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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1962-01-01 · No. 6-7 (1962) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1962
Issue
No. 6-7 (1962)
Date
1962-01-01
Page
[Seite] (sequence 3177)
Language
German
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Verbandsnachrichten Zuschriften aus unserem Leserkreis: Frau R. G. schreibt: „Schon auf Ihre letzte Mitteilung hin konnte ich mit der Familie A. Verbindung aufnehmen. Nun wartete ich nur noch auf die Anschrift von Dr. H., um Ihnen für Ihre Bemühungen meinen aufrichtigen bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet für Ihre Dank auszusprechen. Nun konnten alte Verbindungen wieder aufgenommen werden. Ich Bemühungen...” Herr Dr. U. in F. schreibt: „Ich blieb bis 5.3.43 (in schwerer Rüstungsarbeit) in Breslau und kam dann mit dem Transport nach Auschwitz. Wir waren amtlich: 1405 Personen, 406 Männer kamen zur BUNA-Arbeit, 125 Männer wurden sofort vergast; 684 Frauen und Kinder wurden vergast, 190 Frauen kamen zur Arbeit. Nur wenige von uns haben überlebt. — Und dann kamen noch die schweren Transprte und Lager bis Mai 1945.” In Ergänzung des Nachrufes für Dr. LUDWIG COHN erhalten wir von unserem Mitgliede Dr. E. Gruenthal — Nathanya nachfolgende Zuschrift: „Ich las in der letzten Nummer des Mitteilungsblattes des Verbandes ehemaliger Breslauer den Gedenkartikel für unseren lieben Dr. Ludwig Cohn, der ein treffendes BUd seiner Persönlichkeit bietet. Indessen vermisse ich, dass darin das Werk, das neben der Rehabilitation der Blinden durch Einordnung in das Berufsleben in Israel, seine wertvollste Leistung in Israel" ist, und von ihm als „sein liebstes Kind” im Lande bezeichnet wurde, nämlich die Schaffung der Braille-Blindenbibliothek, nicht erwähnt wurde. Als Dr. Cohn vor 11 Jahren zum erstenmal in Israel als Experte für das Blindenwesen weilte, besuchte er hiesige Verwandte und Bekannte, und man sprach natürlich über seine Pläne auf diesem Gebiete. Dabei kam man natürlich auch auf die Notwendigkeit zu sprechen, dass zugleich mit der Einordnung der Blinden in das Wirtschaftsleben man auch für deren Bedürfnisse auf geistigem Gebiet sorgen müsse, und Dr. Cohn regte die Schaffung einer Braille- Bibliothek als wichtigstes Mittel zu diesem Zweck an. Im Anschluss an einen Vortrag in unserer hiesigen „Bnei-Brith-Lodge”, den Dr. Cohn über „das Weltbild des Blinden” hielt, machte meine Frau ihn mit Frau Chaja Boehm, Frau des hiesigen Zahnarztes Dr. Boehm bekannt, die ein hervorragendes organisatorisches Talent besitzt, und die bereit war, die Leitung dieser Bibliothek im Sinne der Anregungen von Dr. Cohn zu übernehmen. Das war der Anfang! Dr. Cohn, der weiter auch nach seiner Rückkehr nach Rotterdam unermüdlich für die Bibliothek tätig war und durch Vermittlung von Papierspenden und Braille-Schreibmaschinen dem Kind auf die Beine half, Geld- und auch Buchspenden aus dem Ausland veranlasste und in allen technischen Fragen ständig mit Rat und Tat bei der Hand war, auch in seiner Eigenschaft als Experte die Verbindung mit den Behörden, insbesondere dem Unterrichtsministerium in die Wege leitete, konnte bei seinen späteren Besuchen in Israel den Erfolg seines Werkes, das als Central-Blindenbibliothek für Israel (mit dem Sitz in Nathanya) für alle Zeiten seinen Namen als Gründer trägt, beobachten und den Mitarbeitern an diesem Werk, in