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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1979-04-01 · No. 45 (April-Mai 1979) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1979
Issue
No. 45 (April-Mai 1979)
Date
1979-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan ■yj Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” and denken Sie immer wieder an die * Snchan«elfen *. \K'?vi2 »nxi> iiatn MITTEILUNGEN No. 45 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND IN ISRAEL E.V. fcERMANTA l IT fl - mv>-r> April-Mai 1979 SCHLESIER Aetions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Erich Lewin, Max Lopatka, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Masadastr. 27. Tel. 749754 Die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten Die Krönung der Weltschöpfung bildet der Schabbat — der Tag der Freiheit —, den Anfang von Israels Volksgeschichte, der Auszug aus Ägypten am Pessach —, dem Fest der Freiheit. In allwöchentlicher Feier, die uns vom grauen Alltag befreit, wird der eine, in einem alljährlichen Feste das andere unserem Gedächtnis eingeprägt. Das jüdische Volk erinnert sich länger und intensiver an Weltengeschehnisse und nationaler Ereigi^sse, als irgend ein anderes Volk, ja, es hat wohl nicht seinesgleichen, wenn es um kollektives „Erinnern“ freudiger und trauriger Ereignisse geht. „Secher“ und „Sikaron“ sind daher Schlüsselworte unseres Wesens, unseres nationalen Bewusstseins. Die „Erinnerung an das Werk des Anfangs“ — „Sikaron Le’Maasse Bereschit“ — und das „Andenken an den Auszug aus Ägypten“ — „Secher Lejeziat Mizraim“, verknüpft nicht nur das Gebet, mit dem wir jeden Schabbat bei seinem Eintritt, heiligen, sondern auch das Gebot, das über jedem siebenten Tage steht: „Du sollst gedenken, dass du Knecht warst im Lande Ägypten und dass der Ewige Dein G’tt dich von dort mit starker Hand und ausgestrecktem Arm herausgeführt hat, darum hat der Ewige Dein G’tt Dir geboten, den Schabbattag zu halten“. Natürlich ist der Schabbat älter als Pessach, das Fest der Befreiung aus Mizrajims Knechtschaft, so viel älter als die Welt älter ist, als Israels Geschichte. Aber Israel musste erst geschichtlich zu einem Volke werden, ehe die Feier des geschichtslosen Ruhe-und Feiertages der Welt in Menschenhände gelegt werden konnte. Hieraus erklärt sich die überragende national-religiöse Bedeutung unseres Pessachfestes, welches wir nunmehr fast 3500 Jahre lang begehen — das am längsten ununterbrochen gefeierte Freiheitsfest, der am längsten begangene Erinnerungstag der Menschheitsgeschichte. Diese Bedeutung kommt am klarsten zum Ausdruck in der Erfüllung, des Gebots „Von der Ver. P'IMI JINTI Hl gangenheit zu erzählen“, sie so nachzuerleben, als sei man selbst dabei gewesen, seinen Kindern sie so darzustellen, dass sie die Fähigkeit entwickeln, an ein Ereignis in der grauen Vergangenheit so lebhaft zu denken, als seien sie erst gestern daran beteiligt gewesen. All das ist Ausdruck des Willens, das kollektive Geschichtsleben zu wahren. Der einzigartige Erfolg dieses ununterbrochenen Kollektivbemühens bildet die wichtigste Grundlage für die Tatsache, dass sich das jüdische Volk durch die Jahrtausende erhalten hat — trotz aller Feindseligkeit, trotz allen Unverständnisses einer Umwelt, die unser Urwesen, unser Anderssein nie begriffen hat. Das Geschichtserlebnis als aktuelles Element dank des „Erinnerns“, dank des „Gedenkens“, wirkt wie eine Antriebskraft zur Erhaltung des Eigenen, des Besonderen, der Formen und des Inhalts, die uns dank unseres zähen Festhaltens an den Schabbat-werkfreien Tag und das Pessach Freiheits und Befreiungsfest zu wahrhaft freien Menschen gemacht hat, wenngleich wir in den Augen der Welt im Laufe unseres Diasporadasein alles anders als freie Menschen waren. Das Erleben der eigenen