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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1976-09-01 · No. 40 (September 1976) · p. Seite 28

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1976
Issue
No. 40 (September 1976)
Date
1976-09-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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WIR KONDOLIEREN Unserem lieben ERICH LEHMANN, Naharia, Jabotinskistrasse 20a, dem geschätzten Journalisten zum Ableben seiner Gattin, VERA LEH¬ MANN, geb. Rosenheimer, der ausserordentlich beliebten Gattin und Mutter. Frau EDITH GRÜNWALD geb. Wiener, Ramat-Chen, Amosstrasse 18, zum Ableben ihres Gatten und Vaters, HORST GRÜNWALD. Familie GOLDBERG, Tel-Aviv, Zlatopolsky 22, zum Heimgang ihres SIEGMUND GOLDBERG, dem Gründer und Förderer des Verbandes ehemaliger Leipziger, sowie des Aufbau des Elternheims in Rechowoth. Seine grosse Initiative, seine Hilfsbereitschaft und sein warmes Jüdisches Herz bleiben unvergessen. Frau SELMA GRÜNEBAUM geb. Gotthilf, Bat Jam, Rothschildstrasse 7, zum Hinscheiden des Mannes und Vaters, SIEGFRIED SCHMUEL GRÜNBAUM, dem rührigen, tiefreligiösen und bescheidenem Menschen. Das Ehepaar Grünbaum wurde von Raw Dr. Simonsohn im Jahre 1936 getraut und dies war leider seine letzte Trauung vor seinem Heimgang. Familie FEILCHENFELD, Ramat Hascharon, Rechow Henriette Szold 6, sowie Familie Dr. SEE- LIG, Jerusalem, zum Ableben der Schwester und Schwägerin, PAULA STERN. Frau ILSEROSE MANNHEIM, 244 W. 99 the Street, New York, N.Y. 10025, zum Ableben ihrer Schwester, HERTA MANNHEIM. Mr. WILLIAM BRANDT, 440 — 14the Street, Miami Beach, Flo. zum Ableben ihrer lb. HILDE¬ GARD BRANDT, geb. Kober (früher Beuthen O/S, Schanghai, st. Luois, Miami Beach. Mr. OSCAR und Mrs. FELICIA LUSTIG, 803 W. 180 the Street, New York, N.Y. 10033, zum Hinscheiden von ALFRED ERICH LUSTIG, früher Oppeln O/S. ERNEST WIENER, 625 Audubon Ave. Abt. 1702 New York, N.Y. 10040, zum Ableben seiner Schwester, HENNY ZIPPERT geb. Wiener. Mrs. LUCY PICK und Familie 1291 Darrydoon Center, San Jose, Cal. 95121, zum Hinscheiden ihres lb. HEINZ PICK, früher Breslau — Manilia. Mrs. ROSALIE COHN, 2664 Grand Concourse, Bronx, N.Y. 10458 zum Ableben ihres Mannes ERNST COHN, früher Rechtsanwalt in Breslau. Mrs. ERNA SCHACHER 2a Avenida 15 — 28, Zona 1, Guatemala City, C.A. zum Heimgang ihres lb. Mannes, HERMANN SCHACHER. Die Familie Schacher stammt aus Kempen in Posen und ist sehr bekannt. Mrs. HERTA REICHMANN geb. Jacob, 140 Cabrini Blvd. Apt. 72, New York, N. Y. 10033, zum Ableben von Dr. WALDEMAR REICHMANN, früher Kattowitz O/S. Mrs. STEFFI ALTMANN geb. Roth, Montevideo, Uruguay, Pedro F. Berro 605, zum Hinscheiden von Frau PAULA ROTH geb. Ritter, früher Ratibor O/S. Mr. WERNER TISCHLER 88—50, 62the Drive, ster EDITH TISCHLER, aus Namslau ln Schle- Rego Park N.Y. 11374, zum Ableben seiner Schweslen. Mrs. MALLY SÜSSMANN, 2721—43the Ave. San Francisco, Cal. 94116, zum Ableben ihres Gatten, WERNER SÜSSMANN, der kurz vor seinem Hinscheiden mit unserem Verband in Korrespondenz stand. Familie UCKO, Nof Jam, Rechow Hapoel 16 (Israel) zum