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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1969-09-01 · No. 26 (September 1969) · p. Seite 14

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1969
Issue
No. 26 (September 1969)
Date
1969-09-01
Page
Seite 14 (sequence 2761)
Language
German
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r Gedenktafel zum Andenken an die vernichteten Oberschlesischen Gemeinden Am Sonntag, den 29. Juni 1969 fand in Jerusalem auf dem “Har Zion” eine eindrucksvolle Feier mit Enthüllung einer “Gedenktafel” für die umgekommenen Landsleute der oberschlesischen Gemeinden statt. Weit über 100 Personen fanden sich aus dem ganzen Lande ein, um sich im Geiste mit denen zu vereinen, die unter dem grausamen Regime der Hitlerzeit und des Krieges in den Jahren 1933— 1945 umkamen. Die Organisation lag in den Händen der Herren Rottenberg und Kornfeld von der Ortsgruppe Tel-Aviv. Nach gemeinsam gesagten “Thilim” (Psalmen) in der Synagoge auf dem Har Zion und einer Ansprache von Erich Lewin sang in gefühlvoller zu Herzen gehender Weise Herr Kantor Psysucher frütiher Beuthen Oberschlesien das “Kel Male Rachmim”. Es folgte die Enthüllung der Tafel, gemeinsamer Kaddisch und Entzündung der Lichter zum Gedenken der 6 Millionen. Anschliessend war eine Führung durch die Räume des Zionberges, auf dem eine ewige Flamme lodert und die Namen der vielen Gemeinden aus Polen, Russland, Litauen sowie Deutschland zu lesen waren und die Asche von tausenden Umgekommener bestattet ist. Schweren Herzens und in ernster Stimmung verllessen die Teilnehmer diese Weihestunde, um sich jeder in seinen Wohnort zu begeben. Fritz Neufeld s. A. KIRJATH BIALIK Alle seine Freunde und Bekannten stehen unter dem Eindruck des grossen Schmerzes, als sie vom Heimgang dieses überaus liebenwerten, tüchtigen Menschen hörten. Man kann ohne Überhebung sagen, Fritz Neufeld hatte keine Feinde, nur Freunde und Verehrer. Viele haben ihn von frühester Jugend an gekannt. Im “Bar-Kochba” war er nicht nur der aus gezeichnete Sportler sondern der gerade feine Charakter, der ihm überall Freunde eintrug. Stes war er zur Stelle wo es galt zu helfen, seine immer gute Gemütsart, sein feines Lächeln machten ihn beliebt. All diese Vorzüge sind in herzlichen Worten bei seiner Beerdigung durch Rabbi Awigdor Porat, Haifa (früher Torry Foerder, Breslau) zum Ausdruck gebracht worden. Wir trauern mit der Gattin, den Freunden und der Familie um diesen wertvollen Menschen. Sein Andenken wird von uns in Ehren ghalten werden. Der Vorstand ehemaliger Breslauer Ernst Tauber 1. Vorsitzender Max Bänder s.A. (New-York) Bei Abschluss unserer letzten Zeitung No. 25 erfuhren wir vom Hinscheiden von MAX BÄNDER und haben s.Zt. der Society und der Familie unsere Teilnahme ausgesprochen. Heute wollen wir nur darauf hinweisen, dass der Heimgegangene sofort nach dem Hinscheiden unseres unvergesslichen Martin Guthmann das Amt des Kassieres des Verbandes ehemaliger Breslauer, New York übernahm und dieses Amt gewissenhaft bis zu seinem Tode, der ihn knapp ein Jahr nach Martin Guthmann ereilte, ausführte. Dafür sprechen wir ihm von dieser Stelle unseren wärmsten Dank aus. Verband ehemaliger Breslauer ln Israel ERNST TAUBER 