Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1962
- Issue
- No. 6-7 (1962)
- Date
- 1962-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 3163)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir gratulieren herzlich unseren Mitgliedern Frau Johanna Lubinski geb. Glück, Tel Aviv, Mase Str. 51 zu ihrem 95. Geburtstag. der allverehrten Julchen Gradenwitz geb. Feilchenfeld, Tochter des unvergesslichen Ober- Rabbiners von Posen Dr. Feilchenfeld und Wwe. des vor einigen Jahren in Kwuzat Yabne heimgegangenen und in Breslauer Kaufmannskreisen bekannten und geschätzten Aron Gradenwitz (Adresse: Islael-Kibbuz Yabne). Max Marcus und Margarete Lubarz geb. Nothmann Quito (Ecuador) Casilla 3220 (früher Breslau), zur Goldenen Hochzeit und wünschen ihnen noch viele glückliche, zufriedene und gesunde Jahre. der langjährigen, verdienten Beamtin der Breslauer Synagogen-Gemeinde Margarete Levy, Tel Aviv, Sirkinstr. 5. welche bis zu ihrer Auswanderung die Steuer- Abteilung der Gemeinde in vorbüdlicher Weise führte, und Liese Weinhausen geb. Pick, Moledeth (Israel) die vielen Breslauern noch in bester Erinnerung sein wird, zum 85. Geburtstag. Dr. Siegmund Hadda M.D. New York und seiner lieben Frau zur „Goldenen Hochzeit” und ihm selbst zum 80. Geburtstag. Maximo Solomon, Buenos Aires, Corrientes 1749, zum 75. Geburtstage. Herr Salomon, der noch dem Badt’schen Minjan angehörte, sorgte dafür, dass nach dessen Auflösung in der gleichen Gegend Breslaus ein Sabbatg’ttesdienst (aufrecht erhalten wurde. Zuerst in den Wohnungen der ehemaligen Besucher Rosenfeld und Karger und nach deren Tode im Paula Ollendorf-Haus im Jugendheim, Herr Salomon schreibt uns: Hier im Jugendheim blieben wir bis zu njeiner Auswanderung, 1938. Unser Inventar, Sefer Thora Schrank u.s.w. übergab ich der Rhedigerschule, dem damaligen Direktor Dr. Abt. Die Tochter von Geh. Rat Dr. Goldfeld, mit dem wir damals das Abkommen wegen des Jugendheims abschlossen, Frau Margarete Wachsmann, starb vor ca 2 Jahren in Buenos Aires. Sie war vor ihrer jahrelangen schweren Krankheit Vorsitzende der Schwesternschaft der von mir mitgründeten J.K.G. (Jüdischen Kulturgemeinschaft), jetzt ACIBA (Associaciön Cultural Israelita Buenos Aires), der grössten deutschsprechenden Kulturgemeinschaft Lateinamerikas, deren Präsident der Bruderschaft ich lange Jahre war. Diesen Posten habe ich jetzt der 2. Generation übergeben, die sie in unserem Sinne fortführt. Wir haben an den Hohen Feiertagen einen G’ttesdienst für 1000 Erwachsene und ca 3-400 Jugendliche in gemieteten Räumen. Er wird nach dem Minhag der Storchsynagoge in Breslau abgehalten. Im Ausschuss der Bruderschaft sind mehrere ehemalige Breslauer, wie Pablo Schindler, Otto Elkeles u.a. — Wir beenden augenblicklich den Neuumbau unseres Heimes, der ca 8 Millionen pesos kostet und uns alle finanziell sehr anspannt. — Unser Grand Rabino Herr Dr. Schlesinger ist Absolvent des 'Fraenkelschen Rabbinerseminars Breslau. Seine vor 4 Jahren verstorbene Frau Dr. Erna Schlesinger, war die Tochter des Rabbiner Dr. Cohn, Breslau, früher Rawitsch. Sie hatte einen hervorragenden Anteil am kulturellen und jüdischen Aufbau in Buenos Aires und durch Herausgabe ihrer Bücher sich dauernde Verdienste erworben. Sie ist in allen jüdischen Kreisen Argentiniens imvergessen. Bruno Scheyer, Tel Aviv, Rh. Aharanowicz 2 und unserem Vorstandsmitgliede Julius Sachs, Tel Aviv, Masestr. 51 zum 70. Geburtstage Dem Vorstandsmitgliede unserer Ortsgruppe Haifa Max Kochmann, Haifa-Carmel, Wedgwood 12 zum 60. Geburtstage. Hierzu schreibt uns der Vorstand der Ortsgruppe Haifa: Max Kochmann ein sechziger? Kaum glaublich! Er kam aus Oberschlesien nach Breslau und hat sich dort in Fachkreisen bald einen guten Namen — dank seiner rechtschaffenen Gesinnung und kaufmännischen Tüchtigkeit erworben. Ein alter Zionist, Vorturner im Bar Kochba schon in seiner Jugend, ist er auch heut noch elastisch genug, um sich besonders lebhaft an unseren Vorstandsarbeiten zu beteiligen. Viele Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit wünscht die Ortsgruppe Haifa, welchen Wünschen wir uns für alle Jubilare anschiiessen. unserem Freunde Apotheker Julius Loevy, Haifa-Carmel, Rh. Hanassi 133 zum 80. Geburtstag. Julius Loevy, der Besitzer der ältesten Breslauer „Hof-und Feldapotheke Am Neumarkt”, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, gehört mit Max Jacobsohn und unserem verstorbenem Freund Hugo Schachtel zu den Gründern der O.