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Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel · 1965-05-01 · No. 2 (Mai 1965) · p. Seite 2

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Journal
Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel
Volume
1965
Issue
No. 2 (Mai 1965)
Date
1965-05-01
Page
Seite 2 (sequence 3878)
Language
German
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LEO URBANCZYK ZUM GEDENKEN In Wyrek bei Schwientochlowitz am 20-8. 1894 geboren, verbrachte er den grössten Teil seiner Jugendjahre in seinem Geburtsort. Bald jedoch drängte es L.U. in die Stadt und in Gleiwitz erlernte er Bau und Kunstschlosserei, wo er auch sein Meisterdiplom bekam. In der schlesischen Grossindustrie arbeitete Leo Urbanczyk viele Jahre u. durch seinen geraden, aufrichtigen Charakter, seine Kollegialität schaffte er sich viele gute Freunde unter seinen Mitarbeitern, die ihm bis in die letzten Tage seines Aufeithaltes in Gleiwitz Treue bewahrten. Beweise dieser Freundschaft zeigten sich jetzt, wo er sie brauchte, sogar aus nicht-jüdischen Kreisen, die für ihn einstanden, als er glaubte, dass alles verloren galt. Er erreichte, dessen er würdig war, was ihm nach schweren mühevollen Jahren seinen Lebensabend erleichtern u. verschönern sollte. / Wie wir alle, musste auch L.U. auswandern. Auf einem der illegalen Transporschiffe, die einem grossen Teil von uns bekannt sind, auf denen es weder Sitz noch Schlafmöglichkeiten gab und deren hygienischer Einrichtungen jeder Beschreibung spotteten, zeigte er sich als der grosse Mensch u. Helfer. Aus Kisten hat er Sitz u. Schlafgelegenheiten so gut es eben ging, geschaffen. Sein Humor u. sein edles Denken zeigte sich besonders, als unter den an Bord befindlichen Menschen Unruhe über die lange Irrfahrt ausbrach, und er diese mit Vernunft bechwichtigen konnte. / Nach Wochen in Tel-Aviv gelandet, hat er sich bald ln seinem Fach hier niedergelassen. Leicht war sein Anfang nicht, aber guter Dinge war er in seiner Bescheidenheit immer. Durch sein Können schaffte er sich nach mühevollen Jahren gute Kunden, die ihm auch Freunde wurden. Erst jetzt, nach dem Erhalt seiner, nur zu berechtigten Restitutionszahlung, wurde sein Leben als 70 jähriger erleichtert, doch hat er leider nicht lange diese Freude genossen. Als Leo Urbanczyk hörte, dass der Verein ehern, Kattowitzer zu einem solchen ehern. Oberschlesier umgewandelt wurde, war er natürlich bald dabei. Kr zeigte sich als sehr aktives Mitglied, wurde in den Vorstand gewählt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Im Vorstand entwickelte er eine sehr rege Tätigkeit u. nicht zu Unrecht erhielt er den Beinahmen “Aussenminister”. / Noch im vergangenen Sommer hatten wir die Freude in einem schönen Rahmen seinen 70.Geburtstag zu feieren. Einige Monate danach erkrankte L.U. und wurde uns, nach längerem Krankenlager, viel zu früh entrissen. L.U. setzte sich durch seine tatkräftige Mitarbeit einen guten u. dauernden Gedenkstein in unsere Mitte. A. S. Perfumery R0TTENBER6 Tel-Aviv / Jaffa. — Eilath Str. 1 Tel. 55320 ★ KOSMETISCHE FACHMÄNNISCHE BERATUNG! LIEBE FREUNDEI Unser Winterarbeitsplan ist nun auchdurchgefuhrt Am 8. Febr. fand unter grosser Beteiligung unserer Mitglieder die diesjährige “ASKARA” statt, bei welcher der Hauptrabbiner v. Naharia, Dr. A. Keiler, der jahrelang in Beuthen gwirkt hat, zu den Anwesenden sprach. Er erwähnte u.a. die hingebungsvolle Arbeit der oberschl. Juden sowohl im Gemeinde als auch Kultusleben. Im Verlauf seiner weiteren Ausführungen erklärte er sich von der Wichtigkeit unseres Vorhabens, ein “Elternheim für ehemlg. oberschies. Juden in der ganzen Welt” hier in Israel zu errichten, überzeugt und wünschte dem Vorstand bzw. Kuratorium viel Erfolg hierzu. Am selben Abend sprach E. Lewin, fr. Rosenberg O/S über die Reiseeindrücke seines Besuches in Breslau und Oberschlesien. Seine Ausführungen waren sehr interessant und gaben uns ein Bild unser ehemlg. Heimat in der heutigen Zeit. Der Abschluss unser Winterarbeit bildetete der am 21.März im “Scheraton-Hotel”, durchgeführte