die erfoi derlichen Aufschlüsse bringen. Auch erfahren wir, dass die hebräischen und aramäischen Stellen und Quellen in Berücksichtigung vielfach geäusserter Wünsche nunmehr in der Quadratschrift des Urtextes erscheinen werden. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden Altschülers hat sich der Kreis der Mitarbeiter erweitert und aus der Liste der neu Beigetretenen wollen wir blos z. B. die Herren Vol. Dr. Pick in Berlin und Landrabbiner Dr. P1 a c e k in Brünn erwähnen. Körperhabitus der Juden In einer sehr interessanten und fleissigen Arbeit über den Körperhabitus der jüdischen Immigranten in New York (M aterialsforthePhysicalAnthropologyoftheEastern European Jews, Annals N.-Y, A c a d. Soc., Vol. XVI) kommt Maurice Fishberg zu dem beachtenswerten Resultate, dass die Immigranten im allgemeinen höher sind als die in der Heimat Zurückgebliebenen, wie aus folgender Zusammenstellung klar zu ersehen ist. Während die mittlere Körperhöhe bei den Juden in Europa zwischen 161 und 165 schwankt, zeigen die in Amerika geborenen eine Höhe ־von 167,9. Ausserdem wird diese Beobachtung auch bei der Verteilung der Gemessenen nach ihrem Geburtslande bestätigt, indem die Auswanderer immer grösser sind als die Zurückgebliebenen. Es kann hier nicht von einer zufälligen Erscheinung die Rede sein, sondern es scheint sich um eine feststehende Tatsache zu handeln, da die Zahl der Gemessenen verhältnismässig gross ist. Fishberg sucht diese Erscheinung dadurch zu erklären, dass nur die wirklich gesunden und kräftigen Elemente es wagen, ein neues, glücklicheres Aibeitsfeld zu suchen. Es findet also schon bei der Emigration eine gewisse Auslese statt, die, mit den besseren sozialen Verhältnissen in Amerika verbunden, dazu führt, dass die eingeborenen amerikanischen Juden viel höher sind als die!europäischen. Körperhöhe der jüdischen Immigranten in New York im Vergleich mit derjenigen der europäischen Juden. Geburtsland Männer Frauen New Zahl der Gemess York Körperhöhe Europa1) Körperhöhe New York ZahlderlKörper- Gemess höhe Europa1) Körnerhöhe Galizien » . . 305 162,2 162,3 122 152,4 _ Russ.-Polen . . 315 163.4 161,0 56 152.4 150,4 Litauen . . . 275 164,2 162,0 100 153,7 150,7 Kteinrussland . 219 165,7 164 0 74 154,6 151,5 Rumänien . . . 150 166,0 163,3 44 154,5 _ Ungarn . . . 140 165,7 ־ — 39 154,4 — Vereingt. Staaten 124 167,9 — — -• — GLOBUS.

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