-G. Breslau der Z.Vi.D. in der er bis zu seiner Alijah aktiv war. Seine Apotheke auf dem Carmel erfreut sich allgemeiner Anerkennung. JULIUS SACHS 70 JAHRE Will man Julius Sachs charakterisieren, so vermag man das am besten, wenn man seine hervorstechendste Eigenschaft, seine Hilfsbereitschaft, in den Vordergrund rückt. Immer und immer wieder will er diese betätigen. Und hier sind es insbesondere die Künstler in diesem Lande, denen er sein Augenmerk zuwendet. Eingeweihten ist es bekannt, wie er sich einsetzt, wenn er von Notfällen in diesem Berufe hört. Wie es das Ideal seines Vaters gewesen wäre, gerne „Armenarzt” zu sein, so würde der Sohn am liebsten ein Altersheim für Künstler schaffen wollen, für Menschen, die einst andre mit ihrer Kunst beglückt hatten. Der Kunst und den Künstlern ist Julius Sachs zugetan. Und die Künstler, sie wissen es, wie sehr er ihr Freund ist und sie erwidern seine Zuneigung. Ich weiss, es ist ganz und gar nicht in seinem Sinne, gewürdigt zu werden, wenn dies auch aus Anlass seines siebzigsten Geburtstages geschieht. Weiss er jedoch, die Würdigung seiner Person ist mit dem Andenken an seine Eltern verbunden, dann ist mein Vorhaben, zu schreiben, a priori sanktioniert. Jedes Wort, das er spricht, jede seiner Handlungen verraten die kultivierte Atmosphäre des jüdischdeutschen Patrizierhauses, in dem er aufgewachsen ist. In rührender Kindesliebe erzählt er mir oft und oft von seinen Eltern, die in Theresienstadt jüdisches Schicksal erlitten und dort den Tod fanden. Er erzählte mir von seinem Elternhaus in Breslau, das seine Geburtsstadt ist. Dort war sein Vater ein bekannter Arzt, der grosse Erfolge auf dem Gebiete der Wasserbehandlung zu verzeichnen hatte. Dr. Leo Münz, ein in Tel Aviv lebender Arzt berichtet mir: Geheimrat Mikulicz, der Ordinarius der Chirurgie an der Breslauer Universität, hatte Dr. Sachs in der Universitäts- Klinik eine besondere Abteilung zur Verfügung gestellt, wo er seine bewährte Methode praktizieren konnte. Aber Sachs’ Vater, war nicht nur ein Mann der Arbeit, sondern auch ein glänzender Gesellschafter, von lauterem Charakter, von aussergewöhmicher Güte und Menschlichkeit erfüllt. Diese Eigenschaften des Vaters haben sich im Sohne wiederholt, der, wenn er von seinen Eltern spricht, förmlich auflebt. Er schilderte mir seine Mutter als eine Frau, mit seltenen Gaben bedacht, eine Frau des Geistes und gesellschaftlicher Kultur. Sie war eine kluge Rednerin und schriftstellerisch tätig. Ihre Art der Menschenbehandlung war ein Meisterstück der Intuition und, wie bei ihrem Gatten, von Güte und verständnisvollem Umgang. Beide Eltern scheinen sich in dem Sohne widerzuspiegeln. Gemeinsam war ihnen die Liebe zur Kunst, zum Theater, zu den Menschen, die ein Theater führen und denjenigen, die als Akteure mitwirken. Sie förderten Künstler auf jede nur mögliche Weise und halfen vielen in den Sattel. In ihrem Hause gingen Theaterleute ein und aus, darunter auch der Theatergewaltige von Breslau Dr. Theodor Loewe. Vielleicht sind das die Gründe, aus welchen sich die grosse Liebe Julius Sachsens zur Bühne und zu den Menschen, die auf ihr stehen, ableitet. Er liebt die klassische Oper wie die klassische Operette, die „Fledermaus” in erster Linie, (wie auch nicht! Anmerkung des Setzerlehrlings). Von jeher hatte er starkes Interesse für Dirigenten. Er untercheidet typische Bühnenkapellmeister von Symphonie-Dirigenten. Sachs ist gelegentlicher Mitarbeiter von Zeitungen im In- und Ausland. Seine musikalischen Kenntnisse erwarb er sich zunächst als junger Mann, als er Orchesterflöte erlernte. Harmonielehre und Kontrapunkt studierte er in Breslau. Theaterwissenschaft hörte er an den Hochschulen in Köln und München. Einige Schlager, die er komponiert hatte, werden zuweilen im Radio Kol Israel gespielt. Er hat Musikalienkataloge bearbeitet und hat als ehemaliger Musikalienhändler auf diesem Gebiete ein grosses Fachwissen, das ihn befähigt in Tel Aviv im Musikverlagswesen tätig zu sein. Bekannt sind die künstlerischen Abende, die er für soziale Verbände, für Ältere und Alleinstehende, veranstaltet. Er versteht es, die Conference, die er selbst bei diesen Abenden besorgt, klug und witzig mit aktuellen Situationen zu verflechten. Alle seine Freunde wünschen dem zarten Geburtstagskind in der Grösse eines Garde-Kürassiers: ,cn»yi nxa -ry roim bra ,nixna Fritz Gerstmann 7*4 rnvta .*30 67296 .SHEINKIN 4 llp'aXuy 'N-n o