Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1986
- Issue
- No. 51 (1986)
- Date
- 1986-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 36)
- Language
- German
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UNIVERSITAET HAMBURG HISTORISCHES SEMINAR ITof. Dr. ARNO HERZIG Historisches Seminar 2 Hamburg 13, Von-Melle-Park G, IX An Irgun Joze Breslau z. Hd. Herrn Erich Lewin Mazadastr. 27 52 235 Ramat Gau Israel Sehr geehrter Herr Lewin, von Herrn Dr. Steinitz (Aufbau, New York) bekam ich Ihre Adresse, als ich mich in der Angelegenheit: jüdischer Friedhof Breslau in einem Leserbrief an ihn wandte. Wolf Hepner (1888 — 1924) Salomon Heppner (geb. 1853) Michael Heppner (1865 — 1926) Siegfried Hepner (geb. 1884) Ismar Hepner (geb. 1888) Luise Hepner (geb. 1889) Fritz Hepner (geb. 1894) Moishe (Moritz) Hepner (geb. circa 1880) Nachricht erbeten an Henry (Heinz)-Heppner 15 Trevelya.u Crescent, Kenton, Harrow, Middx HA3 ORN, England. •¥■ “Im Dezember 1939 hat David Friedmann aus Schloss Grossburg bei Strehlen einen Prozess gegen die Zuckerfabrik Neugebauer in Brieg, Strehlen oder Breslau in erster Instanz bezueglich des Gutes Grossburg bei Strehlen gewonnen. David Friedmann war der Onkel von Marie Tamowski) der Frau von Dr. Georg Tarnowski aus Breslau. Wer weiss 1. ueber diesen Prozess Bescheid? 2. wo Gerichtsakten oder Urteile aus dem Jahre 1939 eingesehen werden koennen? Antwort erbeten vom Sohn des Dr. Georg Tarnowski, Rechtsanwalt David Toren 29 East 9 Street New York, New York 10003 USA.” Wie ich in diesem Leserbrief ausgeführt habe, bemüht sich der Restaurator des Breslauer jüdischen Friedhofs um Material, das Auskunft gibt über den ehemaligen Zustand dieser Anlage, seien es Berichte, Bildmaterial oder Pläne bzw. authentische Auskünfte. Meine Bitte an Sie ist dieselbe wie die im letzten Satz des Leserbriefs: Verfügt jemand im Verband ehemaliger Breslauer in Israel über dergleichen Material, das man in Reproduktion dem Breslauer Restaurator zur Verfügung stellen könnte? Entschuldigen Sie, wenn ich' Sie mit dieser Bitte gleichsam überfalle, doch lohnt es die Sache sicher. Im voraus recht herzlichen Dank. Mit freundlichen Grü.ssen “AUFBAU” LESERBRIEFE 23. November 1984 JÜDISCHER FRIEDHOF IN BRESLAU Als ich von einer Archivreise nach Breslau Mitte Oktober 1984 zurückkam, fiel mir, vermittelt durch meinen Kollegen Prof. Peter Freimark, der Artikel von R.A. ,,Was wird aus dem Jüdischen Friedhof in Breslau” (Aufbau vom 12.10. 1984) in die Hände. Da ich über d. Entwicklung der Juden in Deutschland, zudem über den Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Verein geforscht habe, war es für mich natürlich eine Selbstverständlichkeit, in Breslau das Grab Ferdinand Lassalles auf dem alten Jüdischen Friedhof zu besuchen. Hatte einst der Preussenkönig Friedrich II. am Eingang des Friedhofs allen mit dem Beil drohen lassen, die diese Ruhestatt verletzten, so erfüllt heute ein scharfer Wachhund diese Funktion. Da jedoch mein Informationsstand — was die Bewachung des Friedhofs betrifft — bei Friedrich II. stehengeblieben war, musste ich von dieser Neuerung “leidvoll” Kenntnis nehmen. Wie mir später der Restaurator versicherte, sollen dadurch die schlimmsten Diebstähle verhindert werden, was dann wohl auch entschuldigt, dass der Hund wieder einmal einen Verkehrten beisst. Die Information von R.A. in ihrer Aufbau-Ausgabe vom 12.10.84 kann ich voll bestätigen, auch in bezug auf die ungeklärte künftige Trägerschaft und damit die ungeklärte Finanzierung der wiederhergestellten Anlagen. Was jedoch zurzeit den Restauratoren neben den knappen Mitteln Schwierigkeiten bereitet, ist die relative Unkenntnis aufgrund fehlender Unterlagen über die einstige Gestalt des Friedhofs, bevor ihn die Nazis in der sog. Reichskristallnacht verwüsteten bzw. bevor er dann später als allgemeiner Steinbruch benutzt wurde. Dabei wurden u.a. die wertvollen Marmorplatten entwendet, so