1. Vorsitzender Hulda Falk s. A , geb. Sandberg In hohem Alter ist diese echt jüdische Frau im Kreise ihrer Kinder heimgegangen. Aus einer ganz kleinen Stadt der Provinz Posen (Pogorzela) stammend heiratete sie Curt Falk, dessen weitverzweigte Familie in religiösen Kreisen und anderen grosses Ansehen genoss und dessen Stammbaum auf den Dyhrenfurther Raw zurückgeht. Aber auch müütterlicherseits hat die Verblichene bekannte Rabbanim aufzuweisen. Ihr Haus war stets offen für jedermann. Verwandte und Freunde fanden sich ein, empfingen Rat und Hilfe. Man verstand es im Hause “Falk” Simches in gut jüdischem Sinne zu feiern. Es gab fast keinen Freitag abend, an dem nicht Curt Falk trotz der zahlreichen Familie 1-2 arme Leute aus Schul mitbrachte. Immer war die Hausfrau darauf vorbereitet, auch in schwersten Zeiten des 1. Weltkrieges. In diesem Sinne sind die Kinder erzogen und hat die teure Mutter noch mehrere Jahre im Hause ihrer verheirateten Tochter Ruth Azmon, Tel- Ganim — Ramat Gan, Josef Zwi 35 gelebt umgeben von Kindern, Enkeln und Urenkeln. Bis zum letzten Atemzuge war sie geistig frisch und freute sich über jeden, der sie besuchte. Sie bleibt bei allen unvergessen. Ihre erste Reaktion auf d. Wiedervereinigung Jeru schalajims war ihr Wunsch, an der Seite ihres Mannes einmal bestattet zu werden. Er ist ihr erfüllt worden. Dr. Max Preuss s.A. Wieder haben wir einen alten Breslauer, den bekannten Arzt Dr. Max Preuss verloren, der sich nicht nur in Breslau sondern auch in Tel-Aviv als Arzt und Mensch besten Rufes erfreute. Nur 2 Jahre hat er seine Gattin Steffi Preuss überlebt, die sich in “Alin” für körperlich behinderte Kinder in besonderem Maase hervortat. Aber Dr. Preuss selbst, der als Orthopäde eine grosse Praxis hatte, beschäftigte sich mit diesen Kindern und fand immer Zeit, sie und auch ihre Angehörigen zu beraten, was gerade in solcnen Fällen besonders schwer war. Seiner Idee entsprang die erste Schule für diese kranken Kinder im “Mossad Abrahams”. Als alter Zionist fand er auch hier seinen Wirkungskreis und war beliebt und verehrt. Seinen Kindern und der Familie unsere innigste Teilnahme. Viele Freunde, die diesen Nachruf lesen, werden sich dieses bekannten Arztes und Menschen in Liebe errinnern. Verband ehemaliger Breslauer in Israel ERNST TAUBER 1. Vorsitzender Hermann Goldstern s.A. Herrman Goldstein, früher Beuthen O/S. später Leigh-on-Sea, (Essex), Sohn von Siegmund und Johanna Goldstein, verschied im April im 85. Lebensjahr. Der Verstorbene war in der Oberschlesischen Holzindustrie, später bei S. Goldstein, Beuthen, leitend tätig. Aus einem Elternhaus hervorgegangen, in dem u.a. Prof. Weizmann und Nachum Goldmann verkehrten, und das mit zu den grössten Spendern aus O./S. für die zionistischen Belange gehörte, war er selbst ein Vorbild hoher menschlicher Qualitäten und widmete sich noch bis ins hohe Alter in rastloser Hingabe vielen wichtigen jüdischen Aufgaben sozialer und andrer Art. Er war mit Else Danziger, Tochter des Grossindustriellen Adolf Danziger, Breslau-Kreuzburg, in glücklichster Ehe verheiratet. Mit den beiden Söhnen und ihren Angehörigen trauert die grosse Familie der Goldsteins, früher Beuthen O/S, um diese bedeutende liebenswerte