Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 140)
- Language
- German
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feiung und reichen Intarsien, wurde im J. 1486 von Samuel Meli/ gestiftet. Von der Synagoge in Modena sind nur noch Lesepuli und Lade vom Jahre 1505 mit spätgotischen Schnitzereien, bemaltem Masswerk in Musee de Cluny erhalten. Hier ist auch der aus Reggio stammende Toraschrein eine hervorragende Schnitzerarbeit im Renaissancestil aufbewahrt. Die Prager Pinkasschul aus dem Jahre 1535 und im J. 1600 von Juda Goldschmied de Herz umgebaut ist mit seinem Netzgewölbe spätgotisch durchmengt mit Renaissanceelementen. In Polen ist die monumentale Lemberger Synagoge des Isak Nachmanovitz vom Italiener Paolo Romano im Jahre 1582 erbaut, welche gotische Einwölbung, aber einzelne Renaissanceelemente aufweist. * BAROCK UND ROKOKO Die übrigen Synagogen in Polen sind im Barockstil gehalten. So die Synagoge in Lubtin, Luck, Przeworsk, Nowagrodek aus dem 16. Jht. In der Lemberger Vorstadtsynagoge aus dem Jahre 1632 finden wir vier Mittelpfeiler, die sich nach oben zu einer architektonisch prachtvoll ausgebildeten Mittelstütze vereinigen und zugleich als Tabernakel (Baldachin) den Almemor einschliessen und bewölben. Von dieser Mittelstütze gehen Gurtbogen aus, welche auch das mächtige Gewölbe der Synagoge tragen. Die Synagoge in Livorno, Tempio Maggiore genannt, zeigt schönen Barockstil vom Jahre 1602,, durch Ignatio Fatti erbaut. Sie hat noch Renaissance Elemente, an der Ostseite befindet sich ein zierlicher Erker in gleichem Stile. Die durch einen Tympanon abgeschlossene Fassade hat in der Mitte eine arabeskartige Rosette, die vier und-achteckige Fenster haben gebogene Barockfriese. Das Innere der Synagoge ist architektonisch harmonisch, arhaben hoch und besitzt durch alle Geschosse durchgehende Pilaster. Sie ist mit herrlichem Barockstukko am Plafond und mit schönen hebräischen Inschriften hier und auf den zwei Galerien geschmückt. (Abb. 10.) Im übrigen Italien, so z. B. in Padua und Venedig heissen die Synagogen auch Scuola — Lehrhaus. Es wurde nämlich nicht erlaubt, grosse Tempel zu bauen. Wenn die Synagogen von aussen auch nicht sehenswürdig sind, sind sie doch von Innen herrlich ausgestattet, wie wir das schon in Venedig gesehen haben. Prachtvolle Aronot Thebot (Tische), wunderbare Stukk- und Hoiz- 120