Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1863
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9643703-7658244--434-7658298- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
52 Eliason, die bereits vier Jahre unserer Anstalt angehört und sich stets bemüht hatte, die Zufriedenheit ihrer Lehrer zu erwerben. Am 22. und 29. raubte uns der Tod die beiden Brüder Joseph und August Cahn, sittsame und eifrige Schüler der 8. und 5. Klasse, im Alter von 6 und 9 Jahren. Wir konnten mit den trauernden Eltern die Schwere des Verlustes empfinden, den sie durch den Tod dieser ihrer einzigen Kinder erlitten. Endlich verlor unsere Anstalt noch am 26. Dezember in Folge des Scharlachfiebers den Schüler der 6. Klasse Carl Fucke im Alter von 9'% Jahren. Auch ihm war im vorigen Jahre ein Bruder vorangegangen, der unserer Schule angehörte, und Beiden folgte die liebevolle Theilnahme ihrer Lehrer und Mitschüler in's Grab. Die Verbreitung des Scharlachfiebers in unserer Stadt und unter den Schülern unserer Anstalt war Ende Juli und Anfangs August so groß, und die Besorgniß vor den Gefahren der Ansteckung so allgemein, daß wir genöthigt waren, den Wiederbeginn der Schule nach den großen Ferien um acht Tage zu verschieben. Dessenungeachtet fehlten bei Wiedereröffnung derselben, besonders in den unteren und mittleren Klassen, mehr als 300 Schüler und Schülerinnen, die sich erst nach Wochen allmülig wieder zusammenfanden. Doch haben auch noch im Verlaufe des Winters zahlreiche Erkrankungen von Schülern dieselben längere Zeit vom Unterricht fern gehalten. Es ist daher den Lehrern dieser Klassen, besonders oer 6., 5. und 4. Klasse, sehr schwer geworden, das Unterrichtspensum derselben in gleicher Weise wie sonst zum sichern Eigenthum aller Zöglinge zu machen, da vielen die Unterrichtszeit in solcher Weise verkürzt und dadurch der Unterricht im Allgemeinen fühlbar gestört worden ist. — In noch höherem Maße hat sich dieser Uebelftand für die Leistungen des Handarbeits-Unterrichts fühlbar gemacht. — Von der ägyptischen Augenkrankheit, die in einigen Schulen eine so weite Verbreitung fand, ist die unsrige glücklicher Weise verschont geblieben. In dem Lehrerpersonal ist außer der bereits angedeuteten feine Veränderung eingetreten. Dagegen haben wir den Tod