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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 126 (sequence 156)
Language
German
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IRI
…/7957787-8905983--159-7957944
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Ebenso War die heutige Synagoge in Wittlich eine im 17. 3ht erbaute Franziskaner Kapelle mit in Renessaince gehalterten Fenstern und Spitzgiebeldach. In Lohr, an der rechten Seitenwand des hölzernen, heiligen Schreines in klassicistischem Stil, ist zwischen Trauben- und Ranken-Dekor nebst dem Magen-David auch das Hakenkreuz zu sehen. Im Kasseler Museum (Hessen) befindet sich ein Tora-Vorhang aus dem Jahre 1798, an dem neben ostasiatischen Tieren und Pflanzendekor auch das Hakenkreuz eingewoben ist. In den Synagogen in Offenbach, Lemberg befindet sich eine Sabbathlampe mit schönem Dekor des Sündenfalls Adam und Eva mit Schlange. Mit demselben Dekor ist eine Messingschale in der Lubliner Maharamsynagoge versehen. In der Lubliner Maharschalschul wird ein silberner Wasserschöpfer für die Waschung der Toten vom Jahre 1706 aufbewahrt. Darauf sind 4 Totenköpfe und ein Leichenbildniss, am Griff ein Totenschädel ausgestanzt. In der Amsterdamer portugiesischen Synagoge ist ein Waschbecken mit Eva und Apfel zu sehen. Merkwürdig ist auch der Lewitenkrug in Miloslaw, worauf eine Frau zusammen mit einem Teufel abgebildet ist. Trauung-Chuppasteine oder -Sterne waren meist nur in den süddeutschen Synagogen, ungefähr in Menschenhöhe in der Aussenwand angebracht. Um einen Davidstern, in dessen Mitte meist die zwei Anfangsbuchstaben der Worte Masel tow eingehauen sind, lesen wir hier die volle oder abgekürzte Inschrift in hebr. Sprache: „Stimme der Wonne und Stimme der Freude, Stimme des Bräutigams und Stimme der Braut." An diesem Stein wurde das Glas, aus welchem das Brautpaar getrunken hatte, zerschellt. Solche Steine befinden sich in Fürth. (Kirchner stellte diese Zeremonie in Fürth bildlich dar.) in Altenkundstadt v J. 1756, in Aufhausen, in Freudenthal v J. 1722, in Gelnhausen, in Niederstetten v 3. 1751, in Schwabach v 3. 1730, in Sulzbach und in Worms. (Abb. 33-34.) Am Gibraltar und in Buchau (Würtenberg) hat die Synagoge aus dem 17. Jht. einen Turm mit Glocke, die die hebräische Inschrift trägt: „Ich freue mich wenn man mir kündet, wir wollen ins Gotteshaus gehen." Psalm 122. *p} « n»2 # DnDlN3 ^nnötP Ertönt noch das Glöcklein der Buchauer Synagoge vom Türmchen und spricht es mit Schillers Worten zu uns? „Holder Friede Süsse Eintracht Weilet, Weilet Freundlich über diese Stadt". 126

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