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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1976-04-01 · No. 39 (April 1976) · p. Seite 30

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1976
Issue
No. 39 (April 1976)
Date
1976-04-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German
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SPENDEN UND BEITRÄGE AUS AMERIKA, (Fortsetzung von Seite 29) L Ernest R. Lane, Los Angeles, USA. Rabbi Dr. Daniel Lewin, St. Agathe de Monts, Canada. Ruth Loewenstein-Lang, Stamford, USA. Marcus Lubasz Quito (Ecuador) grosse Sonderspende. Wolfgang Lesser, Amsterdam, Holland. Rene Luftig geb. Scheibe, Berlin. Mr. und Mrs. Salo Lewin, Portland USA. Dr. Arthur Lowenstam und Frau Gerda geb. Ucko, Los Angeles, USA. Margot Lewin, N.Y. M Salvador Muschel, Buenos Aires, Argentinien. Fred Marcus, N.Y., mit guten Wünschen, George und Hanna geb. Preuss, Forest Hills, USA. N Henry und Annie Newman, Denver, USA. Ilse Naschelski, Santiago de Chile. Ernest A. Newland (Neuländer) Auckland, New Zealand, z.A. an seinen Bruder Alfred Neuländer, Rabbi Dr. Dagobert Nellhaus, Roslindale, USA. O Ilse Ollendorf - Reich, Norwalk, USA. P Ruth Plaut, Hamburg, West Germany. Franz Peiser, Berlin. Harry G. Proskauer, N.Y. Dr. Margot Powalsky, Hagen, Westfalen, West Germany. Sonderspende. Ilse Pacyna geb. Matthis, San Francisco, USA, Sonderspende z.A. an ihren Gatten Alfred Pacyna. Lotte Plessner, London. R Ursula Reichert, Bodenwerder, West Germany. George Rothstein, Buenos Aires, Argentinien. Dr. Paul Rosten (Rosenstein) London. Toni Rosengarten geb. Burghelm, Los Angeles, USA. S Max und Edith Striemer, San Francisco, USA. F. Siedner, Bad Nauheim, West Germany. Hannah Schwenk, N.Y. Karl Steinauer (Skonner) Fort Lee USA., mit guten Wünschen, Paul Strumpf, Sao- Paulo, Brasilien, Gerda Sandberger, Brüssel, (Belgien) grosse Sonderspende z. Todestage der Eltern. Dr. Max Salzberger, Montevideo, Urugway, Ruth Schnell, geb. Zadik, Bad Nauheim, West Germany. Rosemarie Steinfeld, Tenafly, USA. T Salo und Margot Translateuer geb. Nothmann, Miami Beach, USA. Prof. M. Tsevat (Theo Pinczower) Cincinnati, USA. U Felicia Unger, Sao Paulo, Brasilien. W Claire Werner geb. Braun, London. Walter Wendriner, Stuttgart, West Germany. Peter Wachsmann, Buenos Aires, Argentinien. Erika Weiss, Miami Beach, USA. Claire Warschauer, Bronx, USA. Y Frank H. Youngmann, Honolulu, USA. SONDERSPENDE Dr. Erna Biberstein, New York, Munda Kurny geb. Kamm, früher Breslau und Helen Pick, Oakland, Calif. haben gemeinsam eine grosse Sonderspende zu Ehren der Schwestern: Adelheid Rosenthal und Margarete Pick, Ramat Gan, Israel, gezeichnet, wofür wir von dieser Stelle aus nochmals danken. Das Buch “Die Erziehung des Jüdischen Kindes in Nazi - Deutschland, Gesetz und Ausführung” von Dr. Joseph Walk, Jerusalem, P.O.B. 3477 ist in iwrit erschienen und kostet I.L. 25.— im Ausland $ 5.— oder DM 12.—. HELENE THIMIG-REINHARDT: „Wie Max Reinhardt lebte'... EINE HANDBREIT UBER DEM BODEN (1975, Fischer Taschenbuchverlag Nr. 1661) Wir werden heutzutage über alles und jedes aufgeklärt, wir sind genau informiert, wie alles gemacht wird und was vor oder hinter den Kulissen geschieht. Und doch gibt es etwas, wo bei letzteres nicht der Fall sein sollte. Das ist das Theater. Wir sollten eigentlich nicht neugierig sein, was dies anbetrifft. Wen geht es etwas an, was ausserhalb der Vorstellungen sich auf der Bühne ereignet? Theater ist Mimus, ist Verkleidung, Phantasie, Nimbus. Diesen Zauber durch Blicke in die Werkstatt zu entzaubern heisst, dem Theater seine Anziehungskraft zu nehmen. Es ist ein Fehler, das Publikum bei offner Bühne hereinzulassen, der Effekt, die Überraschung, geht verloren. Ich muss nicht wissen, was der Mann am grünen Tisch, der Dramaturg tut, vorbereitet oder ablehnt. Oder wo er seinen Rotstift hat walten lassen! Wie so eine Aufführung entsteht, wie die Bühnenbeleuchtung arbeitet und hunderte andre Fragen sollte man eigentlich nicht stellen. Denn dieser Blick in die Werkstatt des Theaters ist mehr als illusionstörend. Man soll sich überraschen lassen. Jedoch bei einer Perönlichkeit, wie Reinhardt, liegt der Fall anders. Dieser grösste Theatermann seiner Zeit ergibt ein Bild einer künstlerischen Epoche und es ist das Verdient der Verfasserin einen