Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun Yotsʾe Shlezyah ʿIlit be-Yiśraʾel
- Volume
- 1965
- Issue
- No. 2 (Mai 1965)
- Date
- 1965-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 3877)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/7413542-7413543-7413548--08-7413549- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
'7K-iw>2 n»by n>T^v >nsi> iiiin 'jw niyn> MITTEILUNGEN No. 2 DES VERBANDES EHEMALIGER OBERSCHLESIER IN ISRAEL E. V. Ehrenprotektor: Prof, Dr. Konrad Bloch, USA (fr. Neisse O/S.) Nobelpreisträger für Medizin nvn -,„x Gegründet 1 955 in Tel-Aviv Mai ms. Redaktions Comitte: Erich Schöngut, Tel. 220074, Zwi Getz, H. Kornfeld, Leo Bottenberg Tel. 55320, A. Neuländer, P.O.B. 4167, Tel-Aviv 17. Jom Ha'azmauth Paraden, Fahnen, Volksgewimmel — Israels siebzehnter Jom Haazmauth hat sich nicht wesentlich von den Unabhängikeitsfeiem vergangener Jahre unterschieden. Noch mehr drängten sich die Massen, grösser waren die Tribunen und stärker der Zustrom der Touristen. Das alles ist erfreulich und Grund zum Stolz auf unsere Erungenschaften. Dies alles wird auch gebührend gewürdigt werden, von uns selbst und von den Gästen, die diesmal in so grosser Zahl unter uns weilten. — Zwei Dinge aber waren es, die diesem Jom Haazmauth sein besonderes Gepräge gaben: die Sonderparade in Jerusalem und die Demonstration der Hawk-Rakten, mit denen unser Heer seit einiger Zeit ausgerüstet ist. Wenn die grosse Hilitärparade wie in jedem Jahr im Mittelpunkt der Feiern stand so hatte das seinen Grund Ein Staat und Volk, das in einer belagerten Festung lebt, kann — auch wenn es noch so friedlich gesinnt ist — nur bei ständiger Bereitschaft und Wachsamkeit weiter bestehen. Das hat sich seit jenen, heut schon fast sagenhaften Maitragen des Jahres 1948, über die Episode des Sinai-Feldzuges bis auf den heutigen Tag nicht geändert. Wohl aber hat sich der Charakter der Eiriegsführung geändert und wenn in unseren Breiten konventionelle Waffen auch weiterhin eine gewaltige Rolle spielen, so hat die Auffahrt der Hawk-Raketen doch nunmehr auch dem Letzten vor Augen geführt, das wir in ein neues Zeitalter eingetreten sind. Die Amerikaner haben uns, entsprechend ihrer Politik des wohlabgewogenen, Gleichgewichts, diese Raketen geliefert, die lediglich defensiven Zwecken dienen. Wir haben sie gern akzeptiert, denn wir tun alles, um durch Ausbau der Abschreckungsmacht des israelischen Heeres den Ausbruch neuer Feindseligkeit in unserer Region zu verhüten. Wir machen uns gar keine Illusionen Uber die Absichten unserer Gegner und über die Massnahmen, die sie zur praktischen Verwirklichung dieser Pläne bereits eingeleitet haben. Leider liefert ihnen die Sowjetunion das Rüstzeug dazu und hat sich ihnen als “Arsenal” zur Verfügung gestellt, auf das sie, vor allem Nasser, nur allzu gerne zurückgreifen. Doch will heute gewiss keine Grossmacht leichtfertig eine neue Grossaktion im Middle-East-Raum vom Zaun brechen. Auf dieser Erkenntnis beruht zu einem nicht geringen Teil unsere Sicherheit. Dass sie aber real untermauert sein muss, wissen auch die Amerikaner und darum haben sie uns mit Waffen versorgt, die nach dem heutigen Stand der Kriegstechnik die besten Abwehrmittel gegen Überraschungsangriffe