Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1966
- Issue
- No. 20 (September 1966)
- Date
- 1966-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 3107)
- Language
- German
- Belongs to
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GfcKVI ASIA tUUAK'A Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie immer wieder an die “Suchanzeigen”. iNbna >n*i> imN bu/ MITTEILUNGEN No. 20 my>-T> r:nyn nj\yn umi September 1966 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND SCHLESIER IN ISRAEL E. V. Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M. d. K, Heinrich H. Cohn, A. Dombrowski, Dr. Julie Freund, N. Heimann, Erich Lewin, Paula Lewy, L. Löwenberg, W. Neuländer, Dr. Prager, M. Pick, Rosenfeld (Maro), J. Sachs, M. Schmerei - Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netter Str. 7. Vorsitzender: ERNST TAUBER Die Lehre der „Hohen Feiertage Zwei Kräfte sind es, die im menschlichen Leben eine Hauptrolle spielen und gewissermassen als 2 Gegenpole unser Tun und Denken entscheidend beeinflussen. Unser persönliches Streben zu individueller Vollkommenheit einerseits und zur Förderung des gesellschaftlichen Fortschrittes und sozialen Wohles andererseits. Dieser Doppelsinn der menschlichen Existenz hat auch im Jüdischen Kalender seinen konkreten Ausdruck gefunden: Die beiden “Hauptzeiten” unseres Jahres — die Monate Nissan und Tischri — entsprechen diesem doppelten Lebenszwecke des Menschen. Im Monat Nissan feiern wir die Befreiung und Geburt unseres Volkes, das 7 Wochen später im Zehnwort seine ewige Aufgabe als Nation erhielt. Im Tischri dagegen steht der Einzelne am Scheidewege : In diesen Tagen hat er sich vor seinem Schöpfer zu rechtfertigen und sein Tun und Lassen im vergangenen Jahre einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Nicht als Glied seines Volkes sondern als Individuum steht er zu Jahresbeginn vor dem göttlichen Weltenrichter und von neuem erhebt sich die Frage nach seiner Existenzberechtigung. In dieser Zeit der Selbstbesinnung sollte jedermann zur Erkenntnis gelangen, dass das alleinige Kriterium zur Entscheidung über den Fortbestand des Menschen nur ethische Verdienste und gute Werke sein können. Diese Mizwoth, deren Erfüllung den moralischen und sozialen Fortschritt der Menschheit gewährleisten, haben die Kraft die verschiedenen gegensätzlichen Schichten des Volkes zu einer höheren Dr. HURWITZ LTD. TRAVEL & TOURIST AGENCY NEUE ADRESSE: TEL-AVIV, Yehuda Halevi Sfr. A3 Neue Telephon-Nummern 6 1 4 0 2 5 621351 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland. n n i a n a vr Werten zustrebenden besseren Gesellschaft zusammenzuschmieden und damit den Weltfrieden (u. das messianische Zeitalter) herbeizuführen. Von diesen Gedanken ist die Liturgie der “Hohen Feiertage” durchdrungen; der Pajitan (Poetische Verfasser der Gebete) hat sie zum grossen Teil den einmaligen Kunstliedern der Psalmdichtung entnommen. Einer der Grundgedanken, der uns alle in den Wochen vor Rosch Haschanh bewegt, ist die Lehre von der “Teschuwah” d.i. Rückkehr. In einer alten Quelle (aus dem Midrasch Pesikta und Jalkut Schimon u. Talmud Jeruschalmi) befindet sich folgendes Gespräch: “Gut und gerecht ist der Herr, daher weist er den Sündigen den rechten Weg”. Man fragt die Weisheit: Was ist die Strafe des Sünders? Sie erwiderte: Die Sünder verfolgt das Unglück. (Sprüche). Man fragt die Prophetie: Was ist die Stafe des Sünders? Sie antwortete: Die sündige Seele muss sterben. (Jecheskel). Man fragt die Thora: Was ist die Strafe des Sünders? Sie entgegnete: Er bringe ein Opfer und es sei ihm verziehen. Man fragt den Heiligen, er sei gelobt: Was ist die Strafe des Sünders? Er sprach: er kehre um (von seinen schlechten Werken und es wird ihm verziehen.) Denn so heisst es im Psalmenbuche: “Gut und gerecht ist Er, daher weist er den Sündigen den (rechten) Weg.” nämlich Den Weg zur Umkehr. Der bekannte Philosoph Franz Rosenzweig, Schüler des Neukantismus Hermann Cohen, gilt als einer der grossen“Baale Teschuwah”, der Gegenwart, auf die Rabbi Meir den Ausspruch prägte: “Neben den Baale Teschuwah können selbst die vollkommenen Gerechten nicht bestehen.” Rosenzweig, ein aufgeklärter Sohn des modernen Zeitalters, fand den Weg zum überlieferten Judentum zurück mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen im alltäglichen praktischen Leben, Er schrieb über die Bedeutung der “Hohen Feiertage ”: So stellen die gewaltigen Tage — der Neujahrstag und der Tag der Versöhnuung — die ewige Erlösung mitten in die Zeit. Die Posaune, die am Neujahrstag auf der Höhe des Festes geblasen wird, macht ihn zum “Tage des Gerichts.” Das Gericht, das sonst in die Endzeit gelegt wird, hier wird es unmittelbar in den gegenwärtigen Augenblick gesetzt. Jedem Einzelnen wird nach seinem Tun sein Schicksal bestimmt. Am Neujahrstag wird ihm das Urteil für das vergangene und kommende Jahr geschrieben und am Versöhnungstag, wenn die letzte Frist dieser “Zehn Busstage” verstrichen, gesiegelt. Das Jahr wird ganz und gar zum vollgültigen Stellvertreter der Ewigkeit. In der jüdischen Wiederkehr dieses des “jüngsten Gerichts” ist die Ewigkeit von aller Jenseitigen Feme befreit. Sie ist nun wirklich da, greifbar, fassbar dem Einzelnen. Wie das Jahr in diesen Tagen unmittelbar die Ewigkeit vertritt, so Israel an ihnen unmittelbar die Menschheit. (Stern der Erlösung, 3. Teil, 1. Buch) In der Hoffnung, dass unsere Gebete Erhörung finden und wir einem “Neuen Jahr” des Friedens, Glücks und nationaler Brüderlichkeit entgegenblicken können, treten wir vor unseren Schöpfer mit dem Wunsche: “Schreibe uns ein in das Buch des Lebens!” DAVID PRI-CHEN (Theodor Freyhan) Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer in Israel wünscht allen seinen Mitgliedern < und Freunden in Israel und in allen Teilen der' , Welt ein gesundes, glückliches und zufriedenes' Jahr. ui=iii=iii=m=iii=iii=iii=m=iii=iii=m=m=m=iii=tii=ni=iiijjj jjj jjj | jjj jjj öi jjj ni yl 01 jjj jjj jjj Hi SONDERANGEBOT ZU DEN FEIERTAGEN: Billige Preise in Anzügen, Mänteln, Hosen, fertig und nach Maass. Reelle Bedienung. Das Haus für Herren-Bekleidung E. ROEMER Nachlat Benjamin Str., corner Mohilewer Str. 49, Tel-Aviv (vis ä vis Rambamstr.) nana n 3 ty