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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2011-01-01 · No. 86 (2011) · p. Seite 2

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2011
Issue
No. 86 (2011)
Date
2011-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Bis in die 90-er Jahre erinnert man sich, wenigstens in Tel Aviv, an gemütliche Treffen mit Kaffee und Kuchen und dann einem Vortrag, auch auf Iwrit! In den letzten Jahren hat uns das Goethe Institut zu seinen Veranstaltungen eingeladen, und wir konnten unsere Generalversammlungen dort halten - aber alles mit sehr dürftiger Teilnahme. Die Mitteilungen Stets der führende und öffentliche Erfolg des Verbandes, und in den letzten Jahren fast sein raison d'etre, sind unsere Mitteilungen, die ihre 50-jährige Existenz nur drei Herausgebern verdanken: Dr. W. Freyhan s.A. (bis 1965), Erich Elieser Lewin s.A. (bis 1986) und seitdem bis heute, unser geschätzter Herr Mordechai Ernst Hauschner, der auch diese Ausgabe redigierte, trotz seiner körperlichen Schwäche. Aber wer kann ihn heute, bei dieser Aufgabe, eine deutschsprachige Zeitung zu produzieren, noch ablösen? Wir haben die Nummern der letzten Jahre teilweise mit den Reserven des Verbandes finanziert. Die zu erwartenden Beiträge genügen nicht, um im Jahre 2012 noch eine Ausgabe zu versprechen. Unter diesen Umständen mussten wir mit Bedauern beschliessen, das Erscheinen unserer Mitteilungen einzustellen. Im Jahre 2008/9 haben wir uns mit dem Digitalisieren der Mitteilungen beschäftigt, ohne uns den ersten Schritt erlauben zu können. Wie dieses Projekt in Deutschland verwirklicht wurde, und über seine Bedeutung, erzählt Dr. Ingo Loose in dieser Ausgabe. Die Mitteilungen, die fast nirgends in vollständiger Sammlung zu finden waren, sind nun komplett u. in suchbarer Form auf der Internetseite des Schlesischen Museum zu Görlitz zu finden, vorläufig bis Nr. 84 (2009): http://smgr-dev.visual-library.de/ http://smgr-dev.visual-library.de/. Vereinigung der Israelis mitteleuropäischer Herkunft Wie oben gesagt (S.1), glauben wir, dass, im Rahmen diesergrossen Vereinigung ("Jeckes"), unsere Mitglieder in Israel und ihre Nachkommen geniessen können, was der V.e.B. ihnen schon lange nicht mehr bieten konnte. Durch die Zeitung Yakinton (Iwrit u. Deutsch), und mittels unseren Rundschreiben (ebenfalls Iwrit u. Deutsch), wollen wir unsere ehern. Breslauer in Israel und ihre Folgegenerationen über Breslau/Wroclaw weiter unterrichten (s. auch unten). (Unseren Israeli Mitgliedern haben wir einen besonderen Brief und Material über die Vereinigung beigelegt.) Die Zukunf des Verbandes der ehemaligen Breslauer UnserVerband hat von jeher beitragende Mitglieder und Anhänger im Ausland (bes. Amerika und Deutschland), und soll schon mit Rücksicht auf diese gesetzlich weiter existieren, und sie wie zuvor, durch Rundschreiben (Deutsch/Englisch) mit uns verbinden. Wir hoffen, dass dort, und in Israel, auch die jüngeren Leute von Breslauer/Schlesicher Herkunft, den Kontakt mit dem Verband aufnehmen werden. Das hängt aber sehr von Ihnen ab! Seit 2008 haben sich jüngere Leute an den Vorstand des V.e.B. eingereiht - erst Haggai Meyer, und dann, Ende 2010, Dr. Tamar Gazit, (Enkelin von Willy Cohn), und Prof. Joram Epstein (Sohn des Breslauer Arztes Kurt Epstein). Ausserdem, hat sich die Beschäftigung des Verbandes allmählich verändert. Neue Themen Wenn wir oben von den ursprünglichen Zielen der Gründer ausgegangen sind, so müssen wir auch erkennen, dass der V.e.B. im Laufe seiner Geschichte auch von neuen Zielen und Interessen motiviert wurde, (s. Dr. Ingo Loose, Mitteilungen Nr. 84, S. 8 bis 13). Gerade in diesen letzten Jahren von quantitativer Minderung, öffneten sich dem Verband neue Wirkungsmöglichkeiten u. Ziele, und zwar in Breslau/Wroclaw. In dieser Zeit, infolge des Zusammenbruchs des kommunistischen Systems, hat sich Polen zunehmend nach dem Westen gewandt. Die Einstellung der Regierung, Beamten, und Akademien, selbst der Lebensstil der Stadt, haben sich alle gelockert und dem Bewusstsein der Vergangenheit, auch der jüdischen, geöffnet. Für Ausländer, unter ihnen ehemalige Breslauer, bedeutet ein Besuch in Wroclaw heute keine Schwierigkeiten, (abgesehen von der Sprache); im Gegenteil, sie sind heute dort willkommen. Ohne weiteres kann man diesen Stimmungswechsel in den letzten Nummern der Mitteilungen beobachten.Im Laufe von drei jährlichen Besuchen in Wroclaw, (s. Mitteilungen Nr. 83 bis 85, 2008-2010), habe ich selber die Stadt, die ich 1939 als 4-jähriger verliess, näher kennen gelernt, besonders was meine Familie und die jüdische Gemeinde betrifft. Vieles verdanke ich in dieser Hinsicht dem Geleit von Dr. Roland Müller aus Dresden, seit langem ein Breslau-kenner und treuer Freund des Verbandes. So wurden auch einige persönliche Beziehungen anknüpft: in der Stadtverwaltung u. der Universität, mit dem Gemeindevorstand, mit der Schule am Rehdigerplatz (pl. Pereca) und mit der führenden Bente Kahan Stiftung.

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