Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 213)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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darf eine Höhe von 20 Ellen nicht überschreiten und kann unter Umständen auch aus drei Wänden bestehen. „Als Hiob Gott gegenüber murrte, da zeigte ihm Gott eine Sukka mit drei Wänden." Diese sonderbare Midraschstelle voll rührender Gefühlstiefe erklärt uns am besten Sinn und Aufgabe unserer Suikka. Eine Lehre, aus der wir auch heute Kraft und Mut schöpfen können, den an Not und Entbehrungen so schweren Wüstenweg unserer Tage zu Ende zu wandern. # anuka Es ist immer das Wunder, das der jüdischen Geschichte Norm und Inhalt gibt, Ziel und Richtung zeigt. Es ist aber nicht das Wunder als romantisch-mystische Gefühlsduselei, sondern das Wunder als Träger und Sinnbild einer von jeder physischen Macht losgelösten Idee. Das Wahrzeichen der jüdischen Geschichte ist nicht der Held, sondern die Idee, die er verficht. Wenn bei allen anderen Völkern der Erde der Heros bloß als Krieger und Sieger die Volksphantasie entzündet und das Volksempfinden lenkt, so ist im jüdischen Volk immer nur der moralische Gedanke, der das Volksbewußtsein dirigiert. Darum kennt das Judentum keine Heldenverehrung und keine Anbetung der griechischen Körperkultur. Denn im Gegensatz zu den Helden der Völker, deren Heldentum darin besteht, daß der Körper den Geist beherrscht, wird im Judentum der Körper dem Geist unterordnet. Wir bewahren daher keine Kriegstrophäen und bauen keine Kriegsdenkmäler, denn wir verherrlichen keine Kriegshelden, sondern nur Helden des Geistes. Daher kennt die jüdische Geschichte auch nicht den Triumph des Sieges. In diesem Grundzug des jüdischen Nationalcharakters manifestiert sich auch unser Chanukafest. Wir feiern es nicht als Fest des Chasmonäersieges, sondern als Pest der Befreiung der jüdischen Kultur aus der hellenischen Assimilation. Und als Sinnbild des höhen ethischen Wertes unserer Ge^ schichte, die nicht dem Krieger, sondern der Idee huldigt, läßt uns unsere Tradition Chanuka feiern nicht um das Schwert der Makkabäer zu ehren, sondern um das Wunder zu preisen, das vom Licht des Geistes ausgeht. Die Heldentaten der Makkabäer werden in den Dankgebeten dieser Tage nur 175