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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1967-10-01 · No. 22 (October 1967) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1967
Issue
No. 22 (October 1967)
Date
1967-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie immer wieder an die “Suchanzeigen”. iNbni iuin MITTEILUNGEN No DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. V. my*i* 22 rrawn niwn vfm Octobe r 1967 UND SCHLESIER Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Dr. William Boss, Benno Cohn, M. d. K. Heinrich H. Cohn, A. Dombrowski, N. Heimann, Erich Lewin, Paula Lewy, R. Löwenberg,A. Neuländer, Dr. Prager, M. Pick, M. Rosenfeld (Maro), J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Tel-Aviv, Karl Netter Str. 7. Vorsitzender ERNST TAUBER n" a w n mwn wnt 572$ Wieder stehen wir vor Rosh Hashanah (unserem Neujahrsfeste), das den Auftakt bildet für eine Reihe von Feiertagen, die ganz verschiedener Art sind. Jom Kippur (Versöhnungstag) mit seinen Bussgebeten, Sukkoth, das schöne Erntefest und zuletzt Simchat Thora, das Fest der Freude am erhaltenen Gesetz. Aber wir irren, wenn wir glauben, dass Rosch- Hashanah uns plötzlich entgegentritt mit seiner Schönheit und Vielfältigkeit in Gebet und Form. Bereits vier Wochen vor dem Fest spüren wir seine Strahlen. Am ersten Elul mit dem ersten Schofarton will es uns vorbereiten und aufwecken. Es will uns künden, dass grosse Tage vor uns stehen, Tage des Gerichts. Und so wie der Mensch im Irdischen hier in dieser Welt sich vorbereitet für eine grosse Entscheidung, sei es, dass er einen wichtigen Termin hat, an dem er Rede und Antwort stehen muss, sei es, dass er in einer Konferenz ist, die entscheidend sein weiteres Handeln beeinflusst und seinen Status im Leben ändern kann, so soll der Jude den ganzen Monat Elul sich zu der Stufe heraufarbeiten, die er zu besteigen hat, um vor dem Thron des Weltgerichts zu bestehen. Unsere Weisen nennen dai njan. “Vorbereitung”, sich einstellen auf eine wichtige Angelegenheit. Diese naan ist Forderung und Verfolgung eines Zieles. In den Tagen unserer Väter, in der Zeit des Mittelalters, in dem Kreis der Anhänger des überlieferten Judentums war Vorbereitung zum Gebet eineselbstverständliche Angelegenheit. Man eilte zum rioiDn rv>a j”tteshaus, lernte oder hörte Worte der Thora oder des Talmuds als Einleitung zum Gebet, um so sich langsam einzustellen und die richtige nJ13 “Andacht” zu haben. Dr. HURWITZ LTD. TRAVEL & TOURIS AGENCY 1 NEUE ADRESSE: TEL-AVIV, Yehuda Halevi Str. 43 Neue Telephon-Nummern 614025 6 2 1 3 5 1 Individuelle Beratung für Ihre Reise Ins Ausland. m iü m\y Heute im Zeitalter der Technik, der Atomspaltung, der Flieger, wo wir in wenigen Stunden hineingeschleudert werden in andere Erdteile, in gegensätzliche klimatische Verhältnisse, wo wir in kürzester Zeit Menschen ganz anderer Art in ihrer Anschauung und Lebensweise kennen lernen, ist uns von dieser Art der Vorbereitung viel verloren gegangen. Man rast durchs Leben, keiner hat Zeit, jeder ist gehetzt und gejagt. Man will viel schaffen und erreichen. Hier kommt Rosh Hashanah und sagt uns Menschen: Jetzt ist eine Station der Ruhe und Besinsung; nütze sie, hole aus ihr für Dein Innenleben heraus, was Du nur kannst. Aber das wirst Du nur erreichen wenn Du überlegst und ruhig handelst. Nichts fällt Dir in den Schoss. Du musst es Dir erwerben. Nur einmal beim Auszug aus Aegypten waren wir Objekt. Gott hat für uns gekämpft und uns herausgeführt. Dann sind wir aus dem Sklavenvolk allmählich durch Leiden und Opfer in die Selbständigkeit hineingewachsen. — Wer von uns denkt nicht, wenn er gefragt wird woher er komme, aus