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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1962-01-01 · No. 3 (1962) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1962
Issue
No. 3 (1962)
Date
1962-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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FAMILI EN-NACHRICHTEN Wir gratulieren herzlich dem Chairman unserer Londoner Ortsgruppe Mr. & Mrs. George Streat zur Verheiratung ihres Sohnes sowie zu dessen Ph. D. an der Universität in London. dem Mitgliede unseres Aktionscomites Dr. Kurt Epstein und Frau,Tel Aviv, zur Bar Mizwa ihres Sohnes. Herrn Goldstein & Frau zu ihrer Übersiedlung von Holland nach Israel. unseren lieben Vorstandsmitglied Heinrich Chanoch Cohn, Ramat Gan, Raananimi St. 16, der am 8. April seinem 70. Geburtstag in unveränderter jugendlicher Frische feiert. Seine selbstlose Einstellung zu jeder Art socialer Arbeit ist zu bekannt, als dass wir darüber etwas sagen wollten. Wir wünschen nur, dass es ihm vergönnt sei, noch viele Jahre in gleicher Weise wie bisher zum Besten der Allgemeinheit tätig zu sein. Herrn Rechtsanwalt Dr. Mililscher, Frankfurt am Main, Fahrgasse 111 zum 80. Geburtstag und wünschen ihm einen gesegneten gesunden Lebensabend. Wir beklagen den Heimgang des Mitbegründers unserer Organisation Dr. Paul Berg, Tel Aviv, dessen Persönlichkeit ein ehemaliger Kollege an anderer Stelle dieser Zeitung würdigt. Desgleichen des Rabbiners Dr. N. Wahrmann, Haifa, ehemals Bezirksrabbiner in Schlesien mit dem Domizil in Oels, dem wir ebenfalls in dieser Nummer besondere Worte des Gedenkens widmen. der Frau Hedwig Sander geb. Cohn, Ramat Gan, der Witwe des ehemaligen Bankdirektors Felix Sander aus Breslau, welcher der Vorsitzende des Verbandes ehemaliger Breslauer bei der kürzlich stattgehabten schlichten Feier anlässlich der Grabsteinsetzung in pietätvollen Worten gedachte. des Dr. Arthur Rau, Tel Aviv, des Gatten unseres Mitgliedes Frau Irma Rau geb. Horovitz, Tochter unseres unvergesslichen Seminar-Rabbiners Dr. Horovitz. Dr. Rau war seit seiner vor mehr als 25 Jahren erfolgten Übersiedlung nach Palästina bzw. Israel Rechtsberater der Anglo- Palestine Bank und nach deren Übergang in die Bank Leumi Syndikus, der Bank Leumi des Herrn Arthur Schindler, des Bruders unseres Mitgliedes Frau Käthe Lindemann, Tel Aviv, der im 71. Lebensjahre in Hamberg verschieden ist. des Herrn Stefan Deutsch, St. Ltuis (USA), des Sohnes wohl noch allen alten Breslauern in Erinnerung befindlichen „Gabbe” Josef Deutsch, der Jahrzehnte lang dem Vorstand der Israelitischen Kranken-Verpflegungsanstalt angehörte, des Dr. Georg Goldschmidt in Dowrat (Israel), d. Sohnes der im Breslauer Volksmund allbekannten verewigten „Gabette” Goldschmidt. Eines alten, lieben Weggenossen: Rechtsanwalt Samuel Nothmann aus Breslau, früher in Rischon, zuletzt in Ramat Chen, der vor einigen Wochen für immer von uns gegangen ist. Den Angehörigen haben wir unsere Teilnahme ausgesprochen. Wir sorgen dafür, dass in den Familien, wo keine männlichen Nachkommen zurückgeblieben sind, das Kadischgebet während des Trauerjahres ehrenamtlich verrichtet wird. Allen unseren lieben Freunden werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. Ein 100 jähriges Jnbileum In diesen Tagen jährt es sich zum 100. Male, dass Moses Hess sein berühmtes „Rom und Jerusalem” herausgegeben hat. Wie Dr. N. M. Gelber gelegentlich eines Jubiläumsartikels zum 150. Geburtstag von Moses Hess in der „Jüdischen Rundschau” schreibt, lehnten Persönlichkeiten wie Berthold Auerbach, der damals schon ein bekannter Schriftsteller war und, ehe er endgültig nach Berlin übersiedelte, in Breslau lebte, das Manuscript entschieden ab und bezeichnete es „zum mindesten als ein Kuriosum”. Auerbach, der vollends der Assimilation ergeben war, so dass er als ein rein deutscher Schriftsteller angesehen und geschätzt wurde, befand sich zu jener Zeit in engster Harmonie mit den Ansichten liberaler Juden vom Schlage Ludwig