Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1967
- Issue
- No. 21 (April 1967)
- Date
- 1967-04-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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|T1J Tamar Galewski - Daniel Wenn in diesen Blättern einer Frau gedacht wird, deren Wirken sich fern allem öffentlichen Leben vollzog, und die jeglicher' Art von Publizität stets zu entgehen strebte, so lässt sich dies nur damit rechtfertigen, dass die Heimgegangene eine in ihrer Weise ganz aussergewöhnliche Persönlichkeit war, die (obschon in aller Stille und innerhalb eines relativ kleinen Wirkungskreises) durchaus wertvolle kulturelle Aufbau-Arbeit völlig eigener Prägung im positivsten jüdischen Sinne geleistet hat. Ein natumaher, allem Gefühlsleben aufgeschlossener Mensch, wusste sie sich jedem Naturgeschöpf tief verbunden. Ihre besondere Liebe galt den Blumen, die sie mit rührender Sorgfalt pflegte sowie allen Kindern, denen sie kraft einer natürlichen und stets auf der Stelle erwiderten Neigung innig zugetan war und zu deren Herzen sie immer Zugang zu finden verstand. So gelang es ihr, einen grossen, ständig wachsenden Kinderkreis aus der benachbarten Umgebung in ihr Haus zu ziehen, an dessen religiösem Leben teihaben zu lassen und diese (fast durchweg religiös uninteressierten Häusern enstammenden) Kindern durch Heranziehung zu tzmp und rfniri durch Einladungen in ihre mit feinem Geschmack und und pädagogischem Geschick instruktiv geschmückte naiD durch ganz schlicht angelegte Unterhaltungen über “Parschath Haschawua” oder ähnliche dem Charakter der Festtage angepasste Gegenstände sowie zuweilen auch durch Veranstaltungen von (begeistert aufgenommenen) DUVrn über biblische oder sonstige nach der jeweiligen Jahreszeit aktuelle Themen, die Grundlagen für ein geistig ausgerichtetes Judentum zu vermitteln. Bei gelegentlich von ihr erteilten Privatunterricht (in profanen Wissensfächern) wusste sie mit einer erstaunlichen natürlichen Lehrbegabung ausgestattet, jede Unterrichtstunde zu einem einprägsamen Erlebnis zu gestalten. Alles in allem: eine erzieherische Persönlichkeit von hohen Graden, deren Erfolg und segensreiche Wirksamkeit erst kürzlich dadurch anerkannt wurde, dass zur Erhaltung ihres Andenkens eigens auf ihren Namen eine besondere Abteilung der Schüler Bibliothek in der benachbarten (übrigens nichtreligiösen) “Hajowel" Schule eingerichtet und mit Büchern versehen wurde, die ihrer geistigen Interessenrichtung Rechnung tragen. Doch über ihr Wirken im pädagogischen Sinne hinaus wurde die Heimgegangene auch im weitesten Kreise ihrer Freunde und Bekannten allgemein geachtet und geliebt. Ihrem Wesen nach überaus sensitiv veranlagt, war sie gerade dadurch auch mit einem hochentwickelten Einführungsvermögen begabt, mit einem intensiv reagierenden Takt- und Feingefühl, das ihr ein tiefes, warmherzig, mitempfindendes Verständnis für ihre Umwelt verlieh, ein wahrhaft gütiger Mensch voll selbstloser Menschenliebe erfüllt von seltener Aufopferungsfähigkeit und grenzenloser Hingabebereitschaft, wie sie ein Freund des Hauses in ein paar knappen Strichen zu charakterisieren versuchte: