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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1962-01-01 · No. 3 (1962) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1962
Issue
No. 3 (1962)
Date
1962-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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l.t #'•' >\i,A Judai a 1 Hbvi2 > V 1 V 11A1N MITTEILUNGEN DES n i y > *t > 61 Ui VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. UND SCHLESIER GEGRUENDET 1958 crT-iun) IN TEL-AVIV Brief Adresse: Dr. Wilhelm Freyhan, Tel-Aviv, 4 Lord Byron St. Zahlungen an: Ernst Tauber, Beth Itzchak oder Dr. W. Freyhan, Tel-Aviv. Akiions-Comile: Dr. William CSeev) Boss, Arthur Dombrowsky, Dr. W. Freyhan, Dr. B. Grzebinasch, N. Heymann, Dr. Th. Rosenthal Tel-Aviv, Heinrich H. Cohn, Julius Sachs, Ernst Tauber, Beth Itzchak. Damen-Comiie: Anschrift: Ilse Steinitz-Dombrowsky, Tel-Aviv, Jean Jaures 4. 3"DU)n nos - □ 1 “11 D Nachdem wir schon einmal begonnen haben, unsere „Mitteilungen” gelegentlich der Feier jüdischer Feste zu veröffentlichen, wollen wir diesen Brauch beibehalten. Die Meilensteine, welche die einzelnen Stationen unsrer Arbeit kennzeichnen, eben diese unsere „Mitteilungen”, sollen uns auch Gelegenheit geben, wenigstens einen kurzen Blick auf den jüdischen Kalender zu werfen, den guten alten „Luach”, den unsere Väter mit sich nahmen, wohin sie das Schicksal auch verbannte. Wir stehen diesmal zwischen zwei Festen, die nicht nur einen verschiedenartigen Charakter aufweisen sondern auch in ihrer Heiligkeit grundverschieden sind. Das Pessachfest, dem wir entgegen gehen, wird von der Tora als eines der Wallfahrtsfeste bezeichnet, an welchem das ganze Volk nach Jerusalem hinaufzog. Das für die Erlösungsnacht befohlene Pessachopfer war ein lebenswichtiges Gebot für jede Familie. Wir wissen, dass die Opfer das Leben des Menschen symbolisierten und dass sic nicht um ihrer Selbst willen dargebraucht wurden, wie der Prophet Jeremias dies schon ausdrückte: „Ich habe euren Vätern am Tage, da ich sie aus Ägypten herausgeführt habe, nicht Brand- und Mahlopfer geboten; sondern hört auf meine Stimme, dann werde ich euch zum G’tt sein und Ihr sollt mir zum Volk sein; wandelt in meinen Wegen, die ich euch geboten — dann wird es euch wohl ergehen.” (Jer. 7, 22-23). Der Talmud erklärt den Sinn dieser Worte, dass ein Opfer sogar zum Gegenteil einer wohlgefälligen Handlung werden kann, wenn die dem betreffenden Opfer zu Grunde gelegte Absicht nicht vorliegt (Kawanah). Zu der Bedeutung als Fest der Erlösung und Befreiung, tritt in Israel noch die jahreszeitliche Bedeutung der Wiedererstehung der Natur, der Landschaft, der Neubelebung der Welt durch den Frühling, des Wachstums der zu neuem Leben wieder erwachten Erde und der ersten Emtefrucht: der Gerstenernte. Was ist natürlicher und dem Menschen adäquater, als dass er in solchen Momenten seinem Schöpfer für all das, war Er ihm wieder geboten, dankt, dass er sich gehoben fühlt, neues Vertrauen zu sich selbst spürt und nach der Erstarrung des Winters sich selbst als neugeboren, dem Leben, der Welt wiedergegeben sieht. Und in freudiger Erregung, mit Dank und Befriedigung im Herzen wird das Hallelgebet, jene unvergleichlichen Psalmen in der Gemeinschaft gesagt, gebetet, gesungen — so wie das einzelne Individuum es in seiner Zwiesprache, in seiner Begegnung mit seinem G’tt empfindet. Und das andere Fest, das nun schon hinter uns liegt? Jener fröhliche, ausgelassene, flüchtige Camevaltag — Purim — mit all seinen kleinen und grossen Freuden, mit seiner Lust! Eine Freude und Vergnügen für die Erwachsenen, wenn sie die Ausgelassenheit und Freude der Kleinen mit ansehen, die ihrerseits in ihren Verkleidungen glückstrahlend sich präsentieren. Wohl mehr als ein Jahrtausend grosser Zeiten und schwerster