Philippsohn, der in seiner „Allgemeinen Zeitung des Judentums” ebenfalls gegen die in „Rom und Jerusalem” zum Ausdruck gebrachte Auffassung über die religiös-nationale Mission des Judentums schrieb, aber auch mit der Orthodoxie eines Markus Lehmann, der in seinem „Israelit” nicht weniger gegen die neue von Hess geführte Renaissancebewegung im Judentum polemisierte. Da war es eine „Tat”, dass ein Breslauer kleiner Drucker, Namens Robert May, sich bereit erklärte, „Rom und Jerusalem” in einer Auflage von 1000 Exemplaren herauszugeben, nachdem Hess von dem officiellen, führenden Judentum abgelehnt worden war. Wir Nachfahren wissen, dass der kleine unbekannte Herausgeber in Breslau weitblickender war als die Grossen seiner Zeit. Man mag zu Moses Hess, wohl dem bedeutendsten Vorläufer der zionistischen Bewegung, stehen, wie man will — eines wird man ihm wie der zionistischen Bewegung nicht bestreiten können: Sie haben die Gründung des Staates Israel vorbereitet. Die zionistische Bewegung hat durch diese Gründung nicht nur eine neue Heimat für alle Juden der Welt, die nach Israel heimkehren wollen, geschaffen — sie hat nicht nur Hunderttausenden das Leben gerettet — sie hat auch dem Namen „Jude” in der ganzen Welt zu neuem Ansehen verholfen. Dafür wollen wir ihr danken. Ob es wohl im Ratschluss des Allmächtigen gelegen hat, dass vor 100 Jahren ein kleiner Breslauer Verleger sich zum Sprachrohr von Moses Hess gemacht hat? Dr. W. F. Voranzeige In der nächsten No. unesrer Mitteilungen werden u.a. veröffentlicht: Rabbi Dr. Brilling: Geschichte der Breslauer Synagogen Dr. Beriha Badi-Slrauss: Eine Blinde (Aus: Breslauer Profile) Bericht eines unserer in USA lebenden Mitglieder über einen weiteren Aufenthalt in Breslau. Aus Zuschriften ehemaliger Breslauer. STELLENGESUCH Kaufmann, in den besten Jahren, von 1932 bis 1939 bei Kosterlitz & Lissner in Breslau tätig gewesen, 10 Jahre in Shanghai, seit 12 Jahren in Ramot Haschawim. in Meschekwirtschaft tätig, verheiratet, kinderlos, sucht eine Tätigkeit in Haifa oder Tel-Aviv (Industrie, Einzelhandel, Aufsicht, Vertrauensposten) gegen geringe Vergütung, erste Referenzen. Angebote erbeten unter Kennwort „Gorodiski". 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Er war ein Mann von grossen geistigen und menschlichen Qualitäten, der sich in Breslau als Rechtsanwalt eines besonderen Ansehen erfreute (so war er viele Jahre zunächst in Gemeinschaft mit Justizrat Friedenthal und nach dessen Ableben der alleinige Justiziar und Prozessvertreter der Stadt Breslau). Er war ein Spross der in Schlesien weit verzweigten Familie Nothmann und sein Vater, ein angesehener Kaufmann, war bis zu seinem, frühzeitigen Tode, Vorsitzender der Synagogengemeinde in Beuthen. Samuel Nothmann hat sich nach dem ersten Weltkrieg, an dem er als Offizier teilgenommen, der zionistischen Bewegung angeschlossen, in der er dann sehr aktiv mitgearbeitet hat. Im Sommer 1933 hat er sich in Risehon Le Zion auf einer kleinen Farm angesiedelt, die er aber aus gesundheitlichen Gründen später aufgeben musste. Samuel Nothmann war ein medizinisches Wunder. Die Ärzte hatten ihm schon vor vier Jahrzehnten nur noch wenige Jahre gegeben, aber seine ungewöhnliche Selbstdisziplin und sein Asketentum haben ihm sein Leben um Jahrzehnte verlängert. So war ihm bis in die letzten Tage eine ungewöhnliche Aktivität eigen und noch vor wenigen Wochen plante er eine Reise zu seiner in Amerika lebenden Tochter. Besonders trauern um ihn mit seiner Familie die Bewohner des Elternheims Ramat Chen, in dem er seine letzten Jahre verbracht hat u. denen er dank seiner umfassenden jüdischen Kenntnisse und seiner tiefen Religiosität unendlich viel gegeben hat. Dr. Georg Weissmann LEO FREUND Nachflg. ERICH LEWIN Tel-Aviv, Mikwe Israelslr. 1, vor dem Telegraphenamt Hausu. Küchengeräte — Geschenkartikel — Leihgeschirr. Sichern Sie sich Ihren Pessacheinkauf rechtzeitig. Nur Qualitätsware — Individuelle Bedienung

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