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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1863-01-01 · 1863 · p. Seite 4

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
Seite 4 (sequence 8)
Language
German
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IRI
…/9643703-7658244--386-7658250
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daß wir bis jetzt vermocht hätten, dieses Resultat überall zu erzielen. Ich hoffe, daß es uns bis zum nächsten Jahr gelungen sein wird, will mir jedoch nicht versagen, schon jetzt in einigen allgemeinen Zügen eine Zusammenstellung des Lehrstoffs zu versuchen, dessen Aneignung die Schule für ihre Zöglinge anzustreben hat und dabei zugleich die Ziele und Zwecke anzudeuten, deren Erreichung sich dieselbe für ihre Gesammtleistung und für jeden einzelnen Lehrgegenstand zur Aufgabe stellen muß. Doch will ich im Voraus bemerken, daß ich den Inhalt dieser Blätter nicht schon als das Resultat unsrer Besprechungen, sondern zunächst nur als meine persönliche Meinung bezeichnen darf, deren Würdigung und Beurtheilnng ich dem betheiligten sowie dem pädagogischen Publikum anheimgeben will. Was also soll in einer Schule wie die unsrige gelehrt oder gelernt werden? in einer Anstalt, die neben ihrer Wirksamkeit für allgemeine Bildung, wie sie für die mittleren Lebenskreise erforderlich scheint, sich doch wohl auch insbesondere als Vorbereitungsanstalt siir den höhern Kaufmanns- und Gewerbestand betrachten muß, und ihr Lehrpensum in etwa 9 Lehrstufen und in den: 9 — 10jährigen Zeitraum vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 15. oder 16. Lebensjahr zu absolviren hat? Das Material ist ungeheuer. Denn wie gerecht wir auch die Forderung der pädagogischen und medizinischen Diätetik finden, nach möglichster Vereinfachung und Koncentrirung des Lehrstoffs zu streben, wenn wir die Fassungs- und Assimilationskraft des jugendlichen Geistes nicht überspannen und die natürliche Entwickelung des jugendlichen Körpers nicht verkümmern wollen, so drängt sich doch andrerseits die in ihren wissenschaftlichen und materiellen Produktionen so riesenhaft und unaufhaltsam fortschreitende Zeit eben so unabweislich mit der Forderung an uns heran, die Jugend zum Träger und Erben dieser ihrer Leistungen zu machen und sie wenigstens zum Verstündniß dessen heranzubilden, was die Gegenwart von dem Heranwachsenden Geschlecht zur Fortführung und Vollendung ihres Werkes fordern und erwarten muß. Versuchen wir's also, dieses Lehrmaterial zusammenzu-

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