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Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1853-01-01 · 1853 · p. Seite 17

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1853
Date
1853-01-01
Page
Seite 17 (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/9643693-7657704--142-7657723
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Menschen im Allgemeinen der Karakterschwäche ausgesetzt sind, so dürfen wir diese Wirkung nicht der Entwickelung ihrer intellektuellen Vermögen zuschreiben, sondern dem Mangel von Gleichgewicht zwischen den Vermögen des Verstandes und denen des Willens; sie haben nicht hinlängliche Gelegenheiten, zu wollen und zu handeln, weil es für sie kein äußeres Leben gibt. Indem wir daher ihnen jene häuslichen Gefühle wünschen, welche die Harmonie zwischen den Vermögen des Herzens und denen des Verstandes unterhalten, hegen wir zugleich den Wunsch, daß sie im Stande sein mögen, sich eine Thätigkeit zu verschaffen, die sie den andern Menschen nützlich mache. Je mehr Allgemeinheit die gewöhnlichen Beschäftigungen in dem Gegenstände des Studiums haben, desto nothwendiger ist es, daß ein nach außen wohlthätiges Leben den Gegenstand seiner Thätigkeit sondere und sich in Betreff der Personen individualisire. Einen schmerzlichen Verlust hat die Schule durch den Tod des Lehrers L. A. Fl er sh ei m erlitten, der eine Reihe von Jahren den Schreibunterricht in den Knabenklaffen mit großer Geschicklichkeit und der wärmsten Pflichttreue ertheilt und die schönsten Erfolge erzielt hat. Seine Collegen haben in ihm einen ebenso thätigen Mitarbeiter als treuen und edlen Genossen verloren. Sein Unterricht wurde den Herren Müller und Allenberg er dagegen die Volksschule dem Herrn Junker übertragen. Im innern Gange der Schule haben wir keine Veranlaffung gesunden, irgend eine bedeutende Veränderung vorzunehmen. -Wir behalten das Ziel derselben unverrückt im Auge, und dieses ist: der Jugend eine Bildung zu geben, wie ihre Bestimmung im bürgerlichen Leben, die fortgeschrittene Industrie und der Standpunkt der europäischen Civilisation sie fordert; eine Bildung, beruhend auf der Grundlage solcher religiösen und sittlichen Vor- 3

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