Heimgang des bekannten und beliebten Prof. SINAI UCKO. Der Verstorbene war Absolvent des Breslauer Rabbiner Seminars, wurde in Gleiwitz O/S geboren, studierte an den Universitäten: Wien, Breslau, Königsberg und Jerusalem. Rabb. in Offenburg-Baden, kam er im Jahre 1935 nach Palästina: leitende Stellung im Kinderheim Ahava in Kirjat Bialik, Direktor eines Lehrer-Seminars, und Inspektor für Lehrer-Ausbildung im Erziehungs-Ministerium. Später Professor für Pädagogik an der Tel-Aviver Universität, Mitarbeiter an der Zeitschrift für Philosophie 'Tjun”. Seine pädagogischen und philosophischen Fähigkeiten waren überall anerkannt. Familie RUELF, Naharia, Rechow Kaplan 4, zum Ableben von Rabb. Dr. SCHLOMO RUELF, ebenfalls Absolvent des Breslauer Rabb. Seminars. Nach erfolgreicher Amtstätigkeit in den Gemeinden Hamburg und Saarbrücken, begann der Heimgegangene unter unvorstellbaren schweren Bedingungen den Aufbau einer Dorfschule in Naharia, die heute als Chaim Weizmannschule eine der angesehensten Lehranstalten hier im Lande ist. Im Frühjahr erhielt er vom Bürgermeister von Naharia eine Ehren-Urkunde. Präsident der Leo Baeck- Loge, hat er durch seine Beziehungen zum Saarland eine grosse Halle im Rahmen der Chaim Weizmannschule in Naharia, von den Jetzigen saarländischen Juden als Geschenk erhalten. MARGALIT VERED (GRETE ROSENMANN) ZUM GEDENKEN Der Vater Is. Rosenmann, war ein nobler Charakter, er war Teilhaber eines Herrenkonfektionsgeschäftes in der Büttnerstrasse in Breslau. Er war auch Friedensrichter ln einer Breslauer löge, ein Mann unantastbarer Gesinnung. Mit seiner Frau führte er eine vorbildliche Ehe. Wir waren bei ihnen zu Besuch, als Margalit (damals hiess sie noch Grete) von ihrer Palästinareise zurückkam. Begeistert erzählte sie: Ihr Entschluss stand fest, sie wollte in Kürze übersiedeln, ins damalige Palästina. Ihre Einstellung war völlig klar. Dieses Mädchen aus vornehmen jüdischen Hause, ein Stadtkind, wollte im Kibbutz leben. Sie war auf Hachscharah gewesen und scheute keine Arbeit. Sie wollte ein Arbeitsprogramm erfüllen, egal was. Sie wollte ihr Leben mit Anderen im Kibbuz teilen. Sei es voller Sorgen, Hoffnung, Angst, Freude, was auch käme, und alles würde sie mitmachen, Orangenpflücken, Kühe melken wenn es gebraucht würde. Sie vollte mit Gleichgesinnten zusammen sein und nicht nur von Geld und bequemen Leben träumen. Sie war überzeugt, dass ihr dieses Leben behagen würde. An Abwechslung fehlte es Ja in einem Kibbutz auch nicht, nur anpassen müsse man sich und auf Einiges verzichten können. Das alles erzählte sie uns damals in den 30er Jahren, und sie setzte sich durch, ging nach Givat Brenner, und wurde ein sehr beliebtes Mitglied. Oft kam sie uns in Tel-Aviv besuchen, voller Anhänglichkeit, Liebe, Treue, Hilfsbereitschaft und Herzenswärme und erzählte von ihren glücklichen Tagen im Kibbutz. Aber jetzt kommt sie nicht mehr, sie hat nie über ihr Leiden gesprochen, wohl wusste sie selbst nicht, wie krank sie war, es war vielleicht besser so, und jetzt fehlt sie Vielen. Sie ging in den Kibbutz der Ewigkeit. J. S. DR. KURT (NATHAN) SALOMON sei. And. Dr. Kurt