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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1977-04-01 · No. 41 (April 1977) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1977
Issue
No. 41 (April 1977)
Date
1977-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyan | GERMANIA j I JUDA1CA | Bitte bewahren Sie die “Mitteilungen” und denken Sie immer wieder an die "Suchanzeigen”. *7 1 U1N MITTEILLUNGE N No. 41 r'Vwn nPD April 1977 DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER UND SCHLESIER IN ISRAEL E.V. Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Erich Lewin, Max Lopatka, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofsteln. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27. Tel. 749754 Vom Feste der Freiheit zur Freiheit des Menschenin heutiger Betrachtung ("Auf Dir liegt die Arbeit nicht, dass Du sie vollendest; aber Du bist nicht frei, Dich ihrer zu entledigen. Pirkei-Avot 11/21). "Du bist nicht frei...” — Wir sehen es bis auf den heutigen Tag: Wie oft innerhalb der Völkergeschichte im allgemeinen und in der des Jüdischen Volkes im besonderen ist dieses grosse Wort von der “Idee der Freiheit” laut tönend, oft revolutionierend bis zum Weltumstürzlerischen, aber auch leise und zagend, bittend und betend, im Laufe der Jahrtausende geäussert, geschrieben, gesagt und gedichtet worden; aber dennoch, trotz alledem, quälte und quält immer die gleiche Frage: Haben wir Juden, Hand aufs Herz, diese Idee zu Jeder Zeit richtig verstanden, war es nicht oft nur ein halbes Verstehen oder gelegentlich gar ein Missverstehen? Wer von uns allen hätte sich nicht selbst diese Frage gestellt, wieder und wieder, besonders alljährlich um diese Zeit des Pessach-Festes als einem solchen der Freiheit, des Gedenkens ans unvergängliche Ereigniss des einstigen “Überschreitens”, später als “Pass-over” oder “Passah- Fest” bezeichnet? Man sucht nach einer Antwort, ist nur zu gerne bereit, sie zumindest für sich allein zu finden, zu akzeptieren, und dies, obwohl man gleichzeitig insgeheim schon weiss, dass es wieder Tage und Stunden geben wird, an oder in denen uns leise Skrupel bedrängen werden, uns fragend, ob wir den Begriff von der Freiheitsidee nun effektiv endlich richtig verstanden haben. Der Auszug aus Ägypten bedeutete ja be- Dr. HUR WITZ LTD. TRAVEL & TOURS AGENCY NEUE ADRESSE * TEL-AVIV, ALLENBY Str. 113 (Passage) 615025 6 2 1 3 5 1 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland kanntlich nichts anderes als das Freiwerden von menschenunwürdiger Sklaverei, bedeutete den Weg in die Freiheit, Beginn einer langen Wanderung ins verheissene Land. Die Knechtschaft zu verlassen, vom Ge- und Verbot fremder Herren frei zu werden — was konnte es noch Besseres, Schöneres oder Beglückenderes geben? Aber, ebenso SEDER-ABEND Nach schwerem Verlust zerriss das Band, Das uns hier zusammen hielt, Die irdischen Freudentage Sie waren für immer verspielt. Doch lasst uns glauben, dass Himmelsmacht Die Freuden wieder erweckt, In Anderen Sternenwelten, Die uns hier die eit noch verdeckt. Dort wandelt vielleicht der Liebe Kraft Verluste in ewigen Gewinn, Befreiung, Errettung erfüllen dann Des Sederabends Sinn. Dr. ELSE MEIDNER, London bekannt und wie es schon die Geschlechter vor uns wussten, blieb die Freude an der neuen Freiheit nicht ungetrübt: Mühselige Wanderschaft, geheime und offene Unzufriedenheit mit dem “Wegbereiter” Moshe und seiner Handvoll Getreuen, ein mehr oder weniger unausgesprochenes Sichzurücksehnen nach dem soeben verlassenen ungastlichen “Gastland” Ägypten und nach dortigen, für die Auswanderer mehr als miserablen Zuständen — all dies zusammen Hess den anfänglichen Glanz der endlichen Befreiung mehr und mehr verblassen; dies sicher (und bis heute belegbar) nicht zur Freude der damaligen Führung. Das aber dann doch das angestrebte Ziel endlich erreicht wurde, bleibt ewig unbestreitbares Wunder. — Und heute und hier? Auch für uns steht die Überlieferung fest für alle Zeiten, lässt uns ahnen, was in den “Hebräern” jener Epoche denkmässig vor sich ging. Waren doch auch sie schon bewegt von der Idee der sittlichen Freiheit, die da jeden Einzelnen mitbefähigte, am grossen Gelingen mitzuwirken. — Nach allen Murren fand jeder wieder zurück zu sich und seinem Volk, wurde sich beglückend dessen bewusst, dass er, nicht länger mehr Knecht, nun innerhalb seines eigenen Volkes unter dessen verantwortungsvoller Leitung zu dieser Gemeinschaft zählte. Jahrtausende sind inzwischen vergangen, obwohl sich — seltsam genug — hier eine ideologische Parallele anbietet: Sind nicht auch wir alle in dieser zweiten Jahrhunderthälfte frei geworden, frei von den Verfolgungen, von den Schrecken der Vernichtung, um an der Wiedererstehung, Israels höchst aktiven Rnteil nehmen zu dürfen? Wir haben all dies noch nicht vergessen, wenn auch inzwischen fast drei Jahrzehnte ins Land gingen und bedauern es gerade in diesem Jahr besonders tief, wie leicht wieder einmal der Begriff der Freiheit zur Versuchung wurde. Im Jüdischen Heimland, dem einzigen dieser Erde, durch Generationen erhofft und ersehnt, innerhalb der endlich selbständig gewordenen jüdischen Nation erleben wir heute manches, das wir nie für möglich gehalten hätten. Schlagwörter wie “Korruption, Betrug, Rufmord, kriminelles oder finanzielles Verbrechertum” bis hin zur “Jerida” füllen Pres- (Fortsetzung S. 2) Liebe Mitglieder und Freunde Es tut uns leid, dass wir die Nr. 41 d.h. die Pessachausgabe, mit solch einer Verspätung herausbringen. Ein Trauerfall im engsten Kreis der Redaktion hat die Arbeit einen ganzen Monat lahmgelegt. Deshalb bitten wir auf diesem Wege um Entschuldigung und sind sicher, dass Sie Verständnis hierfür aufbringen. Wir hoffen, dass der Inhalt dieses grossen Blattes Ihr Interesse finden und das Niveau Sie für die Verspätung entschädigen wird. Die Kosten der Herausgabe einer so umfangreichen Zeitung sind ausserordentlich hoch und sind wir sicher, dass Sie dies zu schätzen wissen. Beitragszahlungen sind jährlich, wie bisher, in Israel IL 25.— bezw. im Ausland $ 10.— Unser Bankkonto ist: 24195 American-Israel Bank, Tel-Aviv, Rothschild Blvd. 11, z.G. Irgun Jozei Breslau, bezw. Postscheine, Baar, oder Schecks an den Verband ehemaliger Breslauer, Ramat Gan, Mazadastr. 27 (Ehrich Lewin). Bitte genaue Namen des Einzahlers anzugeben. Wir erwarten Berücksichtigung des "Goldenen Buches” auf den Namen unseres Gründers, Dr. Wilhelm Seew Freyhan. Mit den besten Wünschen für ein gesundes Ergehen, grüssen wir alle unsere Leser herzlichst. VERBAND EHEMALIGER BRESLAUER und SCHLESIER IN ISRAEL

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