Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- II.1906
- Issue
- 1 (5.1.1906)
- Date
- 1906-01-05
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 LITERATURBLA TT No. I sophie von einer Einheitlichkeit die Rede sein kann. Es ist natürlich, dass gerade das Verhälltnis Picos zur jüdischen Mystilk in Lieberts Darstellung' etwas;:n den Hintergrund! tritt Dennoch wird niemand das Liebertsche Buch übersehiem und umgehen dürfen, der sich mit der Geschichte der Juden und des jüdischen Wissens in der Zeit des Humanismus ernsthaft beschäftigen will. Trotz der scheinbar allgemeinverständlichen Form, in derLiebert ein Meister ist. gehört das Werk in die gute wissenschaftliche Literatur und bedarf der uneingeschränkten Anerkennung. Dass Papiler und Druck musterhaft sind, ist bei einem Werke aus Diederiehs Vertag selbstverständlich. ' E-l-m. E i n anonymes Wörterbuch zur Mischna und J a d. Hachazaqa. Von N. M. Nathan. Berlin: Nathansen & Lamm 1905. (45 S.) 8. D e kleine Arbeit ist eine fleissiige Doktordissertation, düs. uns'^eiinein Teil des besprochenen Wörterbuchs als Probe gibt. Es ist wohl nicht zu erwarten, und auch kaum zu wünschen, dass der Herausgeber diese .Arbeit fortsetzt. Aus der wiedergegebenen Probe kann man sich ein gtenügendes Biid des in der Hs. Vorzufimdenden machen, und eines wedenen bedarf es nicht. Die Ausgabe ist sorgfältig, der Druck gut und klar und die Verarbeitung in der Einleitung und in den Anmerkungen eine sachgemässe und entsprechende. hll. Der B a b c 1 - B i b e 1 - S*t r erit. Vortrag geh. vor dem Lehrerbunde Augsburger Konfession zu Strassburg am 27. Oktober 1904. Von H. Böhme, Pfarrer in Gumbrechtshofem. Berlin C. 19: Fr. Zillessen 1905. (48 S.) 8. Böhme bemüht sich in scheinbar parteiloser Stellung'.die Gründe zusammenzustellen, die für und wider Delitzsch ins Feld geführt werden. So ganz parteilos ist er fre lieh ebenso wenig, wie die anderen, die in dem Streite alle nur „.wissenschaftlich“ und parteilos das Wort ergriffen haben. Er will1 eben die Unstichhaltigkeit der Angriffe Delitzschs auf die Zuverlässigkeit des A. T. nachweisen. Wenn Israel nichts weiter istals ein Kulturableger Babels, so könnte die Wahrheit des Evangeliums in gewissen Kreisen Schaden nehmen. Aber wohltuend berührt ,es, dass dier Autor eben nicht beansprucht. Wissenschaft zu geben, sondern nur das populär darzustellen, was er aus andern entnommen hat, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Dne Schrift ist gut und fasst populär alles das zusammen, was euerseits Delitzsch angeführt hat., andererseits, was von gegnerischer Seite gegen ihn vomebracht wurde. Die jüdische Literatur, die in den Streit auch mit eingegriffen hat. ist nicht herangezogen worden. Der Stil) ist frisch, die Darstellung eine klare. E1 j a q i m. pnif th vrnn nitro ■mo ntrtr b'j □•man D'trnn Tn po iöb rronri Ntr-ixn .jKonnDK (D. .1. Esterman, Szagarrn, Gouv. Kowno, Russland). Die Schrift gehört der grossen Literatur an, die augenblicklich auch im der Heimat des Autors im Abnehmen begriffen;st, und die daraus besteht, die Kommentare zu kommentieren. Sie zeugt von tiefem Eindringen in die Materie, steht aber methodischer Behandlung völlig fern. Der Autor versendet das Buch nach alter Weise an solche Adressen, wo er Abnehmer zu finden glaubt und überlässt es den Empfängern, den Preis selbst zu bestimmen. Jie höher er bemessen wird, um so lieber ist es dem Verfasser. M a’ a r a b i. JEWISH QUARTERLY REVIEW. Octobre. E. J. Wo r man: Notes on the Jews in Fustät from Genizah Cambridge documents. — H. S 0. Henriques: The civil rights of English Jews. — M. N. Adler: 4he itinerary of Benjamin of Tudela. (cont.) —L. Ginzberg: Geonic