Salomon 1896 in Posen geboren, war Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg an der Westfront, studierte bei Prof. Franz Oppenheimer, Nationalökonomie in Frankfurt ä/Main (Studenten-Verbindung VJA), nach dem Kriege war er in Breslau im Machsike Thora-Verein und im Jeschurun-Esra, tätig. Seine Dissertation schrieb er 1926 bei Prof. Oppenheimer über “Die Lösung des sozialen Problems in der Bibel”, sie wurde 1931 beim Verlag Markus in Breslau, gedruckt. Nebenbei sei bemerkt, dass diese Abhandlung in der Bibliographie zu der Broschüre von Dr. Nachum Wahrmann, Bezirks-Rabbiner zu Oels (Schlesien) und Dozent am Rabbiner Seminar in Breslau “Die weltkulturelle Bedeutung der Bibel, insbesondere ihrer sozialen Gesetze” (Jerusalem 1960) erwähnt wird, und in dieser Bibliographie wird auch, unter vielen anderen Schriften das Buch von Rabb. Dr. Moses Hoffmann, (später in Breslau) angeführt: “Judentum und Kapitalismus” Berlin, 1912 (192 S.). Dr. Salomon veröffentlichte auch die Abhandlung “Des Judenvolkes natürliches Recht auf Boden” (Berlin 1932) 36 S. Dr. S. siedelte 1934 nach Erez Israel über, baute in Haifa Bay ein Haus auf KKL Boden, besass dort eine Wirkmaschine und einen Baumgarten, später arbeitete er mit einem kleinen Traktor bei Ackerarbeiten. Seine Doktorarbeit winde ins Englisch übersetzt, und er sandte diese Abhandlung bezgl. der Jowelordnung der Thora an viele Staats-Oberhäupter. Diese rege Korrespondenz mit de Gaulle, Adenauer, Churchill, Ben Gurion, Diefenbacker (Canada), dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, mit dem Kuratorium unteilbares Deutschland (Bonn) und vielen anderen, veröffentlichte er in einer zweiten Auflage seine Doktorarbeit 1965 in Haifa unter dem Titel: “Die dritte Welt -und Wirtschaftsordnung zwischen Kapitalismus und Kommunismus, ruhend auf dem Vergessenen unveräusserlichen Menschenrechte eines Jeden auf Boden)”. Eine hebräische, etwas gekürzte Übersetzung der Dissertation erschien 1956 im Mescharim-Verlag (P.O.B. 2057) in Tel Aviv, mit aktuellen Hinzufügungen des Verfassers, bezgl. der heutigen Probleme im Staate Israel. Auch ergriff ein Freundeskreis die Initiative in diesem Heft (44 S.) ein Programm für eine Bewegung für Thora, — Bodenreform — aufzustellen. Schon damals (1956) regte die Aequitas (Mescharim Bewegung) bechidusch Jomenu, eine Zollunion mit dem Staate Jarden, an, nach dem Beispiel der Donaumonarchie, die ja auch aus vielen Völkern bestand, oder, wie die schweizer Eidgenossenschaft. In späterer Zeit sollte sich daraus eine Confederatlon entwickeln, ein Brith Medinoth Erez Hakodesch, mit der Metropole Jerusalem. Ein derart geeinter Staatenbund könnte ein Gegengewicht bilden, gegenüber den Arzoth Habrith von Amerika (Kapitalismus) und dem Brith Hamoazoth (Sowjetkommunismus). Vor einigen Jahren wurde Dr. Salomon in Folge von Komplikationen eines Sonnenstiches in einem Siechenheim in Haifa Bay untergebracht. Im Tischri verliess er Nachts unbemerkt das Hospital und seitdem ist er spurlos verschwunden. Die Polizei konnte nichts ermitteln. CHAJ1M BILSKI 28

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