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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2006-01-01 · No. 80 (2006) · p. Seite 10

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2006
Issue
No. 80 (2006)
Date
2006-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 Jüdische Schulen in Breslau (Schulzeit in Breslau - Schulische Bildung für die jüdischen Kinder und Jugendlichen zwischen 1918 und 1943 Von Dr. Ronald Müller) "Bücher haben ihr Schicksal und jüdische Bücher haben ihr eigenes jüdisches Bücherschicksal" - schrieb einmal Franz Rosenzweig s.A. So ein Schicksal hatte das "Lehrbuch der israelitischen Religion" - 'Glaube und Pflicht'. Dieses Buch gab dem Verfasser dieser Forschung den Anstoß zu seiner Arbeit. Der Verfasser dieser Forschungsarbeit über die jüdische Schule in Breslau ist kein Breslauer. Aus Dresden stammend kam er 1960 zum ersten Mal nach Breslau, welches damals schon zu Polen gehörte. Die neuen polnischen Bewohner verkauften dann die deutschen Bücher, welche sich noch in diesen Wohnungen befanden. Dr. Müller, damals noch Student, kaufte verschiedene Bücher, u.a. auch das "Lehrbuch der israelitischen Religion für Schulen" - 'Glaube und Pflicht' von Rabbiner Dr. Israel Schwarz, Cöln, Ende Juni 1864, herausgegeben vom I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a.M., 1877. Der Blick von Dr. Müller konzentrierte sich auf den Stempel auf dem Titelblatt: "Jüdisches Reform-Realgymnasium Breslau, Bücherei". Dr. Müller schreibt in der Einführung dieser Forschungsarbeit, dass es interessant ist "...einen konkreten Blick auf das Schulwesen der Zeit der Weimarer Republik und der Herrschaft der Nationalsozialisten zu richten. Besonders am Beispiel, wie die schulische Bildung der jüdischen Kinder und Jugendlichen zwischen 1919 und 1943 gestaltet wurde..." Dr. Müller beschreibt jetzt den Aufbau des jüdischen Schulwerkes, angefangen mit einer Schulanfängerklasse im April 1920 bis zu den hohen Gymnasialklassen. Diesem blühenden, grandiosen Schulwerk wurde 1942 von den Nazis ein Ende bereitet. Dr. Müller gibt uns ein umfassendes Bild dieses Schulwerkes. Die treibenden Kräfte desselben waren die Rabbiner Dr. Goldschmidt und Dr. Simonsohn. Im Anfang kamen die Schüler nur aus konservativen und orthodoxen Familien, denn der Besuch allgemeiner Schulen stellte die religiösen jüdischen Schüler vor große Probleme in Bezug auf Schabbat und Festtagsheiligung. Nur das Bestehen einer jüdischen Schule konnte diese Probleme wirklich lösen: Hier gab es keinen Gegensatz von Schule und Elternhaus. Dr. Müller schreibt über die Diskussionen zwischen den städtischen und staatlichen Schulbehörden und der Leitung der Schule. Nach 1933 vergrößerten sich die jüdische Volksschule und das Gymnasium am Rhedingerplatz infolge des Zustroms der jüdischen Schüler von den allgemeinen Schulen und auch viele jüdische Lehrer, welche 1933 von den allgemeinen Schulen entlassen wurden, fanden in der jüdischen Schule wieder Beschäftigung. Im Jahr 1933/34 gründete eine Gruppe von entlassenen Lehrern einen Verein "Neuer Jüdischer Schulverein e.V.", der den Unterricht in den Räumen des Gemeindehauses Am Anger 8 aufnahm. Außerdem existierten schon vor 1933 jüdische Privatschulen, wie die von Gertrud Wohl, Lothringerstraße 9. Diese Forschungsarbeit gibt ein interessantes Bild über das jüdische Schulwesen in Breslau in den kritischen Jahren des Judentums Deutschlands. Viele unserer Leser werden sich sicher noch an die Schulzeit in der jüdischen Schule in Breslau erinnern. Das Buch ist in zwei Sprachen erschienen: Deutsch und Polnisch und hat 21 Anlagen. E. M. Talmid I Ehemalige Mitarbeiter 1947/50 in der |Gemeindeverwaltung der jüdischen!: | Gemeinde Berlin, Oranienburgerstraße, j | gesucht. jj IWer war zeitweilig Mitarbeiter, wert] I kennt ehemalige Mitarbeiter oderp |deren Nachfahren, die möglicherweise! Inoch Unterlagen aus der Berliner Zeitp Ials Mitarbeiter aufbewahren? jj M Um Information bittet: jj IDr. Roland Müller - Sarrasanistraße 19/204 jj D-01097 Dresden | ^E-Mail: rol^and-muller-dresden@online.de|

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