Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1981
- Issue
- No. 48-49 (1981), Nachtrag
- Date
- 1981-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 2590)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Safed 1× ep/1046078
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AUS DER TEL-AVIVER KUNTSCENE DIE MALERIN RACHEL CEGLA IN DER GUY GALERIE TEL AVIV Wie immer findet man ln der Guy Galerie Tel-Aviv Ausstellungen von höchst profilierten Malern. So auch die one women show der Malerin Rachel Cegla — ein Querschnitt durch die Jahre ihres Schaffens. Sie ist unter dem Namen „die Jeckete, die den Orient sucht“ und auch fand, bekannt. Sie machte zuerst durch ihre Landschaften (Aquarelle) auf sich aufmerksam — sie besitzt ein Haus in der Künstlerkolonie Safed. In der neuen Ausstellung, die der talentierten Malerin zum höchsten Ruhm gereicht, zeigt sie als Medien: Aquarell, mixed Media, Panda auch öl — ihre Themen: Landschaften, Portraits, Gruppen orientalischer Menschen, sowie auch Kammermusikgruppen und Tänzer, speziell die Letzteren zeigen eine starke Sensibiltät in der figurativen Linienführung und auch in den lyrischen Farbenkompositionen. Dass ihre Landschaften heute schon als klassische israelische Kunst bezeichnet werden kann, muss dem Beschauer sofort klar werden. Die Gruppen der Kammermusiker hatten mein Interesse geweckt, sie waren in der Atmosphäre wie von Musik durchwirkt. Es fiel mir ein, dass Rachel Cegla in vielen Konzerten zu sehen war und nicht gerade in denen, die „in“ waren, sondern ln den ausgefallenen „Leckerbissen“ — die Harfen-Konzerte u.a.m. Daraufhin angespro- TREFFEN EHEMALIGER BAR KOCHBANER AUS BRESLAU UND SCHLESIEN Wir wollen ln Haifa ein Treffen ehemaliger Bar Kochbaner aus Breslau und Schlesien veranstalten. Um die Zahl der Teilnehmer festzustellen, bitten wir baldigst an folgenden Adressen sich zu melden: Joachim Luft, Haifa, Balfourstrasse 3, in Fa. Saris oder an Max Lopatka, Tel Aviv, Raw Fischmann - Malmon 12. Nach Feststellung der Teilnehmerzahl werden die Einzelnen über Zeit und Ort der Eröffnung benachrichtigt werden. chen, sagte die Künstlerin, dass sie sehr musikalisch sei, absolutes Gehör und ein fundiertes Wissen habe, ansserdem Geige und Klavier gelernt. Rachel kommt aus einem hochmusikalischen Haus in Hamburg, in dem die Familie — Eltern und Geschwister — ihr eigenes kleines Orchester bildeten und sie mit Hausmusik aufgewachsen sei. Ihre Mutter, eine ausgebildete Sängerin, hat nach ihrer Emigration nach dem damaligen Palästina, die Solisten des neugegründeten Palästina (heute Israel) Orchesters bei ihren Proben begleitet. Automatisch kam meine nächste Frage: und wollten Sie nicht Musikern werden? „Ich habe lange geschwankt“, sagte die Künstlerin, „ehe ich mich für Malerei entschied. Zurückblickend, weiss ich In ihrer ersten One-woman show (30 Bilder — 7 kleine Skulpturen) zeigte uns Marta Leopold- Indig neben ihrer Kunst ihre Liebe zum Land Israel. Die Natur Israels, die natürlichen Farben, optimistisch und in all ihrer Schönheit zeigt eine “joy of vivre” in allen Stimmungen. Es sind Bilder, die man gern um sich herum haben möchte. Ihre Technik: Basis klassisch — ging aber ins impressionistisch figurative über. Marta Indig war als kleines Kind in Transsilvaniens Stadt „Arad“ während des 2. Weltkrieges nur mit Papier und Bleistift zu sehen. 1951 ging sie mit Eltern und Bruder zur „Aliya" und die Familie lebte 6 Jahre in der Maabara Tire bei Haifa. Marta ging in die „USha“ Schule, wo sie Schulunterricht hatte und Gärtnerei lernte. Dasselbe setzte sie in „Kwuzat Schiller“ fort. Aus dieser Zeit stammt ihre Liebe zur Natur und speziell zur israelischen Landschaft. Dann begann sie zu arbeiten, da sie die Eltern zu ernähren hatte — der Bruder war beim Militär. Sie war ein grosses schönes Mädel, ging gern schwimmen, aber es fehlten die Mittel für einen Badeanzug. Da kam ihr der „Wasserköniginnen Contest" zur Hilfe!. Preise: 1 Badeanzug. Sie bewarb sich und wurde unter den zehn eisten zur Auswahl gestellt, und gewann den 2. Preis. Das war der Anfang ihrer Karriere als Mannequin. Dazu kam eine gewisse Aehnlichkeit mit Liz Mayler wie die Presse benlcht, ob ich nicht bei der Musik hätte bleiben sollen?“ Eines ist sicher, Rachel Cegla wäre wahrscheinlich eine ebenso etablierte Musikerin geworden, wie sie heute ihren Namen unter den zeitgenössischen Malern Israels hat. Die Tanzbilder, die zum ersten Male in dieser Ausstellung zu sehen sind, zeigen den Einfluss einer Spanienreise — Flamenco — als ein Btarkes persönliches Stilgefühl. Auch einige Abstrakte sind neu. Eine Ausstellung, die wert war, gesehen zu werden. hauptete. So wurde sie ein gesuchtes Mannequin und arbeitete bei grossen Firmen, wie Jercoli, Elaatex und in vielen Modeschauen. Ein amerikanischer Tourist sah sie bei der Vorführung und verliebte sich in sie. Daraus wurde eine Ehe und sie ging mit nach Amerika, wo auch bald ihr Sohn .geboren wurde. Ihre Arbeit gab sie nicht auf und war bald eines der „Top Models“ in den USA. 1967 nach dem 6 Tag-Krieg entschloss 6ie sich, nach Israel zurück zu gehen und ihren damals 7-Jährigen Sohn in Israel zu erziehen. Der Umbruch vom Top-Model-Luxusleben zum Israelischen Alltag war nicht leicht. Doch sie war glücklich „zu Hause“ zu sein. 1973 einem inneren Drang folgend, begann Bla Avni Kunstschule, Tel Aviv, für 5 Jahre zu besuchen. Sie lernte: Zeichnen, Malen (Aquarelle und öl) und auch Bildhauern. Immer wieder zog es sie in die Natur — da lag ihr Schwerpunkt. Es war kein leichtes Leben für sie — Schule, arbeiten, Hausfrau und Mutter zu sein. Doch heute ln ihrer ersten Ausstellung 1981 sehen wir das Ergebnis einer starken Persönlichkeit und Willenskraft. Ihre abstrakten Bilder, die sie heute noch nicht zeigen will, wird sie uns in ihrer 2. Ausstellung bringen. Wir sind sehr gespannt auf diese, als auch auf die weitere Entwicklung der Künstlerin Marta Leopold-Indig. Friedei Schwarte •juxeci, illi llgiiii Friedei Schwartz MARTA LEOPOLD - INDIG 1. ONE-WOMAN SHOW — NEUE GALERIE, TEL-AVIV „NATUR IN ISRAEL“ — ÖL UND SKULPTUREN J' r 43