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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1861-01-01 · 1861 · p. Seite 20

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 20 (sequence 24)
Language
German
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IRI
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20 tenen Bahn weder nach rechts noch nach links abwenden ließ. Ihr habt vor Allem immer aufs Neue eure Seele gekräftigt durch das Bild jener harmlosen und unbefangenen Hingabe des ganzen Menschen für feinen Beruf und für den Gegenstand seines Wirkens, mit der er jederzeit ganz in der Sache aufging ohne seiner Person zu gedenken, und dabei doch mit sicherem Selbstbewußtsein dem Hochmuth und der Anmaßung entgegenzutreten wußte, wenn sie sich seinen Bestrebungen in den Weg stellten. Wenn ihr so die nächsten und reichsten Erben seines großen Vermächtnisses geworden seid, so werdet ihr auch die kräftigsten und zuverlässigsten Vollstrecker des Willens sein, mit dem er gelebt hat und in dem er dahingegangen ist. Denn ihr werdet wie bisher in der vornehmsten Stätte seines Wirkens den Geist erhalten und pflegen, den er in derselben gepflanzt hat und gleich ihm in freudiger Hingabe und rastloser Unermüdlichkeit den Segen zu erhalten und zu erhöhen streben, der von ihm ausgegangen ist und in dem sein Geist noch ununterbrochen fortwirkt. Wer aber, theilnehmend Versammelte, hat von dem theuren Hingeschiedenen ein größeres, ein heiligeres Vermächtniß empfangen, als ich selbst, der ich zu euch rede und an seinem Grabe stehe, im Vollgefühl der schweren Verantwortlichkeit, die ich mir mit dem Antritt dieses Vermächtnisses auferlegt. Denn mir hat er noch bei seinem Leben, als ihm die wenigen Jahre einer wohlverdienten aber nimmer ersehnten Ruhe vergönnt waren, den Platz eingeräumt, den er geschaffen und auf dem er so reichen Segen gewirkt hat. Und nun er dahingegangen, soll ichs versuchen ihn zu ersetzen oder doch ihm nachzustreben in der Lösung der erhabenen Aufgabe, der er sein Leben geweiht hat. Ich kann und werde es ihm nicht vergessen, wie er mich in meinem Streben und in meinen Hoffnungen ermuthigte durch die ruhige aber rührende Unbefangenheit, mit der er das Werk seines ganzen reichen Lebens in meine Hand legte, als ob er meinte, es könnte mir gelingen es glücklich fortzuführen, und als ob ihm diese Hoffnung genug sei, gleichviel wessen Namen es von nun an tragen würde. Es ist mir in diesen Jahren seiner Ruhe und meines Wirkens vergönnt gewesen ihm nahe und immer näher zu treten, das heißt ihn höher und immer höher würdigen zu

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