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Jüdische Rundschau · 1905-06-07 · 7 (7.6.1905) · p. Seite 56

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
I (1905)
Issue
7 (7.6.1905)
Date
1905-06-07
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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56 LITERATURBLATT No. 7 Friedrich Schiller in seinen Beziehungen zu den Juden und zum Judentum. Von Oskar Frankl. Mähr.-Ostrau: R. Papauschek; Leipzig: R. Hoffmann, 1905. (66 S.) 8. Mit grossem Geschick hat der Autor das vorliegende Thema behandelt, das durch die Schiller-Jahrhundertfeier aktuell wurde. Aber wir hätten gern einigeis erfahren, woher die Judenfeindschaft Schillers stammte, der doch Juden persönlich überhaupt nicht kannte. Oder sollte dieses Nichtkennen als Grund wesentlich in betracht kommen. Das Verfehlte und Unhistorische an der Sendung Mosis hat Frankl nicht genügend scharf herausgearbeitet. Sonst ist die Arbeit in hohem Masse ein Zeugnis von grossem Fleiss und nicht geringer iBelesenheit. S. 47. Veröffentlichungen des Bureaus für Statistik der Juden. Heft 1: Der Anteil der Juden am Unter richtswesen in Preussen. (Von D r. Jakob Thon uind Dr. Arthur Ruppin.) Berllin-Halensee: Verlag des Bureaus für Statistik der Juden 1905. (50 S.) gr. 8. 48. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, Westfälische Strasse 46. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin. Jg. 1, Heft No. 6, Juni 1905. Inhalt: I. Abhandlungen. B. Holdber g-Wilna: Ueber die sprachlichen Verhältnisse der Juden Russlands. Dr. Arthur R u p p i n-Berlin: Das Wachstum: der jüdischen Bevölkerung in Preussen. II. Statisches Archiv. Sterbefälle in Berlin im Jahre 1903. — Juden mit nichtdeutscher Muttersprache in Berlin, und vieles andere. III. Literatur. Fellix Pinkus: Studiein zur Wiirtschaftsstellung der Juden. 49. Deborah. Biblisches Drama in 4 Akten von V. J. H. Wien: Selbstverlag 1905: Buchdruckenei „Industrie“. (63 S.) 12°. 50. „Safrus“. Ksiazka zbiorowa poswiecona pod recakcja Jana Kirszrosta (Warszawa). Ozdobiil Wilhelm Wachtel (Lwow). Warszawa: „Safruis“ 1905. (335, II S.) 4°. 51. Notizen Der Vulkan und der Feuergott In der am 22. Juni abgehaltenen Sitzung der philosophisch - historischen Klasse der königlich preussischen Akademie der Wissenschaften, Vorsitzender Sekretär Diels, las Eduard Meyer über die Mosesagen und die Leviten. Der Sinai sei ein Vulkan in Midian, Jahwe ein Feuergott; der feurige Dornbusch dagegen liege bei Qad&sch, Mose gehöre nach Qadesch und sei der Ahnherr der Priesterschaft des hier ansässigen Stammes Levi. Diese Priester üben, anders als die israelitischen Priester, die Gerichtsbarkeit und sind im Besitz alter Rechtssatzungen, die die Grundlage der späteren Gesetzbücher bilden. Zum Schluss werden die ägyptischen Bestandteile in den israelitischen Traditionen besprochen.- Sogar ein Historiker wie Edüard Meyer vermag also seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Wer Eduard Meyer will verstehen, muss in Wellhausens Schule gehen. Briefkasten E. K. Gleiwitz. Unsere Hoffnung erscheint in Wien III 2, Untere Viaduktgasse 25, und kostet halbjährlich in Oesterreich-Ungarn 2,30 Kronen, im österr. Auslande 3 Franken.

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