welchem Lande, aus welcher Stadt oder Gemeinde an das rührige Gemeindeleben seiner Stadt. Wer erinnert sich nicht gern der Synagoge seiner Gemeinde und sieht gerade im vorgerückten Alter etwas Erhabenes in diesem Gotteshaus, mag es auch noch so schlicht gewesen sein. Wir waren ja gewöhnt an gediegene Bauten, schöne Formen und würdige Gottesdienste. Aber zu alldem gehörte nian “Vorbereitung”, Planung und Arbeit. Dass wir heute seit fast 1900 Jahren wieder im eigenen Staate im ungeteilten Jerushalajim an der Westmauer des Tempels beten können, dass unser Staat an Grösse zugenommen hat wie wir er uns nie ertraäumt haben, auch dazu gehörte nisn Erst im “geistigen Sinne” den Juden der Welt die Liebe zu Zion, die nie erloschen ist und die täglich dreimal in unserem Gebet erwähnt wird, wieder zu erwecken und dann nach alldem grossen Aderlass, den unvergesslichen Opfern, den schweren diplomatischen Verhandlungen und der heimtückischen Politik einen Staat auf zu richten, der umgeben ist von Feinden und der sich behaupten soll. Hat sich das alles von selbst gemacht? Wir in Israel wissen wieviel Kraft und Nerven > Der Vorstand des Verbandes ehemaliger < \ Breslauer in Israel wünscht allen seine Mit- / \ gliedern und Freunden in Israel und in al- / ( len TeUen der Welt ein gutes, gesundes Jahr ) ( des Friedens und des Aufbaues. ) nötig waren um all das vorzubereiten und wieviel Anstrengungen noch erforderlich sein werden um es zu erhalten. Diese Zeilen sind insbesondere an unsere Jüdischen Brüder und Schwestern und auch an die nicht jüdische Bevölkerung gerichtet, die unsere Sache verstehen und sie zu würdigen wissen. Wir in Israel haben ja diese grossen Tage selbst miterlebt. Der Schofar hat in unserer Zeit ausser seiner traditionsmässigen Bedeutung noch eine besondere Botschaft; Er ruft uns auf nicht müde zu werden, sondern frische Kräfte zu sammeln. Wie der Landmann das Saatkorn mit Liebe in den Boden legt, und er überzeugt ist dass es aufgehen und reifen wird, so haben wir unser Teuerstes: Väter, Söhne und Brüder weinend in den Boden unseres heiligen Landes gelegt, die gefallen sind, damit ISRA¬ EL bestehe. (Psalm 126). “Die mit Tränen säen, werden einst mit Freude ernten”. Drei Faktoren haben unseren Sieg errungen: die hohe Moral unserer Truppen, die imerhörte Einsatzbereitschaft unserer Soldaten und der Beistand Gottes, der sein Volk nicht verlassen hat. Jeschajahu 54: “Einen kleinen Augenblick habe ich Dich verlassen und mit grossem Erbarmen werde ich Dich wieder zusammenführen”. Die Juden der Welt und auch viele Staaten haben in dieser Zeit um uns gebangt. Möge in Gänze in Erfüllung gehen das Wort des Propheten Jeshajahu, dass er uns im 51. Kapitel verkündet: “Denn getröstet hat Gott Zion, getröstet all ihre Trümmer. Die Wüste wird werden wie Eden und die Steppen wie ein Garten Gottes. Wonne und Freude sollen darin gefunden werden, Dank und die Stimme des Liedes”. Mit diesen Verheissungsworten lasst uns das neue Jahr beginnen! Erich Eileser Lewin C AN UNSERE MITGLIEDER UND FREUNDE % | IN ISRAEL UND IN ALLEN LÄNDERN? Unser letztes Rundschreiben hat grossen Anklang gefunden und ein beträchtlicher Teil unserer Mitglieder und Freunde hat seinen Beitrag bezw. Spenden gesandt. Wir bitten aber diejenigen, die dies noch nicht getan haben, ihre Beiträge bezw. Spenden auf unser Konto Irgun Jozei Breslau, Tel-Aviv, Bank Japhet No. 26582/43 Rothschild Blvd. 11 zu übersenden. Quittung wird umgehend mit Dank gesandt. Zeitungen oder Anfragen an Erich Lewin, Tel- Aviv, Karl Netter 7 (Israel) Tel. 614861. Der Vorstand des Verbandes ehemaliger Breslauer Ernst Tauber 1. Vorsitzender

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