aus der Luft darstellen. Dies zu konstatieren, heisst nicht die Differenzen zu verwischen, die zwischen den Regierung Israels und der USA in politischen Fragen bestehen, vor allem in der Frage der Reaktion auf die arabischen Massnahmen zur Ableitung der Jordan-Quellen Die Meinungsverschiedenheiten sind weitreichend und gehen tief, aber sie dürfen uns nicht den Blick dafür trüben, dass eine wirksame Verteidigung von Jsraels Staatsgebiet und Jsraels Bevölkerung auch ein Anliegen der USA ist. So paradox es klingen mag, spielte gerade dieser Gesichtspunkt eine Rolle bei dem Beschluss unserer Regierung, von der Abhaltung der “grossen” Parade am diesjährigen Jom-Ha'azmauth in Jerusalem abzusehen, wo sie “turnusgemäss” eigentlich stattfinden sollte. — Man hat die Regierung Eschkol deshalb stark kritisiert und ihr unangemessene Nachgiebigkeit gegenüber ausländischen Druck vorgeworfen. Zu unrecht! Wir erkennen zwar Jerusalem nicht den Sonderstatus zu, den es gemäss den UNO-Beschlüssen von 1947 haben sollte und wir haben uns bewusst Uber diese Beschluss hinweggesetzt, als wir Jerusalem zur Hauptstadt Jsraels erklärten und den Sitz der Präsidentschaft, der Regierung und des Parlaments dorthin verlegten. Eine reine Machtdemonstration jedoch, die im Wiederspruch zu Bestimmungen des Waffenstillstands-Abkommen mit Jordanien stünde und die uns nur wieder ein Verfahren vor dem Sicherheitsrat eingetragen hätte, wäre politische Torheit gewesen. Schon einmal wurden wir aus diesem Anlass von diesem Weltforum gerügt und wir hätten diesmal einen vielleicht noch schäferen Tadel riskiert, wenn wir unbekümmert unsere Kraft in den Strasse Jerusalems demonstriet hätten. Noch nicht einmal Frankreich hätte uns diesmal zur Seite gestanden! Es war daher nur ein Gebot stattsmännischer Klugheit. Elatizität in einer Angelegenheit zu zeigen, die für uns nicht von entscheidender Bedeutung ist. Der Zeremoniale TeU der Parade ward in Jerusalem durchexerziert worden und ist anzunehmen, dass damit eine neue Tradition begründet wurde u. somit die Hauptstadt in Zukunft immer zu ihrem Recht kommt. Der Aufmarsch schwerer Waffen dagegen, der unseren Nachbarn immer und vielen unserer Freunde draussen zuweilen ein solches ÄRGERNIS bereitet, wurde in die Küstenebene verlegt. Wesentlich ist doch wohl, dass wir diese Waffen haben und nicht, wo wir sie zeigen. Und damit war dieser 17Jahrestag unserer Staatsgründung doch ein Tag besonderer Art; er zeigt sinnfällig die beiden Pole zwischen denen sich unsere Politik bewegt und bewegen muss : schlagkräftig, einsatzbereit, opferwillig, aber auch vorsichtig, überlegt und damit, wie wir hoffen überlegen. j. l. LARGE selection of fine fabrics HIGH FASHION NOVELTIES 165, Dizengoff Rd. Tel-Aviv Ptaone 229703 Synagoge Gleiwits Zur “GOLDENEN HOCHZEIT” von FRIEDA und HERRMANN S O B S K Y in New-York — fr. Gleiwitz gratulieren herzlich und wünschen bestes Ergehen bis “120” Pani Sorsky a Familie Walter Sorsky n. Familie Lea Sorsky n. Rosa Trais ter Willi Traister n. Familie Bertha Steiner ans Israel ACHTUNG! Wer stellt uns Fotos von ehemaligen Synagogen in O/S. zwecks Abdruck in diesen Blatt zur Verfügung? Besonderes Interesse an “ZULZ”, der wohl ältesten Synagoge in O/S. Die Red.