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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1861-01-01 · 1861 · p. Seite 12

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1861
Date
1861-01-01
Page
Seite 12 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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12 und auf das positive Wissen keine Rücksicht nahmen. . . Dieses Extrem wünschten wir zu vermeiden, nicht als ob wir die Geistes-Entwicklung gering achteten und den Unterricht zu bloß mechanischen Uebungen oder zum Gedächtnißwerke machen wollten, sondern indem wir überall mit der formellen Bildung die praktische, den Gebrauch im Leben als den eigentlichen Zweck des Unterrichts zu verbinden suchten." Als eines der wirksamsten Mittel zur sittlichen Bildung, das der Schule — unabhängig von dem Hause — zu Gebote steht, betrachtete er die Gewöhnung an regelmäßige Arbeit, wobei er die häuslichen Aufgaben, durch welche der Schüler zur pflichtmäßigen Selbstthätigkeit angehalten wird, für besonders wichtig erachtete. In seinen Schul-Programmen war es ihm nicht darum zu thun, theoretische Fragen zu erörtern, sondern richtige Ansichten über Erziehung und Unterricht zu verbreiten. In klarer und einfacher Weise wußte er aus seiner reichen Erfahrung und mit feiner psychologischer Beobachtung seine Leser zu belehren, falsche Ansichten zu bekämpfen und herrschende Fehler zu rügen. Durch diese Programme, sowie durch die Reden, die er jährlich am Schlüsse der öffentlichen Prüfung hielt, hat er nicht bloß die rechte Beziehung und Verbindung zwischen Schule und Haus hergestellt, sondern auch auf den sittlichen Geist der Familien, von dem die Erziehung abhängt, vielfach eingewirkt. Stets war es auch die freisinnige und allgemein menschliche Richtung, die in seinen Programmen ihren Ausdruck fand, und in Zeiten des Rückschrittes, wo alle Errungenschaften der Neuzeit in Frage gestellt wurden, da war es Vielen eine wahrhafte Freude, wenn der alte Heß seine Stimme hören ließ und sich in gewohnter freimüthiger Weise aussprach. Wie ihm das seltene Glück zu Theil wurde, eine so lange Reihe von Jahren hindurch ununterbrochen in demselben Kreise wirken zu können und die Anstalt, die gewissermaßen mit ihm geworden war, von kleinen Anfängen zu immer größerer Ausdehnung und Bedeutung heranwachsen zu sehen, so hat er auch in seinen letzten Lebenslagen, als er sein Amt bereits niedergelegt hatte, sich die frühere Regsamkeit und Geistesfrische bewahrt, indem er mit Lebhaftigkeit allen wichtigen Erscheinungen im Ge-

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