Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1969
- Issue
- No. 26 (September 1969)
- Date
- 1969-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2748)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Gegründef von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan *rr ( ',!! I M \'-IA JUi.'AK A Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie Immer wieder an die “Suchanzeigen”. *7 HIV/>2 \ H *7 V12 > N 2 1 > )U1N *7 V/ MITTEILUNGEN No. 26 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND IN ISRAEL E. V. niy>"r > \?hn September 1969 SCHLESIER Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M. d. K. Heinrich H. Cohn.N. Heimann, Erich Lewin, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Bialik Str. 106. Tel. 721957. Vorsitzender ERNST TAUBER Rav B. S. Jacobson — Tel-Aviv Die Botschaft des Monats Tischri In der Zahl der Tage ist der siebte Tag der heilige, unser Schabbath. Die Wochen werden geheiligt durch das Zählen, nachdem wir 7 Wochen gezählt haben, kommt das (Wochenfest, wir werden inne, dass wir vom Berge Sinai die Stimme G’ttes hörten und ewiges lebensgestaltenes Gesetz erhielten. Die Monate sind durch den siebten geheiligt. Tischri kündet durch seine vielen besonderen Tage und Feste von unserer Verbundenheit, unserer Ehrfurcht vor G’tt, unsere Freude am Land und seiner Frucht, und schliesst ab mit Rimchat Torah, der Freude am “Lernen” des G’tteswortes. Das siebte Jahr ist Schabbath Haarez, Ruhe für das Land, Erlassung der Schulden. Schmitat kesafim und öffentliche Neuverpflichtung auf das Wort der Torah Hakhel (Deuteronomium 31, 10—13). Nach einer Jahreswoche, nach 7 Jahren der Schmita kommt das Jovel Jahr, “das Heimholer- Jahr”, Jeder jüdische Sklave kehrt in Freiheit zu seiner Familie zurück und der verkaufte Boden wird dem Eigentümer zurückgegeben (vgl. Leviticus 25,10). Der Midrasch hat uns diese Einheit in aufsteigendem Masse von Tag, Woche, Monat, siebten Jahr und Jahreswoche mit der Krönung durch das Jovel Jahr verstehen gelernt. Wir wollen unser Ohr und Herz aufschliessen für die Botschaft des Monats Tischri. Ein neues Jahr beginnt nicht mit dem ersten Monat Nissan, sondern mit dem siebten. Ursprünglich kannte die Torah nur den Beginn des natürlichen Jahres mit Tischri, nach dem Erntefest kommt die Vorbereitungsarbeit für die neue Ernte mit Pflügen und Säen, es gibt die Emtegezeiten und es kommt das Ende des Jahres “Kajiz”, hängt mit “Kez” zusammen. Aber das grosse Urlebnis des Volkes, die Dr. HVRWITZ LTD. TRAVEL & TOURS AGENCY TEL-AVIV, Yehuda Halevi Sfr. 43 Tel: 6 1 4 02 5 6 2 1 3 5 1 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland naio njw ihm geschenkte Freiheit Pessach veranlasste den Gesetzgeber, uns einen besonderen Kalender zu geben (vgl. Exodus 12,2). Die Monate zählen wir nach dem Monat der Erlösung, aber das Jahr beginnt mit Tischri, dem natürlichen Jahresbeginn. Nach der Formulierung von Hermann Cohen in seinem tiefen Buch “die Religion der Vernunft nach den Quellen des Judentums dargestellt”, schildert uns die herrliche Musaf Tfile G’ttes “Weltregierung” in den Malchiot, das Weltgericht zieht an uns vorüber in den Sichronot und die Botschaft der Welterlösung künden uns die Tkiot. Rosch Haschanah wcjom Kipur sind die Tage der Konfrontation mit C’tt, der vom Wege der Heiligkeit abgewichene Mensch findet mit dem Einsatz der eigenen Kraft und mit der Beihilfe der Gnade des Allgütigen den Weg zu G’tt zurück, dies ist der Sinn der Umkehr — Tschuwa, am heiligsten der Tage streben wir zur Reinheit und damit zur Vergebung zurück. So lautet das Wort G’ttes (Leviticus 16,30): “Denn an diesem Tage verzeiht Er uns, um uns zu reinigen, von all unseren Sünden — vor G’tt werdet ihr rein werden”. Ein entscheidender Satz, der wiederholt wird lehrt uns im Schluss-gebet — Neilla, dass der tiefste Sinn dieses heiligen Tages uns bewusst wird, wenn unser Verhältnis zum Nebenmenschen für die Zukunft sich ändert: dass wir aufhören irgend eine Gewalttat dem Nächsten gegenüber zu begehen: Lemaan nechadesch meoschek jadenu. Nach der Erhebung, Heiligung und Vergebung, erst dann kommt Sukkoth das Fest der Freude die Jamim Noraim bringen uns nicht zu einer Abkehr von der Welt, im Gegenteil sie sind es, die die Tage vorbereiten die Freude in unser Herz zu pflanzen. Diese Freude ist zunächst die Freude über die Ernte, die,uns als Preis für unsere Arbeit am Boden des heiligen Landes geschenkt wird. Doch diese Freude könnte uns zu sehr im Irdischen verankern, könnte das materalistische Prinzip zur Herrschaft kommen lassen. Der Abschluss der Feste ist daher Simchat Torah, wir freuen uns ein Volk des Geistes zu sein, wir beenden den Vorlesungszyklus der Torah-Abschnitte und beginnen ihn von neuem. Die Torah, ihr Wort, ihre Gesetze des Erforschen des G’tteswortes der schriftichen und mündlichen Lehre wird unser Begleiter für das neue Jahr sein.! i«n *n» p Jakob Karliner zum 75* Geburlsfage Auch wir vom Verband der Breslauer wollen dem langjährigen überaus rührigen Vorsitzenden der Ortsgruppe des Verbandes der Oberschlesier in Haifa Herrn Jakob Karliner aufs Herzlichste gratulieren. Er hat es verstanden, durch besondere Organisationsgabe, eifrige Arbeit und nie ermündenden Fleiss die Ortsgruppe Haifa lebendig zu erhalten. Sein Wechsel des Wohnsitzes nach Natanjah, “Tiferet Banim” hat der Ortsgruppe Haifa einen grossen Abbruch getan. Wir wünschen Herrn Karliner viele Jahre ln Gesundheit und dieselbe Vitalität, die er bisher an den Tag gelegt hat. Ad mea Weesrim. Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer und Schlesier Ernst Tauber 1. Vorsitzender AN ALL UNSERE MITGLIEDER UND FREUNDE Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir durch unser Rundschreiben wieder mit Ihnen Allen in Verbindung gekommen sind. Diesmal überreichen wir Ihnen die Zeitung zu “Rosch-Haschanah” mit den allerherzlichsten Wünschen für ein gutes, friedliches Jahr, das wir alle dringend nötig haben. Spenden, Beiträge, Jahresstiftungen ins “Goldene Buch” können weiter auf unser Konto Irgun Joze Breslau, Bank Japhet, Tel-Aviv Rothschild Blvd. 11 Kontonummer 26582/43 übersandt werden oder an Erich Lewin, Ramat Gan, Blallkstr. 196, Telefon: 721957 (Israel). Verband ehemaliger Breslauer in Israel ERNST TAUBER 1. Vorsitzender