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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1970-09-01 · No. 28 (September 1970) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1970
Issue
No. 28 (September 1970)
Date
1970-09-01
Page
[Seite] (sequence 2786)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan Tr Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie immer wieder an die “Suchanzeigen”. iNbnn >nxi> iutn MITTEILUNGEN No. 28 Seplembe, i»» DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND SCHLESIER IN ISRAEL E. V. my>*T> N'Vwn njwn vm"\ Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M.dJC. Heinrich H. Cohn, N. Heimann, Erich Lewin, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27. Tel. 749754 Vorsitzender ERNST TAUBER Juden in Schlesien im hohen Mittelalter Juden können in Schlesien erst in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts gewesen sein. Denn infolge seiner geografischen Lage, weit östlich, ist es sehr spät und sehr spärlich besiedelt worden. Als der jüdisch-spanische Reisende Ibrahim ibn Jakub im Jahre 965, also vor tausend Jahren, in die Slavenlande zog und darüber ausführlich berichtete, fand er Juden in Prag, diesem Knotenpunkt und Umschlagplatz, er fand sie an der Elbe und Saale, aber auf seinem weiteren Weg nördlich nach Pommern und östlich bis zur Bernsteinküste fand er noch keine Juden. In diese Gegenden kamen sie erst ungefähr zwei Jahrhunderte später, ebenso nach Schlesien. Alle Nachrichten über früheres Auftreten von Juden in Glogau, Görlitz, Ratibor und anderen Städten beruhen auf Irrtiimern. Die grösste Siedlung ist ohne Zweifel Breslau, dort sind Juden schon vor 1200; die ältesten Denkmäler sind Grabsteine auf der Nordseite des Breslauer Domes aus dem Jahre 1203 und einige Siegel aus jener Zeit. Einige Juden kennen wir auch schon mit Namen: um 1200 sitzen Joseph und Chazkel im Dorf Zokolnici (auch Tocholnici geschrieben) als Eigentümer dieser Ortschaft. Dieses Dorf ist längst ein Teil der Grossstadt Breslau geworden und gehört zu ihrer Innenstadt, etwa in der Gegend um den Königsplatz, also am linken Ufer des Nikolai-Stadtgrabens, ganz nahe der Gegend, in der bis vor vierzig Jahren die zentrale Siedlung der Juden war (Reuschestr., Antonienstr. goldene Radegasse u.s.w.). Auch in andern Gegenden Niederschlesiens finden wir um 1200 Juden als Grundbesitzer auf dem Lande. In Klein-Tinz, einem Dorf südwestlich von Breslau, haben wir um 1150 die erste beglaubigte Dr. HURWITZ LTD. TRAVEL & TOURS AGENCY TEL-AVIV, Yehuda Halevi Str. 43 TEL. 614 0 2 5 621351 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland. naiv? 71 3 V Nachricht über Anwesenheit von Juden in Schlesien. 1227 leben jüdische Grundbesitzer in Beuthen an der Oder, nordwestlich von Glogau. Dieser Ort ist nicht identisch mit Beuthen in Oberschlesien. Wir haben nur eine einzige sichere Erwähnung von Juden in Oberschlesien, in Neisse, also weit westlich. Die Mitteilungen aus Oppeln, Pless und, wie schon erwähnt, Ratibor sind fragwürdig. Um 1200 wird aus Dahsau (Kreis Wohlau) von Münzfonden berichtet. Diese dürften aber, wie auch in andern Gegenden, von Reisenden stammen und beweisen nichts für Ansiedlungen von Juden. Die aus Bunzlau schon für 1190 berichtete Judensiedlung dürfte später stattgefunden haben. Siedlungen zwischen 1200 und 1300 werden aus folgen- Mein Beitrag für die „Grossen Tage1' Es wohnt ein G’tt hoch über unserm Kreise, Ein G’tt der Huld, ein starker G’tt der Macht. Er ist allein der Ordnende, der Weise; Er wohnt im Licht und weiss, was er vollbracht. Mag wunderbar das dunkle Schicksal walten, ER wird es hell und freundlich einst gestalten, Denn ER ist G’tt und unten wohnt die Nacht! G. P. den Ortschaften genannt: Lähn (bald nach 1200), Glogau ab 1280, Münsterberg und Schweidnitz erst 1285. Erst 1291 wird eine nicht mehr bestehende Ortschaft Judenberg erwähnt, die wenige Kilometer östlich von Beitkau (Kreis Steinau) lag, Sie wird zusammen mit den Siedlungen in Gr. Schwoin, Gräditz und Hochkirch genannt. Zwischen 1300 und 1350 wohnen Juden in Liegnitz (1301), Görlitz (vor 1307), Namslau (1321), Neisse (1326), vielleicht in Pless (1327), Bernstadt und Brieg (1329) Neumarkt (1332), Strehlen, Guhrau und Lüben (1336), Hirschberg (1345), Trebnitz (1346), Braunau (Kreis Guhrau 1348, fragwürdig), Oberglogau, Oppeln (?), Striegau und Zülz (1348/49). In dieser Gegend dürften Juden kaum von den Verfolgungen des schwarzen Todes (1349) betroffen sein, wohl aber von den fast gleizeitig wütenden Geisslern (Flagelanten) heimgesucht worden sein. Wenn wir über die spätere Zeit erheblich besser Bescheid wissen, so ist es eine ehrenvolle Pflicht, des Gelehrten zu gedenken, welcher der Erforscher der schlesischen Judengeschichte ist.: Professor Dr. Marcus Brann, zunächst Rabbiner in Pless, dann als Nachfolger von Grätz, Dozent am Breslauer Seminar, der treueste Hüter des Erbes von Grätz, der neben seinen zahlreichen anderen Verpflichtungen, der Redaktion der Monatsschrift, des ersten Halbbandes der Germania Judaica, sich speziell für die Juden in Schlesien interessierte und in sechs Bänden ihre Geschichte (1896—1917) beschrieb. In neuerer Zeit hat er in gewisser Hinsicht einen Nachfolger in Dr. Bernhard Brilling gefunden, der vor Allem die Geschichte der Hauptstadt Breslau in der neueren Zeit bis ungefähr 1700 beschreibt und trotz seiner vielseitigen Tätigkeit in Westfalen, wohl noch weitere Forschungen über Juden in Schlesien betreiben wird. Rabbiner Dr. Neufeld Liebe Mitglieder und Freunde! Wir sind diesmal von der Gewohnheit abgegangen, bei der Herausgabe unseres Verbandsblattes den Leitartikel dem bevorstehenden Feiertage bezw. der ganzen Feiertagszeit anzupassen. Wir wissen, dass ein jeder von uns in der Tageszeitung, Wochenausgabe bezw. in der Zeitung seiner Congregation genügend über Rosch Haschanah etc. liest. Deshalb setzen wir statt dieses Leitartikels das nebenstehende Gedicht ein, dass einer unserer geschätzten Mitarbeiter uns aus Europa übermittelt hat. Er ist ein bekannter Journalist aus Breslau und hat stets Interesse für unsere Bestrebungen. Wir wünschen Ihnen Allen ein gesundes, zufriedenes .erfolgreiches Jahr ,das zur Entspannung in Israel und in der ganzen Welt führen möge und das Bewusstsein Jude zu sein wieder verstärken soll. Zu einem glücklichen Jahr sollt Ihr eingeschrieben sein. Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer Ernst Tauber 1. Vorsitzender

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