gr. “Purim-Ball” der als durchaus gelungen bezeichnet werden darf. Der Abend welcher unter dem Motto “Eine Reise auf dem Mittelmeer” lief, wurde durch eine gute Tanzkapelle und reichhaltige Tombola verschönert. Erich Schöngut unser Präses begrüsste die Anwesenden und anschliessend sprach noch “Admiral” H. Getz, der den weiteren Ablauf des Abends in die Hände von "Kapitän” A. Weiss legte. Alex Weiss stellte seine gesamte Schiffsmanschaft vor und sprach in witzigen Worten zu den Gästen. Edith Schöngut las die von ihr verfasste “Schiffszeitung” vor, in welcher sie Vorstand und seine Arbeit ganz schön durch den “Kakao” zog. Von “Wirtschaftsoffizier” Reinz Kornfeld hörten wir zwei hurmorvolle Gedichte und später sahen wir die “Tumriege unseres zukünftigen Eltemheim’s” die sich nur mit Unterkleidung angezogen dem Puplik um vorstellte. Eine ausgezeichnete gelungene Improvision, an der sich A. Schöngut, S. Karliner, R. Böhm, E. Wieland und H. Kornfeld unter dem Vorturner A. Weiss beteiligten. Diesen Vorführungen spendeten die Anwesenden besonderen Beifall. Eine kurz dargestellte Scene von Rudi Böhm als "Maschgiach unseres Schiffes” fand ebenso Beifall. In ausgezeichneter. Harmonie verlief der weitere Abend und in guter Stimmung gingen die Gäste erst nach 1 Uhr nachts ause inaner. Ehemalige “OBERSCHLESIER” im Ausland! Bei Ihren Besuchen in Israel, setzen Sie sich bitte mit unserem Vorstand in Verbindung. Telefon: 220074 <E. Schöngut); 55320 (L. Rottenberg); 225136 (H. Getz) Tel-Aviv. 65798 on GRON -HAIFA Ein Inserat bringt Erfolg! Es sei an dieser Stelle Allen an den Vorbereitungen zu diesem Fest Beteiligten bestens gedankt. Auf unserem monatl. Treffen Im Cafe Nizza, hörten wir einen interesseanten Vortrag über die illegale Aliah von ihren Anfängen bis zur Gründung unseres Staates und Schaffung einer eignen Schiffsflotte. Die Vortragende Mrs. Ruth Eliaw, verstand es in vortrefflichen Worten die Anwesenden mit dieser Zeit vertraut zu machen. Die Ausführungen ergänzte unser Mitglied Artur Neumann, der s.Zt. in der Brigade kämpfte. Die weitere Arbeit galt der Herausgabe unseres zweiten Mitteilungsblattes, das wir Ihnen hiermit übergeben. Die 1. Ausgabe unserer Ztg. hat in Israel, als auch im Ausland sehr viel Anklang gefunden, was aus den vielen Dank-u-Glückwunschschreiben die uns zugingen, zu ersehen war. Leider nur vermissen wir die aus dem Ausland erwartenden Spenden für unseren “Eltemheim- Fond” und möchte ich an dieser Stelle an das bekannt gute jüd. Herz unserer ehemaligen Landsleute appelieren, unser in der vorigen Ausgabe gestellten Bitte um die genannten Spenden, stattzugeben. Wir erhielten auch Anerkennungsschreiben aus W. Deutschland, so u.a. vom Bundesgeschäftsfuehrers der Landsmannschaft der Oberschlesier in der Bundesrepublik Herrn Jarosch, sowie v. Herrn Otto Ulitz, fr. Kattowitz, der noch vielen Oberschlesiem aus seiner Arbeit beim “Volksbund” bekannt sein dürfte. Ausserdem erschien eine vortreffliche Besprechung unseres 7Mitteilungsblattes in der am 4.3.65 in Wiesbaden erschienenden Zeitung “Unser Oberschlesien”. Wir sind erfreut, dass unsere Arbeit Anklang gefunden hat und werden wir uns bemühen in diesem Sinne fort zu fahren. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass wir beabsichtigen, anlässlich unseres lojährigen Bestehens in den Mittelfeiertagen des Sukkoth-Festes ein Treffen in Nathania zuveranstalten. — Bitte senden sie uns Adr. ehemaliger Oberschlesier, denen wir unsere Zeitung zusenden können. Heiko Wir betrauern den Tod unserer Mitglieder: LEO LRBAINCZYK, fr. Gleiwitz J. D. UNGER, fr. Kattowitz ERICH SCHAYER, fr. Kattowitz ROSA TATERKA, fr. Kattowitz FTLIP TATERKA, fr. Kattowitz Wir bitten unsere Mitglieder, die fälligen Beitragszahlungen auf unser Postbank-Konto: Nr. 43806 überweisen zu wollen. Zahlungen können auch bei unseren Zusammenkünften im Cafö “NIZZA” geleistet werden. Unsere monatlichen Zusammenkünfte finden jeweils an 1. Montag nach dem Monatsersten im Cafe “NIZZA” TJA., ADenbystr. 20.30 Uhr statt. STOCK ui»~m - iTJia? 2 ^0 Ml

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