erster Linie Frau Chaja Boehm seine Anerkennung und Freude über das Gelingen aussprechen. Frau Boehm ist weiter als techn. Direktor der Bibliothek tätig. Vorsitzender der Bibliotheksleitung ist der ehemalige Breslauer Rechtsanwalt Max Jacobsohn (Pardess Chana), der den Breslauern, insbesondere den Zionisten unter ihnen, bekannt ist. Dr. Ludwig Cohn war in Vorbereitung einer neuen Reise nach Israel begriffen, als ihn seine Erkrankung erfasste, und ihn nach einem Leben selbstloser Arbeit für seine leidenden Mitmenschen hinwegraffte.” (Aus dem Kreise unserer Mitglieder sind auch als besonders eifrige Brailleschreiber Frau Paula Lewy — Tel Aviv (Witwe von Zahnarzt Dr. Gerog Lewy) und Frl. Margarete Pick, unsere ehrenamtliche Sekretärin, (Kfar Saba) tätig. Die Red.) Ansprache des Vorsitzenden des Verbandes ehemaliger Breslauer zum I. Gesellschafts¬ und Unterhaltungsabend am 6.2.63 in Tel Aviv Meine sehr geehrten Anwesenden! Ich habe die Ehre den ersten sogenannten Geselligkeits- und Unterhaltungsabend zu eröffnen, der wenn er Ihnen gefallen hat, nicht der letzte sein soll. Der V.e.B. ist kein Vergnügungsverein. Seine Gründung war dem Bemühen einzelner ehemaliger Breslauer zu verdanken, welche in sich die Verpflichtung fühlten, in irgend einer geeigneten Form das Andenken an die alte Heimatgemeinde zu ehren. Sie glaubten, dies nicht würdiger tun und ihre Dankbarkeit für das, was ihnen die Gemeinde von Jugend an geboten, nicht besser beweisen zu können, als durch die Fortsetzung der sozialen Tätigkeit, durch welche sich gerade die Gemeinde Breslau besonders ausgezeichnet hat. Ich darf wohl heut nach fast fünfjährigem Bestehen des Verbandes sagen: Der Verband hat sich bewährt — die Erwartungen der Gründer haben sich erfüllt. Dank des Interesses unserer Mitglieder in Ost und West, in Nord und 'Süd — von Los Angeles bis Indien und von Schweden bis Neu-Seeland — konnten wir die Aufgaben, die wir uns gestellt, erfüllen und hoffen es fernerhin tun zu können. Was wir leisten, ersehen Sie aus den Ver- Ibandsmitteilungen, die Ihnen regelmässig zugehen. Aber es ist — vielleicht mit Recht — aus Mitgliedskreisen der Wunsch laut geworden, dass wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten sollen, öfters zusammen zu komimen, zumal auch die Erfüllung unserer sozialen Ziele davon abhängt, dass unser Mitgliederkreis beisammen bleibt und sich in unserem Verbände heimisch fühlt. Wie Sie aus dem heutigen Abend ersehen, haben wir uns diesen Argumenten nicht verschlossen. Wir hoffen mit dem heutigen Geselligkeits- und Unterhaltungsabend allen Wünschen gerecht ,zu werden und, dass das Programm, welches ,das vorbereitende Comite zusammengestellt hat, Ihren Beifall haben wird. Damit übergebe ich unserem bewährten Vorstandsmitglied Julius Sachs die künstlerische Leitung des Abends. Herr Julius Sachs entledigte sich launig und fesselnd seiner Aufgabe, ca. 200 Mitglieder hatten sich eingefunden und wurden in der Tat mehr als 2 Stunden bestens unterhalten. Der bekannte Tel Aviver Humorist Alexander Jahalomi, der traditionelle Ansager bei der Wahl der Schönheits-Königin von Tel-Aviv, begeisterte auch diesmal als Vortragender das Publikum. Als gewandter und geistvoller Humorist stellte sich auch Argaman-Rosenberg vor, dessen Reservoir an humoristischen Ideen unerschöpflich zu sein scheint. Mit prächtigem Organ, ausdrucksvoller Mimik und fortreissendem Temperament sang und rezitierte