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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1969-04-01 · No. 25 (April 1969) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1969
Issue
No. 25 (April 1969)
Date
1969-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I < i i i AI A Gegründet von Dr- Wilhelm (Seev) Freyhan *rr Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen"Sind denken Sie Immer wieder an die “Suchanzeigen”. n SCHLESIER IN ISRAEL E. V. *7 HIV >2 imN 7U> MITTEILUNGEN No. 25 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND iy>i» v-uwn nvp April 1969 Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M. d. K. Heinrich H. Cohn N. Heimann, Erich Lewin, R. Löwenberg, A. Neuländer, Dr. Prager. M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netter Str. 7. Tel. 614861 Vorsitzender ERNST TAUBER ttp *7**7 Die Nacht des jüdischen Gewissens Es gibt in der Reihe der jüdischen Feste keines, dem so viel -Zeit der Vorbereitung gewidmet ist, wie das Pessachfest, das Fest der jüdischen Freiheit nnnn in Die Bezeichnung, .wie sie sich im zu Pessach und in unseren rn'TDn findet, lautet urvnn jöT die Zeit und nicht der Tag unserer Befreiung. Und damit ist schon angedeutet, dass hier nicht ein historisches Ereignis im Gedächtnis festgehalten werden soll, das an einem bestimmten Tage stattfand, sondern das diese einschneidenste und entscheidenste Begebenheit in der Geschichte unseres Volkes einen langen Zeitraum umfasst. Aus einer Masse von Sklaven im Aegypten wurde ein Volk von freien Menschen. Das war ein Vorgang, der nicht von einem Tag zum anderen erfolgte. Das war auch nicht, wenn wir in moderner Terminologie sprechen wollen, ein unblutiger Putsch, sondern ihm ging eine lange Entwicklung voraus. Dem einfachen Beobachter zeigt sie sich in der Darstellung der 10 Plagen, wie sie uns in der Thora s"’—'t D’pas maw beschrieben werden. Und wenn auch dort '3 pioD ” pns als Grund d. langsamen Prozesses bis zur Freiheit angegeben wird ison jSQp ’rmvm nsi ansaa ’nppynn tos ns 713 in 73a ’arsa .□3 ’nnw tos “Damit Du es einprägsam Deinem Sohn und Deinem Enkel erzählst, wie Ich mich wundertätig in Aegypten bewiesen und Meine Zeichen, die Ich an ihnen getan habe”, so bedeutet das doch auch, dass das jüdische Volk sich allmählich und innerlich an die Hoffnung und den Gedanken der endlichen Freiheit gewöhnen sollte. Das ist letztlich der tiefere Grundgedanke für die bei allen unseren Festen — sogar den nicht rein historischen, wie ruwn ©ST ,ni3naw ,nnitn den Dr. HURWITZ LTD. TRAVEL & TOURS AGENCY NEUE ADRESSE: TEL-AVIV, Yehuda Halevi Str. A3 61 4 02 5 6 2 1 3 5 1 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland Gebeten wiederkehrende Formel D’axa ns’X’^ 33t Nicht nur die Erinnerung an ein einmaliges, wenn auch noch so bedeutsames geschichtliches Ereignis soilen wir uns stets vor Augen halten, sondern den Grundgedanken des pnoa, des unbeirrbaren Vertrauens auf die g’ttliche Hilfe,' ohne die unser Volk weder die ägyptische Sklaverei noch die dunklen Nächte des Galuth hätte’ überstehen können. Mehr noch als für alle, anderen Festtage haben unsere Weisen f. d. Pessachfest angeordnet D’^KUZ? 'p trnoD dp dtoi^w noDii dtp noan ma^na dtouti dass man sich 30 Tage vor dem Fest mit den Vorschriften für Pessach zu beschäftigen habe, um sie peinlichst zu befolgen. Diese Vorschrift bedeutet freilich weit mehr als das Haus einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, um es von yan dem “Gesäuerten” zu befreien und die übrigen Dinge vorzubereiten, dass sie rechtzeitig zu Pessach beendet sind. Ihre innere Bedeutung ist eine Revision des jüdischen Geistes, ein sich Klar und Bewustwerden, was für den jüdischen Menschen der Begriff “Freiheit” zu bedeuten hat und