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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1978-04-01 · No. 43 (April 1978) · p. Seite 40

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1978
Issue
No. 43 (April 1978)
Date
1978-04-01
Page
Seite 40 (sequence 40)
Language
German
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r SUCHANZEIGEN Wir bitten um Nachricht Klasse O I a (Frl. Zucker) Abiturjahrgang 1931, Caecilienschule, Breslau, Zuschriften an: LOTTE PETER geb. Jaekel, Gensauweg 3, 6504 Oppenheim a/Rhein, oder Kaethe Hoffmann geb. Hoheisel, Jaenischstr. No. 3, 7140 Ludwigsburg, West Germany. -¥• Wer kann bezeugen, dass das Arbeitsamt in Breslau im Jahre 1933 Arbeitslose zur Landhilfe geschickt hat? Zuschriften an den Verband ehemaliger Breslauer in Israel, Mazadastr. 27, (Erich Lewin). * Wer erinnert sich an: PAUL NOSKOWSKI, Breslau, Neudorfstr. 15? Zuschriften an Paul Noskowski, Haifa, Michaelstr. 5. Dr. ERNST LUSTIG, Rosittenweg 3340, Wolfenbüttel, West Germany bittet an ihn alle Dokumente, Briefe, Aufsätze, oder ähnliches Material, aus der Gemeinde Gleiwitz O/S zukommen zu lassen, da Dr. Lustig der über die Gemeinde Gleiwitz, seine Geschichte und seine Institutionen eine Forschungsarbeit schreibt, ist er an allem interessiert, was die genannte Gemeinde betrifft. (Wiederholung). * ILSE PERKUHN geb. Draeger, 4630 Bochum, Hernerstr. 36, West Germany ist in Breslau in die kathol. Volksschule in der Fürstenstrasse gegangen und war mit einer Hella Cohn, oder Kohn, in einer Klasse. Ihre Schwester Ellen war 2 Jahre älter als Hella. Der Vater war Schneider, die Mutter Christin. Sie wohnten in der Paulstrasse, Ecke Gellhornstr. Die Familie Dräger wohnte in Brigittental 4, an der Ecke war das Kaufhaus Loewe. Ebenfalls sehr gut bekannt war das Kaufhaus Nothenberg, wo die Draegers einkauften. Ebenso kauften sie in dem Mützengeschäft Blandowsky. All diese aufgezählten Menschen können sich mit der oben Genannten Suchenden in Verbindung 6etzen. * Das LEO BAECK INSTITUT, 129 East 23. Street, New York, N.Y. 10021, sucht für eine Forschungsarbeit von Frau Dr. Monika Richards, folgende Personen: Dr. Hans Schäfer geb. in Breslau 1880, Generaldirektor der Meyer Kauffmann A.G. Textilfabriken, Wüstegiersdorf (Schlesien), zuletzt München 1934, sowie Dr. jur. Oskar Schwartz geb. Bukarest, 1884—1939 in Berlin. Syndikus der Berlin-Borsigwalder Metallwerke, zuletzt London 1940. * Wo befindet sich ERWIN LEWIN aus Breslau, Sternstr. 66? Die Familie Lewin hatte ein Textilgeschäft in der Sternstr. Antworten an Frau Use Heimann, 6370 Oberursel,. Pfingstweidstr. 8. (West Germany). Das Buch von ANNI LOEWENSTEIN “Länder und Leute“ ist zum Preis von IL 18.— plus Mehrwertssteuer in folgenden Geschäften zu haben: in Tel-Aviv: Buchhandlung Landsberger, Ben Jehudastr. 7 Buchhandlung A-B-C, Allenbystrasse Freyhan, Ben Jehudastr. 60 Dr. Lichtenstein, Schenkinstr. 12 in Ramat-Gan: Ilse Blumenfeld, in Jerusalem: Ludwig Mayer, Schlom Zion Hamalkastr. Heatid, Chawazeletstr. Friedmann, Ben Jehudastr. 1 Die Sfrehlener Bierhalle in Breslau In Schlesien gab es ein Städtchen Strehlen. Es war bekannt durch seine Steinbrüche, die der Firma Schall gehörten, durch seine exquisite Butter und durch sein köstliches Bier. So war es selbstverständlich, dieses Getränk auch in Breslau anzubieten, wo man in vielen Kreisen der Einwohnerschaft dem Biergenuss nicht abgeneigt war. Man richtete also in zentralster Lage, am Ring, Ecke Ohlauer — und Schweidnitzerstrasse in der sogen. “Kornecke” ein Gesellschaftslokal, die “Strehlener Bierhalle“ ein. Dieses Haus mit Baikonen und Erkern beherbergte vielbesuchte Läden, prominente Werkstätten, eine Annoncen- Expedition, das Kaiser Panorama, Ärzte u. Zahnärzte usw. Hier war ein grosses Papiergeschäft Betenstedt und Winter, hier domilizäerte ein Schneider als Meisterfachmann, hier gab es prima Zigarren bei Lindau und Winterfeld, hier verstand man die