Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1861
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 12)
- Language
- German
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8 geleitete oder vielmehr erst geschaffene Schule hat (neben den 1 Privatanstalten, die etwa gleichzeitig mit ihr wirkten) der hiesigen israelitischen Gemeinde die würdige und geachtete Stellung begründet, die sie gegenwärtig in unsrer Vaterstadt einnimmt. Diese Anstalt ist noch heutigen Tages die größte in ihrer Art, die in einer jüdischen Gemeinde besteht, und hat vielfach zur Hebung des Schulwesens bei den Juden beigetragen. Nicht minder rüstig und eifrig war Heß, wo es die Zurückweisung ungerechter Beschuldigungen und die Bekämpfung engherziger Vorur- O theile galt, die so oft gegen die Rechte der Juden geltend gemacht wurden und immer wieder in neuer Gestalt auftauchten; in mehreren Flugschriften und Artikeln in Tagesblättern, namentlich auch, als den hiesigen Juden die unter dem Fürsten Primas erworbenen Bürgerrechte entzogen wurden, hat er sich lebhaft bei diesem Kampfe betheiligt. Heß hat in der genannten Geschichte seiner Schule mit dankbarem Sinne der Männer gedacht, welche dieselbe gegründet oder in späterer Zeit das Gedeihen derselben befördert haben. Er nennt auch mehrere seiner christlichen Mitbürger, die ihn mit edler Theilnahme in seinem Wirken ermuthigten; ebenso rühmt er (in dem erwähnten Programme) die Unterstützung, die er & durch den guten Sinn, der in seiner Gemeinde, ihrem Vorstande und dem Schülrathe herrschte, wie bei der hohen Staatsbehörde gefunden. In letzterer Beziehung gedenkt er namentlich auch des sel. Schöffen Fr. Ihm, welcher der Schule seine besondere Aufmerksamkeit zuwendete. Wir verweisen auf das Bild, das er von diesem edlen Manne gegeben hat („Die Bürger- und Realschule rc. S. 29 ff.). Um aber die Theilnahme für die Anstalt zu erwekken und so viele Kräfte für ein gemeinsames Werk zu vereinigen, bedurfte es eines Leiters wie Dr. Heß, der unermüdlich thät»; war und sich durch keine Schwierigkeit zurückschrecken ließ. Es gab Zeiten, wo der Fortbestand der Schule gefährdet war; Heß wußte dieselbe durch alle Schwankungen, welche der Wechsel der Ereignisse mit sich brachte, glücklich hindurch zu führen. Seine Hingebung für die Sache mag man u. A. auch daraus erkennen, daß er feine Stelle als Lehrer und Leiter der Anstalt mit dem