Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1976-04-01 · No. 39 (April 1976) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1976
Issue
No. 39 (April 1976)
Date
1976-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/7411685-7412491-7496486--0569-7412492
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan *3-1 Bitte bewahren Sie die ‘‘Mitteilungen’* nnd denken Sie immer wieder an die “Suchamteigen”. *7 1 H*7V12 >N21> 11A1N DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E.V. .UJLAAlCA- •7W my>7> 39 April 1976 UND SCHLESIER Actions-Comite: Dr. Lilli Berg-Platau, Erich Lewin. Max Lopatka, R. Löwenberg, Dr. Prager, M. Pick, J. Sachs, M. Schmerel-Hofstein. Briefadresse: Erich Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27. TeL 749754 Vorsitzender ERNST TAUBER Dr. WILLY ISRAEL COHN — BRESLAU: ...UND ERZÄHLE ES DEINEM KINDE Im Kreislauf der jüdischen Feste ist die Feier des Pessach vor allem eine Feier der Familie. An zwei Abenden sitzen wir im Kreise unserer Lieben und erzählen uns beim Verlesen der Hagada von den Schicksalen, die unsere Vorfahren zu tragen gehabt haben, und wir bemühen uns, heranwachsenden Generationen das alles zu erklären und sie in ihrem Judentum zu festigen. Die Sederabende, die wir in diesem Jahre zu begehen haben, werden in mancher Beziehung unterschieden sein von denen der Vergangenheit. So manches Kind von uns, das früher) noch an unserem Tische sass, ist nun längst draussen; und über die Meere hinweg werden sich seine Gedanken mit unseren Gedanken treffen können. Wenn auch im ersten Augenblick darob vielleicht ein gewisses Trennungsgefühl in unser Herz kommen möchte, so soll und muss es doch durch die Gewissheit verdrängt werden, dass eben diese Kinder nicht für sich, sondern für unsere jüdische Gemeinschaft eine neue Zukunft zu erringen versuchen. Viele von den jungen Juden brauchen die Worte der Pessach-Hagada: “In diesem Jahre hier, im nächsten in Jerusalem”, nicht mehr zu sagen. Sie haben das Ziel erreicht, das unseren Vorfahren seit Jahrtausenden vorschwebte : die Heimkehr in das Judenland. Diese Jugend, ob sie nun drüben in den jüdischen Städten oder in den jüdischen Dörfern die Feier begeht, wird sie aus dem Gefühl heraus erleben, nun am Ziel zu sein. Mancher der Kibbuzim hat sich für diese Abende Hagaden geschaffen, die eine eigenartige Mischung der Tradition mit dem Neuen, was das Land bietet, darstellen. In jedem Jahre bringt so der Kibbutz Giwath Brenner eine neue derartige Hagada heraus. $ i Dr. MJRWITZ LTD. TRAVEL & TOURS AGENCY NEUE ADRESSE | TEl-ÄVIV, ASienby Sir. 113 (Passage) 6 14 0 2 5 6 2 1 3 5 1 Individuelle Beratung für Ihre Reise ins Ausland Vor allem aber wird an diesen Sederabenden, wenn wir von dem Auszug der Kinder Israel in alter Zeit lesen, der Gedanke des jüdischen Wanderungsschicksals in uns allen übermächtig werden. Auch derjenige Jude, der die Verbindung mit seiner Gemeinschaft leider so wenig gepflegt hat, wie das bei Vielen der Fall ist, wird sich an diesem Abend die Frage vorlegen, warum es uns immer wieder ün Laufe der Weltgeschichte zugestossen ist, dass wir aufs Neue ins Wandern kommen. Und wenn diese Pessach-Hagada nicht nur mechanisch gelesen, sondern mit innerem Verständnis durchdacht wird, so scheint es eine ganze Reihe von Antworten auf solche Fragen zu geben. übermenschlich gioss tritt aus ihr vor allem die Gestalt unseres Lehrers Mosche heraus, der, als er die Wanderung vorbereitete, vor allem mit dem Geist derjenigen Juden zu ringen hatte, die in Veräusserlichung und Oberflächlichkeit ihre wirkliche jüdische Aufgabe nicht mehr erkannten. Dem armen Juden erschien der Gedanke, sich eine Zukunft in dem Lande, aus dem einstmals die Erzväter Abraham, Isaak und Jakob ausgezogen waren, zu erwirken, beneidenswert. Er stand bedingungslos hinter Mosche und nahm gern und willig das auf sich, was Wanderung bedeutet. Anders doch schon sah es mit denen aus, denen es gut ging und die schon vergessen hatten, dass das Land ihrer Wohnstatt doch nur ein Gastland war und keine Heimat. Sie machten Schwierigkeiten. Sie waren auch diejenigen, die nachher, als bei der Wüstenwanderung Hindernisse auftauchten, die eben bei jeder Wanderung das Werden einer In der 1. Reihe sehen wir beim Treffen in Annaberg O/S, Dr. Willy Cohn, s.A. in der 2. Reihe — Fritz Tau, wohnhaft in Beth Jitzchak, Israel, in der 3. Reihe Fredy Teichner, Nes Ziona, Israel. Wer kennt die anderen Teilnehmer? neuen Existenz ln sich birgt, Mosche Vorwürfe maohten, warum er sie denn von den Fleischtöpfen Aegyptens fortgeführt habe. In ihnen war nichts von dem Geiste pionierhaften Strebens, von dem Geiste des Opferns für die Zukunft des Volkes, sie klagten und jammerten nur über die entschwundene Bequemlichkeit des früheren Daseins. Wir wissen, dass das jüdische Volk 40 Jahre durch die Wüste wandern musste, ehe es sich seinen Einzug in Palästina erkämpfen konnte. Darin liegt ein tiefer Sinn, den zu erfassen besonders bedeutsam ist. Es musste erst eine neue Generation herangewachsen sein, die nur noch in die Zukunft schaute, ehe ein wirklicher Aufbau des Landes möglich war. Ein so altes Volk wie das jüdische darf keinesfalls alles und Jedes vom Standpunkt des Individuums ansehen. Gewiss tun wir in unserer gegenwärtigen Wanderungssituation alles, was irgendwie möglich ist, um dem Einzelnen zu helfen. Aber höher als dieses steht die Sorge um die Gemeinschaft des ganzen Volkes. So haben auch (Fortsetzung Seite 2) ZUR BEACHTUNG In diesem Jahre ist am 20. Ijar der 40. Todestag nach unserem unvergesslichen Raw Dr. Max Simonsohn s.A. Wir werden s.G.w. am Sonntag, den 16. Mai 1976 (16. Ijar 5736) in Tcl-Aviv im Ulam Dan, Ilajarkonstr. 61 Ecke Trumpeldor, Tiefparterre (nicht Hotel Dan) ein Treffen seiner Schüler, Verehrer und Freunde veranstalten. Zwangloses Treffen zwecks Wiedersehen und Aussprache von 5 Uhr 30 bis 7 Uhr nachmittags. Gedächtnisstundc mit Ansprachen und Jiskor von 7—8 Uhr abends. Teilnehmergebühr zwecks Deckung der Unkosten 20.— IL pro Person. Zusagen sofort per Postkarte an Erich Elicser Lewin, Ramat-Gan, Mazadastr. 27, mit Angabe der Personenzahl und genauer Adresse. Ausserdem siehe Annoncen in allen bekannten Tageszeitungen der hebräischen und deutschen Presse. Besondere Einladungen werden nicht versandt. VERBAND EHEMALIIGER BRESLAUER IN ISRAEL

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.