Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1967-04-01 · No. 21 (April 1967) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1967
Issue
No. 21 (April 1967)
Date
1967-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/7411685-7412887-7497253--0170-7413146
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Cf: KM AN IA JUDAK.'A Gegründet von Dr, Wilhelm (Seev) Freyhan "*"1 Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie immer wieder an die iHIV>2 \KhV12 ’KX 1 MITTEILUN DES VERBANDES EHEMALIGER IN ISRAEL “ Suchanzeigen”. > miN 7\S> my>*T> GEN No. 21 T'Dwn rtP£> April 1967 BRESLAUER UND SCHLESIER E. V- Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M. d. K. Heinrich H. Cohn, A. Dombrowski, N. Heimann, Erich Lewin, Paula Lewy, R. Löwenberg,A. Neuländer, Dr. Prager, M. Pick, M. Rosenfeld (Maro), J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netter Str. 7. Vorsitzender ERNST TAUBER Pessach, das Fest der Erneuerung Israels! “Heuttags fahrt ihr aus, in der Neuung der Acherenreife ”! (2. B.M. 13,4 nach der Übersetzung von Buber-Rosenzweig). Zwei Grundelemente bestimmen im wesentlichen das ideelle Fundament der Festtage Israels Thoragebot und Naturgesetz, Sinn und Bedeutung unserer Feiertage lehren uns das Ewig-G "ttliche sowohl im Geistigen — dem Lebensideal der Thora, als auch dem Physischen — dem unveränderlichen Naturgeschehen, zu erkennen. Dieser Gedanke kommt im Pessachfeste zum Ausdruck: Es erinnert uns an die Erlösung unserer Väter aus ägyptischer Knechtschaft, d.h. — an die “Neuschöpfung” des Volkes Israel, und ist gleichzeitig an die “Tkufah” des Frühjahrs geknüpft. Die G“ttliche Vorsehung offenbart sich hier einerseits in der beginnenden Aeherenreife der zu neuem Leben erwachenden Natur, andererseits in der Erfüllung der Verheissungen an Abraham, dessen Nachkommen am 14. Nissan aus der Versklavung entrechteter Stämme zur Freiheit einer geeinten Nation erwachten. — “Von Finsternis zum Licht”. Erneuerung ist das Leitmotiv des Pessachfestes. Erneuerung auf beiden — sich ergänzenden Gebieten des irdischen Lebens: in Natur, dem ewigen “Sinn” und Geschichte, dem ewigen “Werden”. Dieser Grundgedanke bestimmt die Tendenz der göttlichen Proklamation, die der Befreiung aus ägyptischer Knechtschaft voranging. “Die Neuung (Rosch-Chodesch) jetzt sei Euch Haupt von Mondneuungen, Erste unter den Mondneuungen des Jahres sei sie Euch!” (2. B.M. Cap. 12,2: Ubers, von Buber-Rosenzweig). Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland. Dr. HURWITZ LTD. TRAVEL & TOURIS AGENCY NEUE ADRESSE: Neue Telephon-Nummern Am Beginn der jüdischen Nationalgeschichte steht also die Idee der sich stets wiederholenden (astronomischen) Erneuerung, ein Gedanke, der in unserem Jahr jeden Neumond seinen konkreten Ausdruck fand, bis auf den heutigen Tag. Das Gebot der Neumondsweihe ist die erste Mizwah an das erlöste Israel und geht sogar der ausführlichen Pessachgesetzgebung voraus: dies wird von manchen Kommentatoren als Hinweis auf die Existenz Israels angesehen, dessen ewiger Fortbestand auf ständiger (innerer) Erneuerung — sowohl der Seele des Einzelnen als auch des nationalen Volkskörpers — beruht. Im “Siddur” heisst Pessach die Zeit unserer Befreiung.. Für uns ist nationale Freiheit gleichbedeutend mit ethischer Freiheit, und nur derjenige gilt als wahrhaft freier Mensch, der trotz körperlicher Schwächen und materieller Begrenzung sein Ideal als Mensch und Jude aus freiem IWillen verwirklicht. Diesen Gedanken interpretiert der Midrasch in den Worten: “Al tikra Charuth ela Cheruth”. Nur der Jude kann sich