Persönlichkeit. Alfred Neuländer s. A. Schwer erschüttert sind wir durch das Ableben unseres so rührigen Vorstandsmitglieds Alfred Neuländer, der nach kurzer schwerer Krankheit heimging. Im besten Mannesalter, voll Leben, arbeitssam, fleissig, beliebt bei Jung und Alt, immer mit neuen Ideen, so hat er uns verlassen. Mit seiner Gattin und Tochter ein harmonisches Leben geführt, verstand er es, sich viel Freunde zu erwerben, weil er immer zur Stelle war, wo man ihn brauchte und nie versagte er, wenn man etwas von ihm forderte. Zugleich im Vorstand des "‘Verbandes der Oberschlesier” hat er eine Brücke geschaffen, die oft beiden Vereinigungen zu Nutzen kam. Aus Rosenberg O/S. gebürtig verbrachte er dort schöne Jugendjahre und dann in Breslau arbeitete er stramm und dank seiner unermüdlichen Arbeitskraft mit Hilfe seiner Gattin hat er sich auf der belebtesten Strasse Tel-Avivs eine Existenz geschaffen, die er Schritt für Schritt sich aufbaute. Trotz Bekanntgabe dieses schweren Schlages, der wegen der kurzen Zeit bis zur Beerdigung keine Inserate mehr zuliess, haben sich viele Menschen eingefunden, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Ein ganzer Stab von Krankenschwestern und Brüdern waren — erschienen, — die Tochter lernt Krankenschwester — um so die Verbundenheit mit der Familie zu beweisen. Am Grabe; sprach der Sekretär des “Verbandes d. Breslauer” zubleich im Namen der “Oberschlesier” und dankte ihm für seine Hingabe, Freundschaft und Treue. Am 30. Tage war eine Trauerfeier an seiner Begräbnisstätte, wo auch wieder eine grosse Zahl Verwandter und Freunde teilnahmen. Wir sprechen der Gattin, der Tochter, den Geschwistern und der weiteren Familie unsere allerinnigste Teilnahme aus. Er wird bei uns im vergessen sein. ", DER VORSTAND Wir Kondulieren Herrn MAX KOCHMANN und Frau, Haifa j zum Hinscheiden ihrer Mutter Frau Johanna j Kochmann.! Familien WERNER JAFFE und LÖWENTHAL, Tel-Aviv, zum Ableben ihrer Mutter Frau Minna Krzesni. Herrn Aron CALVARY, Jad Elijahu, Beth-Gila Margolinstr. zum Ableben seiner Schwestern Frau Berta Gabriel und Frau Margarete Friedländer, die er leider innerhalb von 3 Monaten verloren hat. Familien MAMLOCK und Dr. WOLFF, Nahariah, Golombstr. 10-a zum Hinscheiden ihres Gatten und Vaters Gustav Mamlock. Den Angehörigen und Familie KN OCH, Ti von zum Ableben von Dr. Siegfried Falk s.A. Wellington, Ngatotostr. 8, Neu Seeland. Frau ELLEN LEIPZIGER, geb. Schalscha, ma Polonia 136, Sao Paulo 9 und Familie zum Ableben von Fried Leipziger. Frau HERTA MARKOWITZ geb. Goldschmidt und Familie, 80-15 Greenfeld Street, Kew Gardens, N.Y. 11415 zum Hinscheiden von Dr. jur. Paul Markowitz. Familie NATHAN HEIMANN, Tel-Aviv, Gordonstr. 81 zum Ableben des Bruders und Schwagers Otto Stern, Woolahra, Australien. Frau STEFFI PINKUS geb. Lewin und Familie zum Hinscheiden von Ernst Pinkus — 420 West End Avenue, New York, N.Y. 10024. Familien WOLLF und SCHWEITZER, 5496 Hyde Park Blvd. Chicago HI, 606 15 zum Ableben ihrer Schwester Gertrud Jacobius. Frau MARGARETE SANDER, St. Louis, Mo 750 Kingsland 63130 zum Heimgang ihres Gatten Louis Sander. Herrn Karl LUDNOWSKI Haifa, zum Ableben seiner Gattin Hedwig Ludnowski. 14

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