sich Schlomo Weissfisch in die Herzen der Zuhörerschaft, am Akkordeon sinnvoll begleitet von Elijahu Cohen. Ein aus Jugendlichen (Jehoschua Drucker, David Burda, Rami Salomohow, Dror Avdor) gebildetes Quartett brachte £in Konzert von Vivaldi von vier Violinen und /Klavier (am Flügel Ruth Kranzenblum) zu Gehör, wohl diszipliniert und mit beachtemswerten Können jedes einzelnen Mitwirkenden. Die jungen Künstler studieren bei dem bekannten Violin-Pädagogen Moshe Avdor, Tel- Aviv. Den Höhepunkt des Programms bildete die junge Koloratur-Sopranistin Jona Cohen aus dem Gesangs-Studio von Elli Kurz. Jona Cohen, eine Jemenitin, erfreute die Zuhörer mit einem grossen Programm, u.a. Mozarts Hallelujah, der Arie der Adele aus der Fledermaus und Lieder wie „Schechora ani” von Lawry und Bernsteins „I feel prettz” aus West Side Story. Mit Jona Cohens kraftvollem, biegsamen und umfangreichem Sopran verbindet sich die Fähigkeit ebenso eindrucksvoll wie ausdrucksvoll zu gestalten. Man darf erwarten, dass eine bedeutende Zukunft der jungen Dame harrt., Michael Levi war ihr ein getreuer Begleiter am Flügel. Das Publikum nahm die Darbietungen befriedigt und mit lebhaften Dankes-Kundgebungen auf. Manfred Rosenfeld (Maro) KRANKENKASSE. Wir haben mit der Krankenkasse „Otzar Harofim” ein Abkommen getroffen, nach welchem unsere Mitglieder einen bevorzugten Tarif gemessen. Wir bitten die Mitglieder, welche in die Krankenkasse eintreten wollen, sich gegen Vorzeigung unserer letzten Beitragsquittung (1962/63) mit der Leitung des „Otzar Harofim”, Tel Aviv, Rchov Nachmani 1 direct in Verbindung zu setzen. THEATERNOTIZ. Die Leitung der Theatergesellschaft „Hagescher” Tel Aviv bittet uns bekannt zu geben, dass zurzeit das Lustspiel „Die braven Diebe" von I. Popplwell auf dem Spielplan läuft. Für Mitglieder des „Verbandes ehemaliger Breslauer werden 12 für 10 Eintrittskarten abgegeben, bei vorheriger Bestellung bei Herrn Sachs, Masestr. 51. Unsere Spender und Mitglieder, die an „Israel” Briefmarken interessiert sind, wollen uns dies bei ihren Zahlungen mitteilen! DR. SIEGMUND HADDA M.D. 80 JAHRE Der Nane Dr. Siegmund Hadda hatte von jeher einen guten Klang, schon als er in Breslau im Jüdischen Krankenhause Chefarzt der chirurgischen Abteilung und später als vielbeschäftigter und geschätzter Chirurg in USA tätig war. Es ist als eine besondere Gabe anzusehen, dass er im Alter von nunmehr 80 Jahren in Amerika, wo er schon früher als junger Assistent besonders Gefässchirurgie betrieben hat, seine operative Tätigkeit erfolgreich fortsetzen konnte. Aus der Ehe mit seiner fürsorglichen Gattin, mit der er nun bereits das Fest der goldenen Hochzeit feiern konnte, hat er treffliche Kinder. Besonders stolz ist er, dass sein Sohn Georg — er trägt den Vornahmen unseres gemeinsamen Lehrers Prof. Georg Gottstein s.A. — die chirurgische Tätigkeit erfolgreich fortsetzt. Mein Glückwunsch, den ich Dr. H. nach Veröffentlichung der ersten grösseren wissenschaftlichen Arbeit seines Sohnes ausdrückte, hat ihn mit besonderer Freude u. Stolz erfüllt. Sieht er doch, dass das überkommene Erbe richtig verwaltet wird. Möge es Dr. H. im Kreise seiner Familie vergönnt sein, wenn auch die glückliche Hand des Chirurgen nicht mehr aktiv sein sollte, dass in der Praxis und in der wissenschaftlichen Welt der Name Dr. Hadda seinen guten Ruf behält. Dr. William Boss

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