dass heute vielfach nicht auszumachen ist, wem die einzelnen Gräber zuzuschreiben sind. So war das Grab des bekannten Historikers Heinrich Graetz nur dadurch zu eruieren, dass der Steinmetz zu seiner eigenen Kenntnis an verdeckter Stelle den Namen eingemeisselt hatte. Bei F. Lassalles Grab ist der Zustand etwas besser, doch fehlen auch hier die Medaillons, die auf älteren Darstellungen über die Familie Auskunft geben. Den Restauratoren ist deshalb u.a. daran gelegen, Berichte, Bildmaterial, Pläne etc. über den einstigen Zustand dieses einmaligen Kulturdenkmals zu erhalten. Ich darf deshalb der im Artikel von R.A. als Schlussfrage vorgetragenen Bitte eine weitere zufügen: Ob jemand aus dem Ausland hier wohl mit Material weiterhelten könnte? Prof. Dr. Arno Herzig, -;- Universität Hamburg Anm' d. Redaktion: Betrifft Friedhof Lohestr. LANDESSOZIALGERICHT FUER DAS LAND NORDRHEIN WESTFALEN — 18. Senat — Verband ehern. Breslauer und Schlesier in Israel z. Hd. Herrn Erich Lewin 52235 Ramat Gan Israel 4300 Essenl, 05.06.86 Postfach 102443 Zweigertstrasse 54 Az.: L 18 J 77/86 Sehr geehrter Herr Lewin! In der Streitsache Günter Scharon gegen LVA Rheinprovinz begehrt der aus Brieg stammende Kläger die Anerkennung einer Beschäftigungszeit bei dem Zahnarzt Dr. Eugen Silbermann, Kaiser- Wilhelm-Str. 21, Breslau, in der Zeit von 1933 bis 1936. Ausser ihm sollen dort weitere Personen beschäftigt gewesen sein. Liegen Ihnen irgendwelche Erkenntnisse über Dr. Silbermann und/oder seine Angehörigen oder Beschäftigten vor? Schon die Angabe von Geburtsdaten könnte Möglichkeiten zur weiteren Sachaufklärung eröffnen. Ist ggf. zufälligerweise der 1939 nach Schweden •ausgewanderte Kläger bekannt? Seine Eltern lebten z.B. in Brieg, Riedelstr. 21 und später in Israel, Galed. Der Kläger führte bis 1964 den Namen “Schwersenz”. Die Eltern hiessen “Olga und Max Schwersenz”. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dem Senat und den Beteiligten in dieser Sache weiterhelfen könnten. Für Ihre Mühe bedanke ich mich sehr. Mit freundlichen Grüssen von Alpen Der Berichterstatter Richter am Landessozialgericht VERABSCHIEDUNG UND BEGRUESSUNG Wir erlauben uns dem scheidenden Botschafter der Bundes-Republik Deutschland, S. E. Dr. Niels Hansen, auf diesem Wege alles Gute zu wuenschen. Er hat einen hohen Posten in Bruessel erhalten. Seine Amtszeit war ueberaus gluecklich. Mit unserem Verband, der Centra und den vielen Schichten der Bevoelkerung Israels war er aufs engste verbunden, zumal er in einem fliessenden iwrith auch Kreise besuchte, die vorher absolut nichts mit der Bundes-Republik zu tun hatten. Wir möchten ihm und seiner Gattin von dieser Stelle aus von Herzen das Beste wuenschen. Moegen sie sich Beide in dem neuen Kreis genau so wohl fuehlen, wie in Israel. Zugleich erlauben wir uns im Namen unseres Verbandes, sowie der Centra, dem neu ernannten Botschafter S.E. Herrn Wilhelm Haas und seiner Familie eine gute Einordnung in Israel zu wuenschen. Wir haben die Ehre gehabt, ihn bereits zu sehen und hat er in seiner Begruessungsrede grossen Eindruck gemacht. Wir möchten ihm von dieser Stelle aus Erfolg und Befriedigung in seinem Amte wuenschen. SUCHANZEIGEN Wer weiss Näheres, besonders auch die Vornamen, Berufe, Geburtsorte, Geburts- und Sterbedaten der folgenden Personen: 1. Dr. Alexander — ermordet 1933 in Breslau Reichsbanner 2. Hans Alexander — umgekommen 1933 KZ Reichsbanner 3. Hugo Frey — Stadtrat in Breslau 4. Gustav Glaser — Dozent, Seminar, Sozialbeamter Mitteilungen erbeten an: Prof. Dr. Josef Walk Haraw Herzog Str. 5 Jerusalem ISRAEL * Wer weiss die Adresse von FRITZ KOCHMANN, geboren in Kattowitz später in Breslau und Haifa, zuletzt in Caracas Angaben erbeten an Lotte Bromberger, P.O.B. 6229, Haifa (Israel) * HEPPNER / HEPNER - Familien Stammbaum Wir suchen Abkoemmlinge von folgenden ehemaligen Mitgliedern der Heppner und Hepner Familien aus Breslau und frueheren Provinz Posen: 36