mm vn ran nsnr Ton taa na©j ’ma in n*lD’ TV ’TO nniw ton mp’n Va hud ms Vs iTnwn iom maV mm nwss ns n-ioa •TTT Va Vs SPENDEN UND BEITRÄGE Rosi Arbib, Ramat Hascharon, Karl Angress, Tel Aviv, Gertrud Berg, Tel Aviv, Frau Buttenwieser, Tivon, Ingen. Albert Brandt, Haifa, Dr. Erna Biberberstein, New York, Betty Bujakowski, Jerusalem, Baruch Brettler, Cheshire, England, Selma Baruth, Ramat Gan, Resi Better, FluShing N.Y. U.S.A., Erna Baum, Giwatajim, Rabb. Dr. Bernhard Brilling, Münster (Germany), Dr. S. W. Beutler, Baden Baden (Germany), Mrs. Czollak, London, Heinrich Cohn, Ramat Gan, Leo Davidow, Kfar Jedidja, Berthold Daniel, Haifa, Max Dienstfertig, Bne-Brak, Toni Ehrlich, Haifa, Dita Ehrlich- Hirschberg, Tel Giborim Cholon, Meir Eliesri, Chofez Chajim, Vera Eytan, Ramat Gan, E. Fürst, New-Jersey, Erwin Fuss, New York, Hermann Freudenthal, Haifa, S. Feltham, Windsor (England), Fanny Freyhan, Tel Aviv, Emst Falk, Jerusalem Bajit Wegan, Joseph Falk, Birmingham, Lotte Freund, Haifa — Achusa, Arnold Falk, Manchester (England), Dr. Dora Finzi-Jakobsohn, Tel Aviv, Jakob Goldberg, Jerusalem, Louis Grünberger, Colmegna di Luino (Italien), Benno Gottschalk, Tel Aviv, Martin Gumpert, Santa Clara, Calif. U.S.A., Carl F. Hoffmann, San Francisco. Annemarie Holz, New York, Alice Heppner, Kenton Harrow, (England), Emst u. Margot Hein, Rischpon, Emst Huldschinky, Essen (Germany), Frieda Josephi, Berlin (Germany), Schlomoh Janiak, Tel Aviv, Zwi Hermann Janiak, Haifa, Grete Jakob, Kibbuz Mayan Zwi, Eva Jordan, Ditton (England) Trude Kempner, Haifa, Frieda Kaiser, Tel Aviv, Dr. Max Köhler, Cochabamba (Bolivien), B. Kempinsky, Nahariah, Markus Lubasz, Quito (Ecuador), Anni Löwenstein — Priebatsch, Ramat Chen, Profes. Dr. Landsberg, Haifa, Rut Löwenberg, Haifa, Heinz Littwitz, Moledeth near Afule, Max Lopatka, Tel Aviv, Gerda Levy, Haifa, Ruth Moses, London, Käthe Markus — Ephraim, Ramat Gan, Dr. Herbert Mährer, Jerusalem, Dr. Erwin Markus, London, Ilse Mir — Birnbaum, Nahalal, Anni Maier, Tivon, Annemarie Müller, Chedera, Zwi Masur, Ramat Gan, Lucie Möller, Jerusalem, G. Moss, London, Josef Georg Markowitz, Haifa, Gerda Matzdorff, Haifa, Dr. Charlotte Michaelis, Haifa, Henry Newmann (Heinz Neumann) u. Anne Newmann (Anneliese Bloch), Denver Colorado, U.S.A., Rabbiner Dr. David Ochs, Tel Aviv, Ricca Portan, Jackson Heights, N.Y., Sara Plaut, Haifa, Professor Max F. Pollack, San Francisco, Schoschanah (Ursula) Prilutzki-Falk, Tel Aviv, Lotte Pinczower, Jerusalem, Esther Rosenzweig, Tel Aviv, Margot Rosenthal, Tel Aviv, Dr. Esther Rabin, Haifa, Edith Reifen- Hurwitz, Tel Aviv, Dr. Paul Rosten, London, Jakob Franz Rosenbaum, Cholon, Irma Rau, Tel Aviv, Manfred Rosenfeld (Maro), Tel Aviv, Fanny Stern — Sichel, New York, Dr. Kurt Schwerin, Chicago (U.S.A.), Louis Sander, St. Louis (U.S.A.), M. Schlamm Grove House Hamsterley (England), Apotheker A. Schmidt, Haifa, Paul Seidmann, Haifa, Mirjam Schmerei — Hofstein, Tel Aviv, Emest A. Silverfield, San Rafael, Calif. (U.S.A.), Ruth Silberberg M. D., St. Louis (USA), Aron Schacher, Guatemala, Z. Sichel, Jad Elijahu Tel Aviv, Society of Friends From Breslau, New York, Lotte