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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1964-01-01 · No. 12-13 (1964) · p. Seite 13

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1964
Issue
No. 12-13 (1964)
Date
1964-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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EIN ABEND HEITERER VORTRÄGE FÜR AJALLAH von ihrer Mutter Mein Kind ist gegangen erloschen das Glück Mein Kind ist gegangen kommt niemals zurück Das Auge ist trocken weint nur noch mein Herz Mein Kind ist gegangen geblieben — ist Schmerz. So süss — voller Leben zur Knospe erblüht sie tanzte und sang nur von Frohsinn durchglüht Die Lieder die kleinen die sang sie so gern ihre Lieder die kleinen die hoer ich noch fern Meine Blumen vom Garten einst schmückten mein Haus jetzt bring ich sie nur auf den Friedhof hinaus. All ihre Gefährten sie kommen mit mir sie trauern und weinen und bangen nach ihr. Mein Kind ist gegangen erloschen das Glück Mein Kind ist gegangen kommt niemals zurück. Vorstehendes Gedicht hat Frau Liesel Nelken Braniss Kiriat Bialik., anlässlich der Schloschim nach ihrer Tochter Ajallah geschrieben. Ajallah ist eines der drei tödlich verunglückten Gadna Mädchen, deren tragisches Geschick kürzlich das ganze Land Israel erschüttert hat. Prof. Scheyer (Schluss) Ausstellung "Wohnung und Werkraum”, im Jahre 1929 von der Schlesischen Sektion des Deutschen Werkbundes unter Heinrich Lauterbach’s Vorsitz mit einem im In- und Ausland sensationellen Erfolg unter grösster Opposition zustande gebracht, war die moderne Grosstadt Breslaus, wenige Jahre vor dem Beginn der Barbarei. Darin und in der grossen Gerhart Hauptmann-Ausstellung und den Feiern und Aufführungen zu des Dichters Siebzigstem Geburtstage im Jahre 1932 gipfelte für mich mein Leben und meine Bildung in Breslau! Höhepunkt und Ende folgten kurz und schlagartig aufeinander! Die mit so vieler Mühe bewerkstelligte Überführung der Gerhart Hauptmann-Ausstellung nach Berlin, die Empfänge, Bankette, Aufführungen, die sich an den Geburtstag Hauptmanns am 15. November rankten, das war schon Toten-Tanz, Anfang vom Ende! Es kam für mich im Mai 1933 nicht unerwartet und nach den Schrecken und den Spannungen der letzten Monate fast begrüsst. Die Gerhart Hauptmann-Plakette, die der Oberbürgermeister Dr. Wagner den um die Austeilung verdienten Männern und Frauen überreichen liess, kam kurz bevor mich der amtierende Nazi-Bürgermeister Schönfelder meines Amtes im Museum enthob 1 Und dann begann die "Vita Nuova” in Holland, England und den Vereinigten Staaten. Doch es ist und bleibt Breslau, die zweimal verlassene Heimat, die den Grund gelegt für meine “Bildung”. Slesien DAS GROSSE BUCH DER 260 BILDER herausgegeben an Dr. Herbert Hupka Der Name des Herausgebers dieses dokumentarischen Werkes bürgt für seine Qualität. Schlesische Landschaft wird durch den lyrischen beschwingten Vorspruch von Ruth Hoffmann in unserer Erinnerung lebendig. Wir machen durch die herrliche ehemalige Heimat Schlesien, “jenen Juwel aus der Krone Maria Theresias von Friedrich II herausgebrochen”, eine Reise kreuz und quer, wir erleben alle die schönen schlesischen Badeorte Landeck, Reinerz, Kudowa, Altheide und viele andere reizvolle Plätze schlesischer Natur, insbesondere die schönsten Punkte “unseres” Riesengebirges Brückenberg und Krummhübel, Schreiberhau und Hain, Warmbrunn und Hirschberg und wie sie alle in unserer Erinnerung wieder aufstehen, die stillen Täler und mächtigen Grate und Kämme, über die wir sooft gewandert sind — wir erinnern nur an das entzückende Gedicht “Vom Ziegenrücken” unserer M. P. Mitarbeiterin in unserer letzten Nummer — alles das erleben wir nicht nur in der lebendigen Schilderung von Ruth Hoffmann sondern in anschaulichen Photos, die Herbert Hupka aus 10000 Aufnahmen meisterhaft künsterlich ausgewählt hat. Der dichterischen Schilderung Ruth Hoffmanns schliesst sich ein von Sehnsucht erfülltes Gedicht von Max Hermann Neisse, der in der Emigration starb, an. Die Geschichte Schlesiens, wechselvoll wie die der meisten Grenzländer wird von dem Herausgeber mit vorbildlicher Objektivität geschildert. Im Gegensatz zur Hohenzollernlegende stellt er fest, dass es einen legitimen Grund zum Eingreifen Preussens in Schlesien nicht gegeben hat und es Friedrich dem Zweiten von Preussen allein um Machterwerb, Machtzuwachs, Landgewinn und imperiale Grösse gegangen ist. Bei der