wirklicher Freiheit rühmen, der die Lehren der Thora in seinem täglichen Leben anerkennt. Der Philosoph Franz Rosenzweig schreibt über Pessach, das erste der drei Wallfahrtsfeste, welche scheinbar “Feste der Erinnerung” aber in Wahrheit das ewig Geschichtliche konkret vergegenwärtigen. Für alle Feste gilt, was jedem Teilnehmer an dem ersten gesagt wird: er müsse das Fest feiern als sei er selber es, der aus Aegypten befreit worden. Anfang, Mitte und Ende dieser nationalen Geschichte, Stiftung (Pessach), Höhe (Schawuoth) und Ewigkeit (Sukkoth) des Volkes — mit jedem neuen Geschlecht nein mit jedem neuen Jahrgang und mit jedem neuen Jahre werden sie neu geboren. Die Schöpfung eines Volkes zum Volk geschieht in seiner Befreiung. So ist das Fest des Anfangs der nationalen Geschichte ein Befreiungsfest. Mit Recht konnte der Sabbat sich geben als eine Mahnung an den Auszug aus Aegypten War doch die Freiheit des Knechts und der Magd im Volk, die er verkündet, bedingt durch die Befreiung als Volk aus dem Dienst hause Aegyptens und erneuert doch das G“ttesgesetz bei jedem Befehle, die Freiheit auch des Knechts, auch des Fremdlings im Volk zu achten, das Bewusstsein dieses Zusammenhangs der G“ttgewollten Freiheit im Volk mit der g”ttgewirkten Befreiung des Volks aus ägyptischer Knechtschaft. Auch die Schöpfung des Volks trägt so, gleich der Schöpfung überhaupt schon in sich das letzte Ziel, den letzten Zweck, um dessentwillen sie geschah. Und dem Gefühl des Volkes ist darum dies Fest unter den dreien das lebendigste geworden: es trägt in sich den Sinn auch der beiden anderen”. (Rosenzweig: Der Stern der Erlösung, 3. Teil, 1. Buch). In den Piutim (Kunstgedichten historischen Inhalts, die an Feiertagen gesprochen werden) kommt die Grundidee des Pessachfestes zum Ausdruck, dass in diesem Monat der ersten Erlösung des Volkes auch die messianische Zeit für Israel und die Nationen der Erde anbrechen wird: “Dein panier wehen lasse Über die übrig gebliebene Masse, Und die Zerstreuten zusammenkehren, Wie Schnitters Hand die Aehren”. (aus dem Piuth von Jehuda Halevi zum 7. Tag Pessach). Ein anderer Paytan schliesst sein Gedicht mit dem Gebet: “Führe heim Deine Kinder zu Deinem Ruhm, In die Stätte des Friedens, zum Heiligtum!” (Piut zum 7. Tag Pessach — Maariv). Hoffen wir, dass unsere Gebete am Pessach für Frieden, Kibutz Galujoth und nationale Eintracht vor G”tt Gehör finden mögen! David Pri-Chen, (Theodor Freyhan). VWWWSAAAAA/VWWWWWVWW > An unsere Mitglieder und Freunde!; S in Israel und in allen Ländern s Wir hoffen, dass Sie auch diesmal wieder mit unserer Zeitung zufrieden sind und manches Wissenswerte und Schöne daraus ersehen. Wir haben die Absicht, auf diesem Wege die Verbindung mit all unseren Mitgliedern und Freunden aufrecht zu erhalten und bitten Sie höfl. Ihren Beitrag sowie Spenden für den Dr. Wilhelm Seew Freyhan Fonds uns zu überweisen Denken Sie auch an unser “Goldenes Buch” wo Sie Ihre heimgegangenen Angehörigen eintragen lassen können. Wer noch die Nummer 19 unserer Zeitung hat und sie nicht benötigt, bitte uns zugehen zu lassen. Diese Auflage ist vollkommen vergriffen und wird dauernd nachverlangt. Einzahlungen bitte an den Irgun Joze Breslau, Tel-Aviv, Bank Japhet, Tel-Aviv, Rothschild Boulevard 11, Konto No. 26582/43 zu machen. Sie erhalten dann umgehend mit Dank Quittung. Zeitungen oder Anfragen an Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netterstr. 7 (Israel). Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer Ernst Tauber 1. Vorsitzender 9

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.