Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- II.1906
- Issue
- 17 (10.8.1906)
- Date
- 1906-08-10
- Page
- Seite 144 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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144 LITERATURBLATT No. 17 grüssen, die, bedeutsamen Referate im Wortlaut kennen lernen zu können. Bei Einsendung von 30 Pfennig in Marken liefert die HILFE gleichzeitig die Vorträge von v. Reussner, Wiener. Dr. Breitscheid über: Deutschland und die Vorgänge im russischen Reich. 25 Seiten, modern ausgestattet, ff Meyers Grosses Konversations-Lexikon. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr als 11 000 Abbildungen. Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Illustrationstafeln (darunter etwa 19 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen), sowie 130 Texb beilagen. 20 Bände in Halbleder, gebunden zu je 10 Mk. oder in: Pracht• band zu je 12 Mk. (Verlag des bibliographischen Instituts in Leipzig.) Der soeben erschienene 12. Band (Lyrik bis Mittwurzer) zeigt, soweit Stichproben ein Urteil ermöglichen, alle Vorzüge des grossen Werkes. Wie ״aktuell“ der ״Grosse Meyer“ :sein kann, zeigt ein Blick in das Stichwort ״Marokko“. — Dass die Bände der neuen Auflage weniger umfangreich sind, als die der alten, hat mancherlei Vorteile, namentlich den, dass die einzelnen Bände handlicher sind. Allerdings wird dadurch" der Preis des ganzen Werkes nicht unerheblich verteuert. Die älteste Abschrift der zehn Gebote, der Papyrus Nash. Von Dr. Norbertus Peters. Mit einer Abbildung, gr. 80 (IV u- 52). Freiburg 1905, Herdersche Verlagshandlung. 1,50 Mark. Vorstehende Untersuchung ist der Kopie eines biblischen, religionsgeschichtlich sehr wichtigen Textes aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert gewidmet. Das Papyrusblatt wurde im Jahre 1902 durch den Engländer Nash in Ägypten aufgefunden und befindet sich heute in der Bibliothek der Universität Cambridge. Es wurde bisher nur in einigen Zeitschriftenartikeln besprochen, obgleich es wegen seiner Wichtigkeit sogleich nach Bekanntwerden eine Monographie verdient hätte: ist es doch mindestens 700 Jahre älter als׳ die ältesten in der wissenschaftlichen Welt bekannten hebräischen Handschriften; es überragt an Alter selbst die allerältesten griechischen Bibelfragmente um etwa 200 Jahre. Die Untersuchung dieser biblischen Reliquie hat die Tendenz, einer Apologie des Textes der griechischen Bibel, wie ihn die alte Bibel las Aber nicht dieses Moment gibt der Schrift ein eminentes Interesse für die weitesten Kreise, sondern die hervorragende Bedeutung des Paoyrus für die Kritik des überlieferten Textes. Immerhin ist die massoretische Über lieferung bisher noch von keinem neuen Funde desavouiert worden. Büchersendungen für die Jüdische Nationalbibliothek sind bis auf weiteres an das Zentralbureau der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 66, Mauerstrassse 2 111 zu richten.