Schloss-Rogosinsky, Cambridge (England), Elsie Stephany, London, Gerda Sandberger, Brüssel, Robert Schlesinger, Bad Homburg v.d.H. (Germany), Ernst Tichauer, Kirjath Bialik, Dora Ullmann, Haifa, Dr. Kurt Wachsner, Ramot Haschawim, George Werner, London, Dr. Ernst Warschauer, New York, Noach Zillan (Dago Tichauer), Tel Aviv, Mary Zwerdling, New York, Margot Zellner, San Francisco (USA), Gine Messer, Ramat- Gan, Dr. Markus Freund, Kfar-Saba, Siegfried Markiewitz, Gan-Haschomron, Franz Rosenbaum, Cholon, Emest R. Lane, Los Angeles. Unsere Vortragsabende Mit einer sehr guten Eröffnungsversammlung wurde die Wintersaison des Verbandes ehemaliger Breslauer im Cafe Noga, Tel Aviv eingeleitet. Als Redner hatte man Herrn Erwin Palmon gewonnen, der — sozusagen aus der Praxis — die Mitglieder und Gäste “Hinter die Kulissen einer Redaktion” führte. Er gab einen vergnüglichen Einblick in die Welt der Schreibmaschine, der Schere und des Kleistertopfes und in die der Druckfehler und der “Dementis vonmorgen, der bewies, dass Zeitungsschreiben gar nicht so leicht sei”. Ob mit oder ohne Verantwortung der Redaktion, die Geschichten, die der Redner zusammentrug, ergaben ein Potpouri heiterer Geschehnisse bis zur Drucklegung und es war interessant, lesens resp. hörenswert, was alles vorkommt und passiert, bis wir am frühen Morgen das “Blättchen” vor uns haben. — Der Redner verstand es jedenfalls, sein Publikum von Anfang bis zu Ende aufs Interessanteste zu unterhalten. Darum sei ihm für diesen “Artikel” allerherzlichst gedankt. An einem anderen Abend wurde Frau Grete Peiser für einen Reisebildervortrag “Chile, Peru, Mexico” gewonnen. Die Rednerin packte uns Breslauer ins Flugzeug und flog mit uns in ferne Welten, ins Reich der Inkas, Azteken und der Mayakulturen, sie wusste ihren Reisegenossen die Eigenarten, Sitten, Gebräuche und Religionen jener Stämme und ihrer Nachkommen nahezubringen. Sie besuchte mit uns alte Tempel, Opferstätten, liess uns verständnisvoll einstige Architekturen betrachten und vermittelte uns ihr grosses Kunstverständnis an Hand ausgesucht guter Lichbilder und lehrte uns, die fremde Welt mit anderen Augen zu sehen. Auch die modernen südamerikanischen Städte und Mexico City zeigte sie in sorgfältiger Auswahl. Es ist eine begnadete Art des Reisens mit Frau Peiser, die Witterung für alles Sehenswerte hat, die einem Wertvolles zeigt und auf das Schöne und Interessante hinweist nämlich auf das, was wichtig ist erlebt und genossen zu werden. Denn nur dem Empfangsbereiten erleuchtet und entzündet sien die Schönheit der Welt als Geschenk des Himmels. So war es eine Reise grösster Erlebnisse für die Frau Peiser herzlichst bedankt sei. Am Vorführ-Apparat assistierte gewandt Frau Vogelsdorff. Es darf noch erwähnt werden, dass Frau Peiser von interessanten Gesprächen mit den dortigen Juden zu berichten wusste, denen es kulturell und wirtschaftlich gut geht. Man solle versuchen die Jugend für Israel zu gewinnen. J. S. 5 F. F. WQRSTWAREN \ IN BESTER QUALITAET > J (wie Breslauer Fabrikat), J» ferner sämtliche Sorten <[ GEFLÜGEL ji KESTENBAUM > TEL-AVIV, BEN JEHUDA BD. 68 .lY'axan /vwwwwvvwwvwwwwww