Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 208)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Nitra 1× ep/1048039
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ter des SK Makkabea, die besonders in Feher und Hecht zwei gute Kämpfer hatten, zu Ehren. Da wir beim] Fechten halten, sei noch bemerkt, daß es in Bratislava auch den Fechtklub Jungmann gab, der sich größtenteils aus jüdischen Mitgliedern zusammensetzte. Ihm gehörte auch der aus Nitra stammende junge jüdische Fechter Pista Magyar an, der bei den Weltmeisterschaften 1938 in Bad Piestany im Säbelfechten den vierten Platz eroberte. Noch einen Sportzweig gab es, in welchem sich die hiesigen jüdischen Sportler erfolgreich behaupteten: Tischtennis. Hier brachten es Salzer, Wertheimer, Hecht, Weiß usw. zu bedeutenden Leistungen. Bevor wir schließen, seien noch die jüdischen Fußballschiedsrichter, die eine Menge wichtigster Treffen leiteten, erwähnt. Die Brüder Brüll, Brüder Feuer, David Grünberg, Josef Leuchter, Wittmann, Brüder Löwinger, Weinberger, Rausnitz, der ewige „Outrichter" Fischer usw. waren die bekanntesten Vertreter dieses schweren und vielumstrittenen Sportfaches. ZUM AUSKLANG Als im Herbst 1938 auch bei uns die jüdischen Auswanderungsbestrebungen immer stärker fühlbar wurden, bedeutete dies in gewisser Hinsicht zugleich auch das Ende des' hierländischen jüdischen Sportes. In erster Reihe war es begreiflicherweise die gesunde, sportgestählte Jugend, die fortstrebte. Zu den ersten Auswanderern zählten die Schwimmer, Turner und Ringer, von denen die Besten schon bis Anfang 1939 das Land verlassen hatten. Dr. Paul Steiner, der 56fache Internationale, der 150 Siege landete und nicht weniger als 38 Rekorde schwamm, fuhr im Februar 1939 ms Ausland. Heute kann bei uns von einem jüdischen Sporte nicht gesprochen werden. Die jetzige Sportgeneration ist fort, und die Aussichten einer neuen lassen sich nicht voraussagen, Einen jüdischen Vereinssport gibt es nicht, dagegen kann individuell Sport betrieben werden, was allerdings auch getan wird. Den hierländischen jüdischen Sport finden wir also heute in einer seinem Ausgangspunkte ähnlichen Situation wieder. Und doch gibt es einen gewaltigen Unterschied: Der jüdische Sport in der Slowakei hat bereits seine Geschichte, seine prächtige, ruhmreiche Tradition. $ 170