anspruchsvolle Dame bei London und Weber einzukleiden und ein Galanterieladen von Ludwig Besas mit grosser Auswahl hübscher Geschenkartikel. Durch einen grossen Eingang von der Ohlauerstrasse her ging es also in den Hof, wo die Strehlener Bierhalle ihren Sitz hatte. Nicht nur das Bier hatte hier starke Anziehungskraft, in diesem stadbekannten Lokal konzertierte nachmittags und abends eine Damenkapelle. Vier bis sechs jugendliche Musikerinnen spielten ihrem Publikum damals — es war um die Jahrhundertwende — Opern-Potpoyrris, Operettenfantasien, Tanzstücke und Märsche vor. Es war die sogen. Konzert, Tanz- und Stimmungsbesetzung, also 1. und 2. Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, evtl, manchmal Klarinette, Schlagzeug, wie eben diese Gastkapellen aus aller Herren Länder besetzt waren. Gelegentlich gab es auch Schrammelmusik. Immer freute man sich geglückte Melodien eines Johann Strauss, Milloecker, Paul Lincke, oder etwas aus Geisha und Mikado, zu hören und genoss die gebotenen Programme. Es war eine vergnügliche und spritzige Musik, die da mit dem Strehlener Bier verzapt wurde. Eine routinierte Stehgeigerin dirigierte diese Damenkapelle, deren Mitglieder sämtlich mehrere Instrumente beherrschten und auch vokal und instrumental sdlistisch auftreten konnten. Sie mussten in schwerem Repertoire sicher und takfest sein, mussten improvisieren in Solo und auch im Auswendigspiel geübet sein. Im Zusammenspiel ausgeglichen, in der dynamischen, melodischen Ausarbeitung hörenswert, wurde von diesen Damenkapellen Brillantes geboten. In ihrer weissen, modernen Garderobe, mit den bunten Schärpen, waren diese Musikerinnen eine starke Attraktion für Breslauer und anspruchsvolle Gäste auf dem Gebiet der Unterhaltungsmusik. Man möchte diesen Bericht mit einem Scherzwort beenden: Vom “Tuten und Blasen“ haben die jungen Damen sehr wohl Ahnung gehabt. JULIUS SACHS ZU OBERSCHLES. ECKE Wir begrüssen unseren Freund HEINZ WITT- NER und Frau, früher Beuthen O/S, in Israel und wünschen alles Gute zur Einordnung im Lande. Adresse Haifa, Derech Hajam 38. SPENDEN ISRAEL Hanna Horovitz J. Ruth Reich, Kirjath Bialik, Illana Zillan (Tochter von Dago Tichauer) H. TÄinna Ehrlich geb. Friedmann sowie Familie Felix Ehrlich, Natanjah, Sonderspende zum Andenken an ihren unvergesslichen Mann und Vater Max Ehrlich und ihre unvergessliche Schwester Flora Friedmann, 12. Jahrzeit am 3. Pessachtag. Salo u. Margaret Translatcur geb. Nothmann Miami Beach ADOLPH L’ARRONGE EIN BRESLAUER THEATERLEITER UND LOKALDICHTER Durchblättert man die — meist — ungeschriebenen Annalen der Breslauer Theatergeschichte, so findet man oft berühmte Namen. Vor der direktorialen Tätigkeit des Doktor Theodor Loewe (ab 1893) war in der Odermetropole L’Arronge Theaterleiter, der später auch ln Berlin in angesehener Tätigkeit als Bühnen Chef bekannt war. Er war in den 70er Jahren als ein Meister damals beliebter Volkstücke recht angesehen und bereicherte das Welttheater um oft gespielte Komödien. Noch in später Zeit sah man eine Anzahl seiner Stücke im Thalia-Theater. Oskar Will, der bekannte Breslauer Komiker, trat am Saisonende in einer Benefizvorstellung in einem Werk von L’Arronge auf. Zu den 3 bekanntesten dieser Art gehörten "Hasemanns Töchter“, “Mein Leopold” und “Dr. Klaus”. Dieser letztere war das Abbild eines beliebten Breslauer Arztes, der also wirklich existierte. Er verband ärztliche Kirnst mit grosser menschlicher Güte und hilfsbereitem Verständnis. Der Verfasser hat in dem Stück Dr. Klaus ein getreues Modell jenes Arztes auf die Bühne gestellt. In “Mein Leopold” gastierte einst der berühmte Wiener Darsteller, Alexander Girardi in Breslau als Schuhmacher Weigelt. An dieser dankbaren Rolle ging damals kein namhafter Künstler vorüber. Heut ist das alles längst vergessen — man hat andere Probleme. JULIUS SACHS Markus Lubasz, Kfar Sh'ju. zum 92, Geburtstage 40

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