Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Volume
- 1855
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 21)
- Language
- German
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17 während ihrer Lehrlingszeit in die Klasse der Alltagsmenschen, die nur für ihr Gewerbe und Lebensgenüsse Sinn haben, hinabsinken. Aeltern, denen es darum zu thun ist, aus ihren Söhnen etwas mehr als Handelsleute von gewöhnlichem Schlage zu machen, sollten daher den Vortheil, ein Jahr früher in solche Handlungen zu treten, die nur geringe Forderungen an die aufzunehmenden Lehrlinge machen, nicht zu hoch anschlagen, ein Vortheil der gegen den Gewinn, der aus der vollständigen Schulbildung erwächst, gar nicht in Betrachtung kommen kann. Mögen sie dem Besten ihrer Sohne auch dieses Opfer bringen und sich des schönen Bewußtseins freuen, ihre Aelternpsiicht in jeder Beziehung erfüllt zu haben. Seit einigen Jahren besteht in der Schule eine Einrichtung, die sich als sehr zweckmäßig erweist. Da es bekanntlich bei der Klassenversetzung sehr oft vorkommt, daß Schüler in einem der Hauptgegenstände zurückgeblieben Und nicht im Stande sind, in der folgenden Klasse dem Unterricht in diesem Gegenstände zu folgen, so läßt die Schule solchen Schülern so lange besonderen Unterricht in einigen Nachhülfestunden ertheilen, bis sie so wett sind, mit der Klaffe gleichen Schritt zu halten, was bei einigen sehr bald, bei den anderen ebenfalls, wenn auch später, erreicht wird. — An Naturalien wurden der Schule geschenkt: ein Schädel des Sus babirussa, ein Sciurus palmarus, eine Anzahl Schmetterlinge von Herrn Bechhold; ein Nugtsla inartss, von dem Schüler Emil Schütz; ein kgittaeus erithacus, von dem Schüler Carl Gräf; ein Rhamphastos toe<h von dem Schüler Bernhard Schwarzschild; eine 1urckn8 nierula, von dem Schüler Karl Rosenstein. Für die Bibliothek von Herrn Rütten: Geschichte der Botanik von E. Winckl er, Frankfurt, Literarische Anstalt 1854. Revision des deutschen Schulwesens von Dr. W. E. Weber, Professor 1847. Das Zeichnen als ästhetisches Bildungsmtttel, von A. Sch rö dt er. 2