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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1978-04-01 · No. 43 (April 1978) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1978
Issue
No. 43 (April 1978)
Date
1978-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan ■j-f Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” and denken Sie immer wieder an die "Suchanzeigen”. bNTW»! INbPin »NX1» imN bw MITTEILUNGEN No. 43 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND IN ISRAEL E.V. my>f» n’!7wn npfl April 1 9 7|8 SCHLESIER Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Erich Lewin, Max Lopatka, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27. Tel. 749754 Dass Pessachfest mit seinen erhebenden Erinnerungen und Symbolen ist an uns vorübergegangen, geblieben ist uns eine bedeutsame g“ttesdienstliche Veranstaltung, die uns begleitet bis zum Schawuothfest, die Sephirah, das Zählen der Tage und Wochen. Am heutigen Schabbat aber zählen und wägen wir nicht allein die Tage und die Wochen, sondern auch die Jahre, die Jahre vom Beginn einer reichgesegneten Wirksamkeit bis zum Abschlus eines halben Jahrhunderts, bis zum Jubeljahre, getreu dem Sinn des Bibelwortes: njw nwann nw n« nntnpi feiert sollt ihr das fünfzigste Jahr. Warum aber fühlen wir, von dem Gebote, von der Sitte abgesehen ln uns das Bedürfnis zu einer solchen Feier, ja, warum zwingt uns eine innere Stimme, öffentlich einen Bruchteil wenigstens der Gefühle und Eindrücke, die in unserer Seele leben, kundzutun, selbst auf die Gefahr hin, den Wünschen dessen entgegenzuhandeln, dem unsere Huldigung gilt und dessen Willen wir doch sonst gewiss für ein Gebot erachten würden? Ich möchte darauf mit einem Worte unseres erwürdigen Jubüars selbst antworten und ihm so gewissermassen mit seinen eigenen Worten begegnen. Wir hörten von dieser Stätte aus im vergangenen Jahre eine Deutung des Omergebotes, die von der üblichen, uns allen geläufigen, gänzlich abwich, aber gerade darum vielleicht umso tieferen Eindruck auf uns übte. Der Landmann — so wurde uns gekündigt _ soll die Zeit von der Aussaat bis zur Ernte mit wachem Sinn, mit Verständnis für ihren inneren Wert erleben, diese Tage und Wochen, sie bedeuten ihm an sich keine Zeit des Jubels und der Freude, nicht mit den Gefühlen schaut er sie, die der Städter, der nach langem Winter in die freie Natur hinauspilgert, dem siegreichen Frühling weiht, der schaffende Landmann sieht nicht das Grünen und Blühen, er kennt nur Mühe und Arbeit, die Freude bekränzt erst sein Haupt, wenn die Zeit der Erfüllung gekommen, wenn die Scheuer sich öffnet, den Erntesegen zu bergen. So soll er denn wissen, dass sein Mühen nicht um sonst vollbracht wird, soll die Erkenntnis gewinnen: “die unter Tränen säen, werden in Jubel | Dr. HURWITZ LTD. « TRAVEL & TOURS 1 AGENCY | « NEUE ADRESSE 1 | TEl-AVIV, AILENBY Str. 113 (Passage) 1 614025 621351 « Individuelle Beratung | für Ihre Reise ins s » Ausland 8 i WW FESTPREDIGT ANLÄSSL. DES 50-JAEHRIGEN AMTS-JUBILAE- UMS DES HERRN RABB. DR. ROSENTHAL, AM 21. APRIL 1917 'J'Blii '0 p'nJ? In der Alten Synagoge zu Breslau, gehalten von Rabb. Dr. Simonsohn. ernten.“ Mit diesem Gedanken möchte ich auch unser Wollen rechtfertigen. Wir wissen: Ein Wirken, wie unser Rabbiner es in diesen 50 Jahren vollbracht, es bot dem Schaffenden mehr der Sorgen und Mühe, der Lasten und der Verantwortung denn der Freude und behaglichen Ruhe, aber dieses Schaffen — es ist wert gezählt und gewogen, jede Tat, die an die andere sich reiht, jede Seite des Bildes verdient betrachtet und bewundert zu werden, wer unter Mühen gesät hat, der soll in Jubel ernten, und wenn der Ernst der Zeiten, der auf einem so tief und rein empfindenden Gemüt mit besonderer Schwere lastet, den lauten Jubel verbietet, so muss wenigstens die religiös geweihte Freude gestattet sein, damit dem Sämann selbst und allen, die teilhaben an der Arbeit, das frohe beglückende Bewusstsein erschlossen werde, dass er nicht umsonst gelebt