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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2006-01-01 · No. 81 (2006) · p. Seite 20

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2006
Issue
No. 81 (2006)
Date
2006-01-01
Page
Seite 20 (sequence 412)
Language
German
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20 Zusammenfassung zum geplanten Vortrag "Glaube und Pflicht - das Ende des jüdischen Schulwesens in Breslau" von Dr. Ronald Müller Im Anschluß an einige persönliche Vorbemerkungen wird der Begriffsinhalt "Jüdisches Schulwesen" in Gegenüberstellung zum "deutschen Schulwesen" beleuchtet. Daraus ergibt sich eine grundlegende Aussage, die in dem Satz zusammengefasst wird: "Die jüdischen Schulen waren in der Nazizeit die besten Breslauer Schulen", wobei diese Feststellung generell für alle jüdischen Schulen im damaligen Deutschland gilt. Ohne Aussagen und Dokumente zu wiederholen, die in der Literatur, allem voran Joseph Walk's "Jüdische Schule und Erziehung im Dritten Reich", ausführlich enthalten sind, werden die jüdischen Privatschulen in Breslau ab 1933 bis zu deren Ende anhand von Einzelvorgängen beschrieben. Das wird mit Dokumenten aus dem polnischen Staatsarchiv (Archivim Panstwowe we Wroclawiu), die Professor Walk noch nicht zugänglich waren und mit einigen Bildern aus dem heutigen Breslau untermalt. Bei den jüdischen Schulen handelt es sich um die beiden kleineren Privatschulen von Gertrud Wohl und Gertrud Brann sowie um die private jüdische Volksschule und das aus der mittleren Schule hervorgegangene Jüdische Reform-Realgymnasium, die am Rehdiger Platz 3 ihren Sitz hatten. Ab April 1934 erweiterte sich dieses Schulwerk um die Schule am Anger, mit den Volksschulklassen und den höheren Klassen. Dabei werden die unterschiedlichen Gründungsbedingungen und Gründungsziele gestreift, denn die in der Weimarer Republik bestehende Dualität von konservativem Gemeindeteil als Minderheit, die gegen den Widerstand der liberalen Mehrheit das Schulwerk am Rehdiger Platz begründete, war durch die "Machtergreifung" durch die Nazis unwichtig geworden, auch wenn sich der Konflikt zwischen Konservativen und Liberalen dadurch nicht aufgehoben hatte. Mit einigen Namenslisten von Lehrern und Schülern sowie der Schilderung einzelner Schicksale wird die Verpflichtung verdeutlicht, kein Vergessen zuzulassen. Es gilt, die Tradition, die aus diesen Schulen herrührt, zu pflegen und zu bewahren. Das ist das Vermächtnis für alle Erben der Geschichte, die Deutschen in der heutigen Bundesrepublik und die polnischen Bewohner der Stadt inbegriffen. Breslaus Schicksal und dessen Ursachen machen deutlich, dass in den öffentlichen Schulen ein Grundstein für Demokratieverständnis, Völkerverständigung und Toleranz in religiösen Fragen zu legen ist und damit der Nährboden für Antisemitismus eingeschränkt wird. ★ Amnon Herbert Ritter Remez 26 A Kiriat Ata 28086 26.5.2006 Verband ehemaliger Breslauer P.O.B. 3591 61035 Tel Aviv Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, Ich ging zur Ge.Sta.Po. Ich besaß eine Schiffskarte nach Palästina. Um Deutschland zu verlassen, brauchte ich jedoch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, aber die bekam ich nicht. Was konnte man tun? Ich ging zur Ge.Sta.Po. im Polizeipräsidium und sagte dem Beamten: "Ihr wollt, dass wir Deutschland verlassen, aber Ihr laßt uns nicht heraus." Daraufhin schrieb er einen Zettel an die Devisenstelle, mich bevorzugt abzufertigen. Ich ging sofort zur Devisenstelle und zeigte dem erstaunten Beamten den Zettel von der Ge.Sta.Po. "Noch heute bekommst du die gewünschte Bescheinigung", war seine Antwort. Aber den Zettel übergab ich nicht dem Beamten, sondern steckte ihn in meine Tasche. Immerhin ein Andenken. Am nächsten Tag reiste ich nach Berlin und von dort nach Triest. Mit freundlichen Grüßen Amnon Herbert Ritter Geheime Staatspolizei Staatspolizeileitstelle Breslau R-Nr. II B -4-Breslau, den 1. März 1939 An die Devisenstelle in Breslau Den Juden Herbert-Israel Ritter aus Breslau bitte ich wegen seiner kurz bevorstehenden Auswanderung bevorzugt abzufertigen. Im Aufträge: gez. ★ Unsere Leser schreiben .Ihnen und Ihrem Land in dieser grausigen Zeit von ganzem Herzen alles Gute. Heute fand ich - endlich - einen wirklich guten Artikel über den furchtbaren Krieg mit der Überschrift: Für die Toten ist nur die Hisbollah verantwortlich. Der Artikel sprach mir voll aus der Seele! Viele liebe Grüße aus Freiburg Ihre Marlis Meckel

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