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Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1854-01-01 · 1854 · p. [Seite]

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Journal
Einladungsschrift zu der auf den ... festgesetzten öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/9643701-7657727--04-7657730
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einer frühem Einladungsschrift (vom I. 1852) haben wir dem Publikum einige Bemerkungen über die Wirkung der Gewohnheit auf die sittliche Bildung vorgelegt. Es scheint uns daher nicht unzweckmäßig, wenn wir denselben einige Bemerkungen über den Einfluß der Gewohnheit auf die Sprache folgen lasten. Unter den verschiedenen Zeichen, die der Mensch zur Festhaltung und Zurückrufung der empfangenen Eindrücke und gemachten Wahrnehmungen gebrauchen könnte, ist er mit Recht bei den Bezeichnungen durch Töne stehen geblieben, einer Bezeichnung, zu deren Gebrauch schon die Natur und der erste Nachahmungstrieb ihn geleitet hatten. Diese Zeichen sind die nächsten, bequemsten, dem Zwecke entsprechendsten. Indem er das Sprachorgan absichtlich in Bewegung setzt, scheint sein Ich sich in zwei einander entsprechende Personen zu theilen: die eine spricht, die andere merkt auf; die eine bringt die Bewegung hervor, die andere beurtheilt die Ausführung, nimmt die einzelnen Wirkungen wahr und sammelt deren Producte; keine andere Bewegung besitzt in solchem Grade die Eigenschaft eines zwiefachen Lichtes; keine erfüllt so vollkommen die Bestimmung des Zeichens, begünstigt das Nachdenken, führt das Denken auf eine so innige Weise auf sich selbst zurück; keine ist so großer Mannigfaltigkeit der Karaktere, der Biegungen und Schattirungen fähig, die sich allen Arten der Nachahmungen anschließt, alle Bedürfnisse des Denkens befriedigt und es in der Bildung der zusammengesetzten Gemälde, so wie in den Einzelheiten der feinsten Analyse leitet. i*

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