Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Bei den Stimmzeichen, welche der Mensch mit den Gegenständen seiner Wahrnehmungen oder seiner Gefühle verbindet, wird er zuerst der natürlichen Leitung der doppelten Analogie, der zwischen den Zeichen und den Gegenständen oder Eindrücken und der zwischen den Zeichen unter sich folgen. Zuvörderst gibt es Stimmbiegungen, die als natürliche Zeichen der Lust, des Schmerzes, der Ueberraschung, der Furcht, der Bewunderung gegeben sind. Diese Articulationen, gleichsam der Schrei der Seele, werden bald auf die Gegenstände selbst angewandt, die geeignet sind, jene Gefühle zu erzeugen, werden die ersten und allemeinen Wurzeln der zusammengesetzten Bewegungen und bestimmen die erste Classification der Gegenstände, die in gleichen Beziehungen analoger Gefühle zu einanoer stehen. Die tönenden oder Geräusch verursachenden Gegenstände dictiren selbst ihre Bezeichnungen, eine Quelle der Analogie, die wir in allen Sprachen finden, um so häufiger, je besser dieselben ihren ursprünglichen Typus bewahrt haben. Bei den ersten Bezeichungen mußte man die Aufmerksamkeit auf das Zeichen und dessen Artikulation richten, und zugleich den Gegenstand oder die Vorstellung fixiren und im Auge behalten. Diese Thätkgkeit einer doppelten Aufmerksamkeit, diese Bewegung zweier Organe konnte die Verbindung nur begünstigen, den Eindruck des Bildes und des Zeichens nur verstärken und die Genauigkeit der Vorstellung, so wie die Leichtigkeit der Erinnerung vorbereiten. Wenn aber die Sprache zur Gewohnheit geworden ist, dann läßt die Schnelligkeit, mit welcher die Wörter sich darbieten und ausgesprochen werden, die bewegende Kraft unthätig, die Aufmerksamkeit wird nicht angeregt oder gleitet mit gleicher Leichtigkeit über das Zeichen und dessen Bedeutung hinweg; jenes wird demnach in der Folge eben so der Erinnerung, als diese der Vorstellung entschlüpfen, oder beide werden unabhängig von einander bleiben, die Einbildungskraft wird nicht durch die Zeichen geregelt werden, oder diese werden leer und gegenftandlos bleiben. Wenn z. B. der von