Reinhardt vor uns erstehen zu lassen, wie wir ihn vielleicht kaum kannten. Helene Thimig entfaltet vor uns ein Bild gewaltiger Grösse dieser Persönlichkeit. Seine Leistungen, sein Genialität, seine Gestaltungskraft, Lebensart, seine Kämpfe — dies alles und noch viel mehr — wird von der Gefährtin liebevoll unter die Lupe genommen und von einer neuen Seite aufgerollt. Die tragische Grösse einer einmaligen Künstlernatur allein steht hier nicht zur Diskussion. Die THIMIG gibt vielmehr ein Röntgenbild seines Schaffens, ein Elektrokardiogramm seiner Herzensliebe zur Kunst, zum Theaterspiel, zu dem geisigen Ereignis, das da Theater heisst. Man möchte sagen und so schildert es Helene Thimig, er erlebt und sieht das ganze Leben wie von einer Bühne vom Regiepult aus, er kennt nur die Kulisse, er sieht die Menschen, die ihn umschwärmen, umjubeln, als eine Art Statisterie. Er lebt in einer Theaterlandschaft, die Erfolge der Premieren beglücken ihn, lassen ihn nie ruhen. Mit Helene bespricht er, plant er Salzburg, Leopoldskron, Berlin, Venedig, Amerika. Mit ihr beraet er Proben, Besetzungen, Spielpläne, Neuengagements, Annahme von Stücken. Immer neue Ideen formen sich-Beleuchtung, künstlerische Ausdrucksmittel, Ankäufe von Theatergebäuden und was nicht alles. Der Verhältnis zur Kritik, zu Bruder Edmund, zu Dichtern, Schriftstellern und allem, was sich um die weltbedeutenden Bretter herumdreht, wird beleuchtet. Helene Thimig beantwortet die Wissbegierde des Theaterbesuchers in 16 anregenden Kapiteln in fast dichterischer Form. Sie schuf damit ein lichtvolles Bild des Menschen und Künstlers Mag Reinhardt. Sie schildert ihn, wie ihn sonst wohl keiner kennt. Sie verstand ihn. — Zieht man die Quintessenz aus diesem Buche, das jetzt auch als Taschenbuch erschien, so müssen es wohl Sternstunden für Helene Thimig gewesen sein, die sie an seiner Seite verbrachte, aber auch für ihn solche gemeinsame mit ihr. JULIUS SACHS SUCHNOTIZ Gesucht wird EDITH TREUENFELS von KURT KLAMMT 89 Augsburg, Koboldstr. 29 Die Gesuchte war früher bei CH. DIERIG in Langenbielau tätig. Gebet in Jerusalem Wir sagen nicht mehr: Und nächstes Jahr in Jerusalem — Denn vor der verheissenen Zeit Hat Gott sich unser erbarmt Und offen stehen deine Tore, Goldene Stadt; wie im Traum Gehn wir durch deine Gassen Und werfen uns nieder Zu Füssen der heiligen Mauer, Die Stirne im Staub, Und berühren die rötlichen Steine: Aber es zittert die Hand uns Hinauf bis ans Herz, Denn in der Mauer wohnt Gott. Ringsumher aber Leuchtet die Luft Wie besonnter Kristall Und wie Kissen der Engel Segelt das leichte Gewölk. Dein Antlitz wende uns zu, Herr über Himmel und Erde, Denn siehe, wir haben Unsere Sünden gebüsst Und die Sünden der Väter Und jener, die nach uns kommen. Steht nicht geschrieben: Es züchtigt sein Kind, Wer es liebt? Hast du so masslos denn Uns, deine Kinder, geliebt? Schwer war die Last deiner Liebe Zu tragen, doch sind wir am Lebern. Lass uns dein Antlitz leuchten Und sei uns gnädig. LILI MEDHAT (St. Wolfgang) Österreich Die Broschüre: Als Jude in Breslau 1941 von Dr. WILLY COHN, ist in der deutschen und hebräischen Presse, in den Zeitungen der verschiedenen Universitäten, sowie in dem Echo der Lehrer-Zeitung, Israels, ausführlich besprochen worden. Auf Veranlassung von Dr. Herbert Hupka. M.D.B. wurden 2 Sendungen in der Bundes- Republik über das Buch gegeben: Am 9.11.75 durch den Westdeutschen Rundfunk und am 7.1.76 durch den Bayrischen Rundfunk. Die Resonanz auf die Sendungen war sehr gut. Bei dieser Gelegenheit können wir mitteilen, dass Dr. Herbert Hupka mit Frau und Sohn zum 4. Male Israel besucht hat. Am 12.4.1976 war eine hochinteressante Zusammenkunft mit ihnen im Hotel Dan, Tel-Aviv, wobei sich wieder neue Kontakte ergeben haben. Die hochinteressanten Ausführungen von Dr. H. wurden mit Beifall aufgenommen. Herr Dr. JOSEPH PRAGER, Haifa, Horebstrasse 20, hat uns eine Anzahl Briefe seines Vaters aus den Jahren 1871, bis 1877 überlassen, die ausserordentlich interessant sind. Wir danken ihm von dieser Stelle aus dafür und haben eine Auswahl der Briefe für diese Nr. 39 zum Abdruck gebracht. Wir behalten uns vor s.G.w. zu Rosch Haschana weitere zu veröffentlichen. Der Vater von Dr. JOSEF PRAGER, Haifa, war der spätere Ober-Rabbiner von Kassel.

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