Vergangenheit ist ja kein starrer Vorgang, es ist eingebettet in das Erleben des eigenen Tages. Der Alltag eines Menschen, einer Generation, eines Volkes dringt in seinen Festtag ein, ob es gewollt bemerkt, oder ganz unbewusst empfunden und erfahren wird. Jedem Geschlecht — auch unserem, welches den Beginn der Befreiung unseres Volkes durch das Entstehen des Staates Israels, dessen Bürger freie Menschen sind, erlebte, ist die Bewusstmachung dieses Vorgangs geboten. Auch wir müssen uns stets bemühen, nicht zu vergessen, uns zu erinnern, zu gedenken, dass „Secher“ und „Sikaron“ Mittel und Wege zur Selbsterhaltung sind. auf denen die 10 Gebote „charut“, eingemeisselt waren, gab. „Al tikra charut al haluchot“ — liess nicht eingemeisselt in die Tafeln, sondern „cherut“ — Freiheit, innere geistige Freiheit verkündeten diese Tafeln den Kindern Israels. Vergessen wir nicht, dass uns auf dem Weg aus der Knechtschaft zur Freiheit das Gebot der Schabbatruhe, des Hütens, des geschichtslosen Ruhe- und Feiertages, gegeben wurde, der Tag der uns — so wir ihn hüten, — zu innerlich freien Menschen macht. „Sachor et Jom Haschabbat“ — „gedenk des Schabbattages“, — geht historisch und ideologisch Hand in Hand mit — „Secher Le’jeziat Mizraim“, mit der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Die Knechtschaft in Ägyten mit all ihrem physischen und moralischen Druck können wir uns wohl vorstellen, während die wunderbare Befreiung uns ein Rätsel bleibt. Zwar ist der Auszug aus Ägypten eine historische Tatsache, ebenso wie der Aufenthalt und die Unterdrückung der Kinder Israels im „Hause der Sklaven“. Jedoch spricht die Thora davon, dass (Fortsetzung auf Seite 2) Liebe Mitglieder und Freunde Wir sind in unserem heute erscheinenden Blatt über unseren Rahmen hinaus gegangen. Die Bitten und Forderungen unserer Leser in dem in der Welt verbreiteten Organ, nicht nur Breslau und Schlesien, zu erwähnen, haben wir berücksichtigt, da unsere Zeitung als deutschsprachige in allen Teilen der Welt gelesen wird. Der Poststreik in Israel über viele Wochen, hat den Versand erheblich verzögert. Wir haben uns bemüht, die bereits zur Tradition gewordene Vielfalt unseres Blattes noch zu erweitern. Wir sind sicher, dass dieser Weg Ihnen Vieles bieten wird. 1 Dr. HUR WITZ 1TD. :j: TRAVEL & TOURS AGENCY 8 NEUE ADRESSE Ä : TEl-AViV. AllENBY Sir. 113 (Passage) 1 614025 1 1 621351 I Individuelle Beratung # für Ihre Reise ins | '■[: Ausland 8 Diese Bemühung kommt zum sinnfälligsten Ausdruck in der Feier des Sederabends, der sich an Reichtum der Gebete und Lieder, der Symbole und Riten mit keiner anderen Feier vergleichen lässt. Wir singen und sagen, wir lesen und hören, wir schmecken und kosten am Sedertisch die Erzählung des Auszugs aus Ägypten mit einer Lebendigkeit, dass sie aufhört blosse Erzählung zu sein. Wir alle, Grosse und Kleine meinen den Gang unserer Ahnen aus der Freiheit in die Knechtschaft und aus der Knechtschaft in die Freiheit mitzuerleben. „Me-Awdut le Cherut“ — der Weg aus dem ägyptischen Sklavenhaus nach dem Lande Israel, in die Freiheit, führt über den Berg Sinai, auf dem der Ewige dem Mosche die Gesetzestafeln, Wir bitten unsere Mitglieder und Leser um pünktliche Einsendung der Beiträge: In Israel jährlich IL. 50—, im Ausland $ 10.— — Unser Bankkonto ist: 24195 American - Israel Bank, Tel Aviv, Rothschild Blvd. 11 zu Gunsten Irgun Joze Breslau, bzw. Postscheine, bar, oder Schecks an den Verband ehemaliger Breslauer Ramat Gan, Mazadastrasse 27 (Erich Lewin). Bitte genaue Namen des Einzahlers anzugeben. Goldenes Buch auf den Namen unseres unvergesslichen Gründers Dr. Wilhelm Seew Freyhan wird weitergeführt. Mit dem Wunsche eines guten Ergehens für Alle begrüssen wir Sie allerherzlichst Verband ehemaliger Breslauer in Israel.

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