Enttäuschungen jüdischer Geschichte war am Volk Israel vorüber gezogen, als die Gefahr einer neuen Judenverfolgung in Persien drohte, wo wahrscheinlich damals der grösste Teil des jüdischen Volkes eine neue Heimat gefunden zu haben glaubte und sich völlig dem persisch-babylonischen Kulturkreis assimilierte. Und wie herrlich löste sich die Gefahr im „Purimwunder” auf! Ob es uns späteren auch beschieden war, die schwerste Notzeit unserer Generation in grauser Wirklichkeit in einem Lande zu erleben, das auch wir Verbands - Nachrichten Der Briefwechsel mit unseren Mitgliedern geht laut unserm Ausgangsjournal bereits in die Tausende von Nummern. Anfragen aus der ganzen Welt von privater wie behördlicher Seite, sei es zur Befriedigung von Wiedergutmachung, seien es Suchanfragen oder Gutachten, die von uns erbeten werden — haben unser Portokonto zu stark belastet, um auch in Zukunft derartig Am Sonntag, den 6. Mai 1962 wird in den Ron-Sälen, Tel-Aviv, Yarkon St. No. 73 Das Dritte allgemeine Treffen dee Verbandes ehemaliger Breslauer veranstaltet werden. Treffen ab 18 Uhr 30. Beginn des officiellen Teiles: 20 Uhr. Referenten: Benno Cohn, M.d.K. Tel-Aviv: Leben und Arbeit eines Knessetabgeordneten. Dr. Martin Plessner, Professor an der Hebr. Universität, Jerusalem: Der Anteil der Jugendbewegung an der Ausbildung der Persönlichkeit (gleichzeitig zur Erinnerung an den 50. Jahrestag der Gründung des Blau-Weiss). Wir bitten möglichst sofort nach Erhalt dieser Nummer Einlasskarten bei der Geschäftsstelle Tel Aviv, Lord Byron St. 4 oder in der Buchhandlung Freyhan, 60, Ben Yehuda Rd. unter Einsendung von IL. 2.50 (Unkostenbeitrag nebst Teegedeck) zu bestellen, damit (nicht wie früher infolge Übertüllung) für genügend Sitzpläze gesorgt werden kann. für Jahrhunderte als unsere Heimat anzusprechen glaubten — um des Wunders willen? Vielleicht doch? Ob nicht die Geburt des Staates Israel nach jenem Millionen-Mord dieses Wunder ist? — Wer ein Mal im jetzigen Staat Israel im fröhlichen Kinderkreis mit dem Purimtrubel und dem bereits historisch gewordenen Festzug u. Kinder-Maskenfest das Purimfest u. in emstglückseliger Feierstimmung das Passahfest verbrachte — dem wird dieses Wunder zum Erlebnis. Es wird nie mehr aus seinem Gedächtnis schwinden. So reiht unser bescheidener „Luach”, der jüdische Kalender, Fest an Fest. Zu den gütlichen Wundern in der Natur der Wiedererwachung alles Werdenden treten die Wunder der Geschichte. Ob wir sie auch immer sehen? — Ob wir sie auch immer zu deuten wissen? Dr. W. F. hohe Beträge unseren socialen Zwecken entziehen zu können. Wir müssen daher bitten, allen Anfragen, welcher Art auch immer, einen Internationalen Rückantwortschein beizulegen. Unser Mitglied Rabbiner Dr. Brilling-Münster hat angeregt, eine Liste der deportierten Breslauer Juden durch Befragung der am Leben befindlichen anzulegen. Wir geben der Anregung Raum, weil auch wir glauben, dass es — wie immer sich auch die Verhältnisse gestalten mögen — von Bedeutung sein kann, genau zu wissen, wer deportiert wurde, soweit andere es in Breslau erlebt haben. Wir bitten unsere Leser, die sich erinnern, wer zu ihrer Zeit aus Breslau deportiert wurde, die Namen unserem Vorstandsmitglied Arthur Dombrowsky, Tel-Aviv (Israel) Jean Jaures St. 4, mitzuteilen, der eine Liste für den Verband anlegen wird. Allen ehern. Breslauern war unsere Firma: Tuchhaus FASS G.m.b.H. Schmiedebrücke 48 und Graupenstr. 7 bestens bekannt. Auch hier im Lande haben wir dasselbe Prinzip : Gute Ware und billige Preise. Der beste Massanzug in orig. engl. Stoff mit 3 Anproben u. besten Zutaten nur IL. 145.—. Rein Kammgamhosen 28.50. Terrylene, Englisch, grösste Auswahl, nur 25.50 RÖMER TEL-AVIV, RCH. MOHILEWER 49 (Ecke Nachlal-Benjamin/Rambam)

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