Schilderung der jüngsten Vergangenheit werden von dem Verfasser die Verbrechen der Nazis gebührend angeprangert, Potemka wird als Schandmal in der Geschichte gekennzeichnet, ebenso die durchsichtige Kriegslist Hitlers am Vorabend des Kriegsbeginns einen polnischen Überfall auf den Gleiwitzer Sender vorzutäuschen. Zusammenfassend erwähnen wir noch die instruktiven Beiträge von Gabriele Schwarz: “Geographische Grundzüge”, Alfons Hayduck, Schlesisches Stadtalphabet beginned mit Albendorf, dem “Jerusalem im Deutschen Land”, nach dem Plan von Jerusalem ausgebaut, mit 12 Toren, Golgatha, Heiligem, päpstlich privilegierten Wahlfahrtsort mit jährlich hunderttausend Pilgern, endend mit Ziegenhals. Ferner Dr. Günther überschlesische Wirtschaft und Dr. Günther Grundmann über schlesische Kunst. Jeder einzelne dieser Beiträge ist es wert, das einzigartige Sammelwerk anzuschaffen. Zu den wundervollen Landschaftsaufnahmen gesellen sich noch 36 Porträts der berühmtesten Schlesier, von denen wir nur die ehemaligen Breslauer Lassalle, Agnes Sorma und Fritz Haber u. a. erwähnen möchten. _ Dombrowski. * Herausgegeben von Dr. Herbert Hupka Verlag: Gräfe und Unzer, München._ SHAOOLY * gift * » 1 N W GOLD and SILVER JEWELLERY ART OBJECTS Big SeiecHon of rellglous articles for Bar-Mitzva : Kosher Tfilin, Talith, Sidur, Bibles etc. Orders accepted and forwarded to any place in the world. Recomended by the Government Tourist Corporation Tel-Aviv, 62 Ben-Yehuda St. — Tel. 220138 Einen Abend heiterer Vorträge veranstaltete seit Erscheinen unseres letzten Berichtes der Verband ehemaliger Breslauer in Tel Aviv. Die künstlerische Leitung des Abends lag in den Händen von Herrn Julius Sachs, der die Veranstaltung zu einem vollen Erfolge führte. Der Ronsaal war überfüllt, die Darbietungen von bester Qualität, und sie fesselten das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute. Jonah Cohens wunderschöner Sopran, ihre herrlichen Koloraturen begeisterten das Publikum, die Künstlerin versteht es auch trefflich ihren Vortrag mit Seele zu erfüllen. Sie sang aus “Fair Lady”, Western Side Story” und “Fledermaus” mit Akkordion von Poldi Horowitz harmonisch begleitet. Glanzvolle Leistungen zeigten Zura Staw und I. Kaluski als Tanz Duo “Domino”. Sie wiesen nicht nur erstaunliche Vielseitigkeit auf sondern gaben ihren Darbietungen auch seelischen Gehalt, wussten insbesondere die Lebensfreude anschaulich herauszuarbeiten und die lebensfrohe Stimmung auch auf das Publikum zu übertragen. Sie tanzten Charleston, insbesondere aber Nationaltänze, Jiddische, Ungarische, Griechische und Zigeuner-Tänze und fanden damit stürmischen Beifall des Publikums. Den zweiten Teil den Abends bestritt der Humorist Fredi Durra, musikalisch begleitet von seinem Special — Orchester. Er wusste fast 1 V2 Stunden lang sein Publikum zu begeistern, das forgesetzt in Lachstürmen sich erging. Die Fülle aber auch die Vielseitigketi seines Witzes ist erstaunlich, er wiederholte sich die ganze Zeit nicht einziges Mal, seine Scherze und Anekdoten bewegten sich auf den mannigfaltigsten Gebieten und überraschten immer wieder aufs neue durch ihre Originalität. Das Publikum zollte am Schluss den Veranstaltern wie den Künstlern herzliche Anerkennung. Da durch solche Veranstaltungen der Socialfond des Verbandes nicht belastet wird, ist es erfreulich, dass der Vorstand von Zeit zu Zeit derartige Abende für die Mitglieder des Verbandes arrangiert und auf diese Weise den Zusammenhalt der ehemaligen Breslauer fördert. Es sollen im kommenden Winter mehrere derartige Veranstaltungen stattfinden. MARO. Die Zeitschrift für handels-wissenschaftlische Forschung, die Professor Dr. Karl Hax, Frakfurt herausgiebt, bringt in ihrer “Neuen Folge” 1963. 11/12 einen sehr intressanten und aufschlussreichen Aufsatz aus der Feder unseres Mitglieds Professor Dr. Ernst Fränkel: “Die Sephardim und das europäische Unternehmertum”, der als Sonderdruck erschienen ist. Soweit Exemplare dieses Sonderdrucks noch vorhanden, ist Professor Fränkel (Frankfurt am Main, Gr. Fischer Str. 23) gern bereit Mitgliedern unseres Verbandes, die daran interessiert sind, solche zu überlassen. (Breslauer, die der Weg nach Frankfurt führt, wird sich Prof. F. freuen zu begrüssen). , U 1 D13 I l^a£&4ta<genjid INSERATEN-ANNAHME FÜR ALLE ZEITUNGEN nznum nun? mw JERET (früher Breslau) T E L - A V I V , SHEINKINSTR. 34 13

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