und gestrebt, dass die Saat, die er ausgestreut, reiche Früchte getragen hat in unseren Herzen, in den Herzen seiner dankbaren Gemeinde. M. A. wenn wir nach einem Bibelwort suchen, das uns ein Gleichnis des Wesens und Wirkens unseres hochverehrten Meisters gewährt, so fällt unser Blick auf das Wort des Fsalmisten, das unsere alten Weisen zur Erklärung der heutigen Sidra in Anwendung bringen, die von der Einführung des Hohenpriesters in sein heiliges Amt spricht. mran *?k mp'i “Aharon nahte dem Altäre“. Zu diesem Verse bemerken die Alten: Das ist es, was der königliche Sänger meint, wenn er ausruft: law 'K-ipa l?Kia,n Tinas rmi wa “Mose und Aharon unter G”ttes Priestern und Samuel unter denen, die Ihn anrufen: Aus diesem Psalmenwort — meinen die alten Lehrer — geht hervor, dass die drei genannten Grossen Israels einander ebenbürtig waren.“ Wir, die berufen sind, uns heute über die Wirksamkeit eines Mannes Rechenschaft zu geben, den wir ohne Übertreibung zu den Grossen Israels in unserem Zeitalter zählen dürfen, auch wir können nur sagen, dass sich in ihm Moses, des Trägers der G“tteslehre, Aharons, des Priesters, und Samuels, des Propheten, Geist harmonisch einen, dass ihre Wesenszüge in seiner Persönlichkeit sich die Waage halten. — Wo fänden wir zunächst in R. Löwenberg, unserer Zeit, in Deutschlands Gauen, sobald einen Rabbiner, der also mit jüdischem Wissen ausgerüstet, der derart selbständig und unermüdlich in die Tiefen des talmudischen Schrifttums hinabgestiegen wäre, der die weitverzweigten Schächte derart mit dem Lichte seines Geistes abgesucht und so viel des Edelmetalls daraus zutage gefördert hätte, wie unser Raw. Über seine Amtsgenossen ragt er empor an Umfang des Wissens, an Scharfsinn, an Tiefe und Klarheit übertrifft er sie fast allesamt. Und indem er mit dieser weiten talmudisch-rabbinischen Bildung eine umfassende Kenntnis des klassischen Altertums verband und moderne Forschungsmethoden handhaben lernte, war unser Jubilar befähigt, die Wissenschaft des Judentums durch selbständige Schöpfungen, wertvolle Schriften und Abhandlungen zu bereichern. Vielleicht möchte man das Verdienst an alledem zunächst weniger ihm selbst als den Eltern zuschreiben, die ihn frühzeitig zu den Quellen der Thora hingeleitet, den genialen Lehrern, zu denen er sich mit Stolz bekannte und bekennt, dem gün- (Fortsetzung Seite 2) Liebe Mitglieder und Freunde In einer Zeit schwerster politischer Verworrenheit, in einer Zeit, da Israel um seine Existenz kämpft und die Welt erschüttert ist von Terror, diplomatischem Hin und Her und die Ereignisse sich leider oft überstürzen und nicht immer zum Besten sich entwickeln, wollen wir dennoch unser Blatt zu Pessach herausbringen, um so die Verbundenheit mit unseren Mitgliedern und Freunden in Israel und in der ganzen Welt aufrecht zu erhalten. Wir sind bemüht es unpolitisch zu halten und wollen durch diese 2 Mal im Jahr erscheinende Zeitung allen Lesern die Vergangenheit wachhalten durch historisches Material und Erlebtes. Wir wünschen Ihnen Allen beim Lesen des Verbandsblattcs angenehme Stunden und hoffen auf gute Resonanz. Unsere Arbeit geht weiter in demselben Tempo. Leider sind die Preise von Papier, Druck etc. enorm gestiegen, sodass wir gezwungen sind die Mitgliedsbeiträge in Israel zu erhöhen. Der Preis ist 50.— IL jährlich in Israel, im Ausland weiter 10 $. Unser Bankkonto wie bisher: 24195 American Israel Bank, Tcl-Aviv, Rothschild Blvd. 11 z. G. Irgun Joze Breslau bezw. Postscheine oder Schecks an den Verband ehemaliger Breslauer in Israel, Ramat Gan, Mazadastr. 27. (Erich Lewin). Bitte genauen deutlich geschriebenen Absender anzugeben insbesondere bei Bank Einzahlungen. Wieder ermahnen wir Sie an das “Goldene Buch“ auf den Namen unseres unvergesslichen Gründers Dr. Wilhelm Seew Freyhan. Wir wünschen Ihnen Allen von Herzen das Beste und wollen weiter mit Ihnen in Verbindung bleiben. Verband Ehemaliger Breslauer in Israel

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