wie Jahr auf Jahr diese Freiheit von neuem erleben soll. Vielleicht hat noch kein Geschlecht seit dem Untergang des einstigen jüdischen Staates wie das unsere es erlebt und empfunden, was eine neue Volkswerdung auf eigenem Boden bedeutet. Es wird uns leider viel zu wenig bewusst, obwohl wir Grund hätten, jeden Tag und jede Stunde dafür zu danken. Und wenn wir nicht seit dem ersten Augenblick unserer Staatsgründung in ununterbrochner Spannung leben würden um unsere Sicherheit und Existenz, so käme es wohl vielen unter uns nicht zum Bewusstsein, oder sie gingen wie selbstverständlich darüber zur Tagesordnung, dass wir täglich das Licht der Sonne erblicken, wie wenn es nicht ein sich ständig erneuerndes Wunder wäre, das auch einmal ausbleiben kann und auch eines Tages ausbleiben wird — für jeden von uns. Sind diese Feststellungen aber vielleicht nur allzu menschliche Erscheinungen unter der Masse des Volkes, die viel zu sehr mit den kleinen Sorgen und Fragen des Alltags beschäftigt ist, so stimmt es für die Zukunft unseres Volkes weit bedenklicher, wenn an seinen Grundfesten gerüttelt wird. Wir meinen damit noch nicht einmal die für unsere Existenz entscheidenden Fragen wie 113® niTOD und das jüdische Eherecht, obwohl ohne sie unser Volk als jüdisches Volk niemals bestehen kann, sondern wir denken an das “Problem”, das noch nie — noch niemals in der langen Geschichte der jüdischen Gemeinschaft aufgeworfen wurde: “Wer ist Jude”? Selbst die radikalsten Vertreter der sogenannten Assimilations-Periode die bereit waren, das jüdische Gesetz in wesentlichen Teilen aüsser Kraft zu setzen, haben es nicht gewagt, das Grundgesetz der jüdischen Familie zu verleugnen, dass nur der ein Jude ist, der von einer jüdischen Mutter geboren ist oder zum Judentum unter Anerkennung der damit verbundenen Pflichten übertrat. Noch ist es G.sD. in den meisten jüdischen Häusern selbstverständlicher Brauch, dass der sogenannte Seder Abend wie seit den Tagen des Auszuges der Kinder Israel aus Aegypten, die jüdische Familie zusammenhält, und Vater und Kinder sich beim Lesen der “Hagada” auf den Ursprung unserer Volkswerdung und die Aufgabe des jüdischen Volkes in der Geschichte besinnen. In dieser Hagada lesen wir die Worte iaPi kü k? nsno® irax aps?’1? nTOirt» ’aann inp wpa na .^>an ns npsP Wpa iaVi Dnatn ‘pv s“?s an Geh’ hinaus und lerne, verstehe, was Laban der Aramäer einst unserem Vater Jaakob antun wollte. Pharao wollte nur an die Knaben Hand anlegen, Laban aber w'ölite die ganze Zukunft (des jüdischen Volkes) entwurzeln. Was bedeutet das? In der jüdischen Familie wurzelt der Baum der Nation. Wer die Axt an die Aeste des jüdischen Baumes legt, der trifft das Dasein der Nation. Pharao wollte sich mit der Schwächung der Man- (Forts. Seite 2) AN UNSERE MITGLIEDER u. FREUNDE IN ISRAEL UND IN ALLEN LÄNDERN! Wir überreichen Ihnen heute wieder einmal eine Zeitung unsere Verbandes und hoffen, dass Sie Ihnen vieles bietet und Sie mit dem Inhalt zufrieden sind. Wir bitten Sie — falls Sie Ihren Jahresbeitrag noch nicht gezahlt haben — diesen uns baldgef. einzusenden. Ebenso verweisen wir auf den Altersheimfonds auf den Namen unseren unvergesslichen Gründers Dr. Wilhelm Seew Freyhan s.A. sowie auf das “Goldene Buch“, in dem Sie Ihre heimgegangenen Angehörigen eintragen lassen können. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich 18.— IL in Israel, im Ausland 10 $. Einzahlungen an die Bank Japhet, Tel- Aviv, Rotschild Blvd. 11. Konto Irgun Jozel Breslau No. 26582/43 oder an Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netterstr. 7. Telefon des Verbandes: Tel-Aviv 614861. Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer Ernst Tauber 1. Vorsitzender

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